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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
102 von 125 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Hintergrund beachten!,
Rezension bezieht sich auf: Borat (DVD)
Wer sich an den Film Borat heranwagt, sollte zuerst ein wenig die Hintergründe des Komikers Sacha Baron Cohen kennen. Ein bisschen im Internet surfen bringt ans Licht, dass der Komiker, welcher als Borat einen judenhassenden Steinzeitler spielt, selbst praktizierender Jude ist. Ausserdem setzt er sich selbst für Gleichberechtigung und gegen rassistische Diskriminierung ein.Was bezweckt er also mit seinem Film? Er möchte darauf aufmerksam machen, was gewisse Leute über Juden, Gleichberechtigung und Homosexuelle denken. Das es tatsächlich Leute gibt, die in Cohens FIKTIVEM Kasachstan leben! Dies sollte sich ein jeder bewusst sein, der hier darüber wettert, dass man sich über Juden, Frauen, etc... lustig macht. Es ist nämlich genau das Gegenteil der Fall!! Hier werden genau diejenigen durch den Kakao gezogen (und nicht zu knapp!!), die diskriminieren. Der unausstehliche Borat zeigt uns, dass es tatsächlich Leute gibt, die wie er denken! Das ist einerseits tragisch, andererseits ist es so überspitzt, dass man wunderbar darüber lachen kann. Ich selber bin im Kino immer hin- und her gependelt zwischen Lachkrampf und "nein, das macht er jetzt nicht wirklich?!?". Alles in allem ist Cohens Humor (und die von ihm dargestellten Figuren) sehr intelligent und tiefgründig, eben WEIL er mit Figuren, die das eben nicht sind, solche Aussagen und Situationen provoziert, wie sie in Borat zu sehen sind. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
18 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein (schwer zu ertragendes) Meisterwerk,
Von
Rezension bezieht sich auf: Borat (DVD)
Wer diesen Film bis zum Schluß anschauen will, der braucht eine gewaltige Portion Toleranz, Distanz und eine Begeisterung für andersartige Filme. Dies sind keine hohlen Worte, denn viele schalten bereits nach fünf Minuten aus. Wer es jedoch bis zum Ende schafft, der könnte in "Borat" seinen neuen satirischen Kultfilm finden.Die Handlung im Überblick: Borat Sagdiyev ist ein kasachischer Fernsehreporter, der von seinem Innenministerium beauftragt wird in die USA zu reisen, um Anregungen zu bekommen, was man vielleicht im eigenen Lande besser machen könnte. Doch kaum ist Borat mit seinem Produzenten Azamat Bagatov und seinem Huhn (!) in Amerika angekommen, verliebt er sich beim "Baywatch" schauen im Hotel auch schon in Pamela Anderson - und die Katastrophe nimmt ihren Lauf. Okay, soweit - so gut, ich möchte ihnen nun beschreiben, was passieren wird, wenn sie diese DVD in ihren Player legen: Zunächst einmal werden sie denken, dass Film und Musik im russisch anmutenden DVD-Menü heftig leiern, bis sie feststellen, dass dies offenbar gewollt ist. Auf der Suche nach der Sprache "Deutsch" stolpern sie über die seltene Sprachalternative "Hebräisch". Wählen sie diese Option jedoch an, werden sie ihr blaues Wunder erleben. Die erste Szene zeigt Borat dann in seinem Dorf vor der Abreise. Wir lernen sein bescheidenes Zuhause, seinen angeblich diebischen Nachbarn und seine Schwester kennen, die er als eine der besten Nutten von Kasachstan vorstellt. Und so geht das im ganzen Film weiter: Kaum eine Szene, wo nicht der gute Geschmack eines normalen Mitteleuropäers verletzt würde. Dabei zieht man wirklich ALLE Register. Mal verrichtet Borat sein Geschäft in einer New Yorker Grünanlage, mal brüskiert er mit seinem Sexismus eine Frauengruppe. Spätestens bei der Nacktverfolgungsjagd im Hotel düften einige Zuschauer endgültig den DVD-Player ausschalten. Im einzelnen mögen viele Szene irrsinnig und geschmacklos sein. Wenn man sich jedoch wirklich auf das Gesamtwerk "Borat" einlässt, dann begegnet man aus meiner Sicht einem satirischen Meisterwerk, das die Lachmuskeln reichlich strapaziert. Aber nicht nur der Film selber ist spektakulär anders, sondern auch die äußeren Umstände: Die Crew wurde während der Aufnahmen mehrfach von der Polizei und dem FBI beschattet und auch verhaftet. Das im Film dargestellte, rumänische (!) Dorf hat die Produktionsfirme in Millonenhöhe verklagt und Kasachstan beschwerte sich offiziell über die Darstellung des Landes. In Deutschland wurde eine Strafanzeige wegen Volksverhetzung eingereicht, nur um mal ein paar Fakten zu nennen. Meine Meinung: Es wäre sinnvoll gewesen, wenn die Produzenten statt dem real existierenden Kasachstan ein imaginäres Land für ihre Satire gewählt hätten. Auch der im Film dargestellte Antisemitismus kommt für mich eher unangenehm rüber, allein deshalb grad noch tolerierbar, weil der Hauptdarsteller, Sacha Baron Cohe, selber praktizierender Jude ist. Für alle Zuschauer mit ganz viel Toleranz bleibt am Ende eine Gesellschafts-Satire, die erfrischend anders ist, als das übliche Einerlei. Deshalb gebe ich widerwillig 5 Sterne. Zustimmung nicht notwendig, wie Borat sagen würde. ;-) Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
75 von 109 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Intelligenter Humor für den ders verstehen kann.,
Von
Rezension bezieht sich auf: Borat (DVD)
Borat ist - wie so ziemlich alle Charaktere von Cohen - provokant gestaltet und überspitzt dargestellt. Wer das kennt und weiss, wird über Borat mehr als nur herzlich lachen können.Gekonnt spielt Cohen hier einen Kasachen - ein Bürger eines Landes, von dem jeder spricht, was aber kaum einer auf einer Landkarte ausfindig machen könnte; ein Punkt, warum Cohen dieses Land ausgesucht hat! - welcher auserkoren wurde, die USA zu erkunden und entsprechend Bericht zu erstatten. Dieser Hintergrund bietet eine große Vielfalt an möglichen Peinlichkeiten, welche jedoch allesamt auf die USA und deren Bürger bzw. das entsprechende Image abzielen. Untermauert wird dies dadurch, dass der Großteil der Gags authentisch - sprich: nicht gestellt - ist! Man erkennt also deutlich, wie manche US-Bürger über Homosexualität denken, was der kleine Mann um die Ecke für Meinungen über Frauen hat, was College-Absolventen wirklich bewegt oder wie angeblich weltoffene Bürger auf fremde Kulturen reagieren (wobei man sagen muss, dass natürlich nicht jeder US-Bürger so ist wie hier bezeugt wird, aber zB die Rodeo-Szene zeigt deutliche Tendenzen). Unterm Strich also Satire pur für den offenen Zuschauer und ein Fest für die Lachmuskeln. Wer allerdings Probleme damit hat, sich Realsatire anzusehen bzw. sich nicht mit der (zum Teil heftigen) Wahrheitsdarstellung auseinandersetzen möchte, sollte einen großen Bogen um diesen (auch von kasachischen Prominenten und Politikern!) preisgekrönten Film machen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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