Als ich dieses Buch gekauft habe, hatte ich einen größtenteils amüsanten Roman über einen Weinfanatiker erwartet. Dies ist jedoch nicht der Fall. Trotzdem war ich nicht enttäuscht, ganz im Gegenteil.
In vier Abschnitten (von 2006 bis 2002) wird rückwirkend die tragische Geschichte von Frankie Wilberforce, einem beruflich erfolgreichen, jedoch privat sehr einsamen Mittdreißiger erzählt. Der Roman spielt nicht in Frankreich sondern in Nordengland und London. Obwohl man schon im ersten Teil des Buches weiß, was in den anderen Teilen passieren wird, kann man kaum erwarten zu erfahren, wie und warum die Ereignisse geschehen sind.
Das Buch lässt sich sehr leicht lesen und auch wenn man, wie ich, kein großer Weintrinker bzw. -kenner ist, kann man dank der hervorragenden Beschreibungen des Autors gut nachempfinden, was Wilberforce an Bordeaux-Weinen so sehr fasziniert. Die Ich-Form macht es einem besonders leicht, mit Wilberforce mitzufühlen. Gerne hätte ich jedoch noch mehr über die Beziehung zwischen Wilberforce und seines Mentors Francis Black erfahren.
Trotzdem ist dieser Roman für mich bisher das Highlight des Sommers!