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Bordeaux, mon amour: Eine Liebe zwischen Wehrmacht und Résistance
 
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Bordeaux, mon amour: Eine Liebe zwischen Wehrmacht und Résistance [Gebundene Ausgabe]

Erich Schaake
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 19,95 kostenlose Lieferung. Siehe Details.
  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 240 Seiten
  • Verlag: List Hardcover (8. September 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3471350489
  • ISBN-13: 978-3471350485
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 14,4 x 1,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 384.653 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Eine schier unglaubliche Geschichte" (Berliner Morgenpost)

"So wird eine wahre Geschichte vor realem Hintergrund endlich aus der drohenden Vergessenheit geholt." (Wilhelmshavener Zeitung)

"Das Buch liest sich wie ein spannender Roman, ein interessanter Beitrag zur Aufarbeitung des Zweiten Weltkriegs und der deutsch-französischen Vergangenheit." (Neue Presse)

Kurzbeschreibung

Der deutsche Feldwebel Heinz Stahlschmidt kommt mit der Wehrmacht als Besatzer nach Bordeaux. Aber schon bald verliebt er sich in die Stadt ? und in die Französin Henriette. Da erhält er den Auftrag, den Hafen zu sprengen. Tausende Unschuldige müssten dabei sterben. Er entscheidet sich: gegen den Eid und für die Stadt seiner Geliebten. Er sabotiert den Plan und nimmt den Tod vieler Kameraden in Kauf. Bordeaux bleibt unzerstört, aber nun ist Heinz auf die Hilfe der Résistance angewiesen ? und auf die Liebe von Henriette!

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Bemerkenswert 21. September 2010
Von Bea Weber
Format:Gebundene Ausgabe
Das Erstaunlichste an der Geschichte hinter "Bordeaux, mon amour" ist, dass sie nicht erfunden werden musste, sondern tatsächlich so erlebt und erlitten wurde. Die Beziehung zwischen den Hauptpersonen Heinz und Henriette ist weit mehr als eine ungewöhnliche Lovestory mit Happy End. Hier agieren Menschen, die durch schicksalhafte Verstrickungen zwischen alle Fronten geraten sind und sich in dieser Extremsituation für oder gegen ihre Liebe entscheiden müssen. Darüber hinaus geht es um den ewig aktuellen Konflikt zwischen Barbarei und Menschlichkeit, um die ganz persönliche Entscheidung zwischen Mittäterschaft in einem verbrecherischen System oder Mut zum Widerstand, um Kriegsverbrecher oder Verräter, um Kadavergehorsam oder Eigenverantwortung vor der Geschichte. Bordeaux, mon amour" ist ein bemerkenswerter Beitrag zur Aufarbeitung der deutsch-französischen Vergangenheit.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Mag Wolfgang Neubacher TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Der bei Bordeaux lebende Journalist und Autor Erich Schaake beschreibt in seinem Buch einen besonderen Fall von Befehlsverweigerung im 2. Weltkrieg.
Der deutsche Unteroffizier Heinz Stahlschmidt, der den Untergang von 3 Schiffen, auf denen er Dienst tat, gesundheitlich angeschlagen überlebt hat, ist in Bordeaux stationiert. Dieser Hafen ist im 2. Weltkrieg sehr wichtig für die deutsche Kriegsmarine, vor allem für die U-Boote.
Stahlschmidt integriert sich sehr schnell (nicht unbedingt zur Freude seiner Vorgesetzten); er spricht passabel Franzöisch und wird von den Einheimischen bald "der kleine Franzose" genannt. Dann verliebt er sich auch noch in eine junge Französin namens Henriette.
Im August 1944 muss sich Stahlschmidt entscheiden: Für seine Liebe und für die Rettung der Stadt Bordeaux (er soll vor dem Abzug der deutschen Truppen die Hafenanlagen sprengen, was den Tod von Tausenden von Zivilisten zur Folge gehabt hätte) - oder für das untergehende 3. Reich...
Schaake hat in spannender (Roman-)Form ein kleines, aber sehr wichtiges Kapitel des 2. Weltkrieges aufgegriffen: Zivilcourage, selbständiges Denken und Liebe zu einer Frau aus dem "Feindesland".
Dass die Leistung von Stahlschmidt jahrzehntelang unbedankt blieb, ja sich die Resistance den Erfolg dieser Aktion an ihre Fahnen heftete, obwohl sich aus ihren Reihen niemand fand, der die Aktion durchführen wollte, zeigt nur, dass auch in Frankreich gewisse Dinge (Vichy-Regierung; Kollaboration mit den Nazis...) bis heute nur teilweise aufgearbeitet sind. Hier haben wir sie wieder einmal, die berühmten "Leichen im Keller".
Weiters stellt sich der Leser die Frage, warum das Buch erst nach dem Tod von Heinz Stahlschmidt erschien.
Heftigste Leseempfehlung!
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
In vino veritas 19. Mai 2011
Format:Gebundene Ausgabe
Das ist natürlich eine schöne Geschichte, die uns da in dem Buch geschildert wird: Ein deutscher Feldwebel, dem Liebe und Eigenverantwortung über Kadavergehorsam und unmenschliche Befehle gehen (und der außerdem ein Verhältnis mit einer jungen Französin hat, die er später heiratete), sprengt den Bunker mit den Zündern für die Minen, mit denen Brücken und Hafenanlagen der Stadt Bordeaux in die Luft gejagt werden sollten, und rettet auf diese Weise irgendwie sogar 3000 Menschen das Leben - eine edle Tat, auch wenn ein Dutzend Menschen dabei geopfert werden mussten.

Man sollte allerdings wissen, dass die Geschichte zwar einen durchaus realen Hintergrund hat, aber nur eine Vignette im wirklichen Ablauf der Ereignisse darstellt: Schon vor dieser Tat hatten Verhandlungen zwischen Deutschen und Franzosen begonnen, die die Rettung der Stadt zum Gegenstand hatten und auf deutscher Seite die entsprechenden Kommandostellen involvierten, speziell den Hafenkommandanten, Korvettenkapitän Kühnemann, im zivilen Leben Weinhändler, der unter dem Schutz seiner Vorgesetzten über seinen guten Freund Louis Eschenauer, Senior einer ganzen Familie von deutsch-französischen Weinhändlern, Verbindung zur Résistance knüpfte.

Auf diese Weise verschaffte er seinen Truppen einen unbehinderten geordneten Abzug, ersparte der Stadt Sprengungen bzw. Straßenkämpfe und konnte außerdem der Wehrmacht, die in Nordfrankreich in schwere Kämpfe verwickelt war, frische Kräfte zuführen. Die unvorhergesehene Sprengung eines Teils der Zünder war zwar spektakulär, aber materiell nutzlos, denn Zünder gab es noch reichlich auf der deutschen Seite und die deutschen Schiffe, sowie die 15 cm Batterie in Cenon, über der Stadt, hätten die böse Aufgabe ebenfalls größtenteils erfüllen können '- wenn die deutschen Offiziere wirklich von Kadavergehorsam geprägt gewesen wären.

Präzise Angaben über diese Ereignisse kann man in einem Buch finden, das ein gutes Dutzend Jahre nach dem Krieg erschienen ist: Louis Cadars, "Et le port de Bordaux ne fut pas détruit"', Picquet, 1960. Darin erfährt man auch (S. 6), dass dem Bürgermeister von Bordeaux bereits am 10. August 1944 von der deutschen Feldkommandantur mitgeteilt wurde, er solle die Evakuierung der Zivilbevölkerung in einem Umkreis von 500 m um veschiedene wichtige Punkte der Stadt durchführen. Man kann daraus schließen, dass die Deutschen nicht die Absicht hatten, die geplanten Sprengungen in einer Weise durchzuführen, die den Tod von tausenden von Zivilisten mit sich gebracht hätte und man fragt sich, woher die in dem Buch erwähnte Zahl von 3000 potentiellen Opfern eigentlich stammt. Cadars' Buch erwähnt auch die Sprengung des Zünder-Bunkers, für den Vf. ist sie jedoch lediglich ein nebensächliches Ereignis. Auch ein vierteiliger Artikel in der französischen Zeitschrift "L'Express" schildert die Entwicklung ganz ähnlich, selbst wenn er die Rolle Eschenauers nur am Rande erwähnt. [...]

Der Feldwebel Stahlschmidt ging in den Untergrund, wurde französischer Bürger unter einem neuen Namen, erntete aber von seiner neuen Heimat keinen großen Dank - nicht einmal eine Tafel erinnert an seine Tat, so wurde es gestern bei der Vorstellung des Buches durch das hiesige Goethe-Institut geschildert. Kühnemann geriet später in amerikanische Gefangenschaft, wurde danach den Franzosen überstellt, die ihn an die Russen auslieferten (???), welche ihn jedoch ein Jahr darauf, 1948, freiließen.
"
Louis Eschenauer kam ins Gefängnis wegen "collaboration" und wurde enteignet; so einfach geht das. Weder Kühnemann noch Eschenauer haben eine Gedenktafel, ebensowenig wie General von Choltitz, der Paris unzerstört übergab, oder der General von Senger und Etterlin, der die Kunstschätze von Monte Cassino in den Vatikan schaffen ließ, bevor das Kloster dann von General Freiberg (nein, er war kein Deutscher sondern Kommandeur der dort eingesetzten neuseeländischen Truppen) zerbombt wurde, obwohl es keine Deutschen beherbergte. Man muss also feststellen, dass menschliche Gefühle und Eigenverantwortung nicht nur bei einem verliebten Feldwebel der Kriegsmarine, sondern bis in die höchsten Ränge der Wehrmacht vorhanden waren.

Aber die wirkliche Geschichte, die mit dem großen G am Anfang, ist natürlich immer so ein wenig trocken und gefühllos, so liest man dann lieber eine Liebesgeschichte, make love not war, da wird einem so richtig warm ums Herz.
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Diskussion Antworten Jüngster Beitrag
zwischen den fronten 1 16.07.2010
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