Wege zur Bewältigung einer schwierigen Beziehung - zu diesem Thema habe ich - als betroffene Tochter - Dutzende von Fachbüchern gelesen. Viele Bücher haben wissenschaftliche Erklärungen gegeben oder Verständnis und Mitgefühl für die Betroffenen vermittelt. Doch das Buch von Christine Ann Lawson ist das einzige und erste, das mir mit praktische Ratschlägen wirklich effektiv und schnell geholfen hat. Ich konnte alle Tipps sofort anwenden. Das Verhältnis zwischen mir und meiner Mutter ist jetzt so gut geworden, wie es noch nie zuvor im Leben war (sie ist 75, ich bin 56 Jahre alt). Am meisten hat mir der Hinweis der Autorin geholfen, dass es nicht möglich ist, mit Borderline-Müttern eine normale Mutter-Tochter-Beziehung herzustellen, weil die Mutter aufgrund ihrer Persönlichkeitsstörung nicht dazu in der Lage ist. Das hat mir geholfen, die Illusion aus der Kindheit aufzugeben, dass ich Schuld wäre am unlogischen Verhalten meiner Mutter, an ihrer destruktiven Kritik und den unkontrollierten Wutanfällen mit Mord- und Selbstmorddrohungen. Endlich habe ich meinen inneren Frieden gefunden.
Aus einige Rezensionen habe ich heraus gehört, dass sich die Rezensenten daran stören, dass die Autorin, um die Persönlichkeitsstörung der Mütter (und Väter) zu kategorisieren, Begriffe aus der Märchenwelt genommen hat, und dies als unprofessionell abtun wollen. Für den Betroffenen wie mir ist es vollkommen irrelevant, ob man eine gestörte Mutter in die Rubrik Hexe, Borderline-Störung, verwahrlostes Kind, narzistische Persönlichkeitsstörung, o.ä. einordnet. Die Bezeichnung löst nicht das Problem.
Richtig und hilfreich ist Christine Ann Lawsons Vorgehensweise:
1. Exakte, ausführliche Beschreibung der Verhaltensweisen der Mutter mit Persönlichkeitsstörung
2. Exakte, ausführliche Beschreibung der Schwierigkeiten der betroffenen Kinder mit vielen Fallbeispielen
3. Praktische, anwendbare Tipps, wie die Kinder die Beziehung zur Mutter verbessern können. (Selbstverständlich bezieht sich diese Hilfe zur Selbsthilfe nur auf erwachsene Kinder von Borderline-Müttern, was die Autorin auch klar und unmissverständlich sagt. Kleine Kinder und Jugendliche brauchen externe, fachliche Hilfe).