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Boomerang: Europas harte Landung [Gebundene Ausgabe]

Michael Lewis , Jürgen Neubauer
3.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

14. November 2011
Wie wurde aus Island, einer Nation von Fischern, eine einzige Investmentbank? Wie konnten griechische Mönche ihr Land in den finanziellen Ruin treiben? Wie gelang es den Iren, sich ihr Land gegenseitig zu verkaufen, bis eine enorme Schuldenblase entstand - und platzte?

Das neue Buch des internationalen Bestseller-Autors Michael Lewis ("The Big Short") ist eine Reise durch die Welt im Finanzchaos. Lewis deckt auf, wie leicht verfügbares Geld, aberwitzige Tricks und ein erschütternder Mangel an Kontrolle die europäischen Finanzen an den Rand des Abgrunds trieben - und warum Deutschland als Zahlmeister Europas hilflos am Nasenring durch die Geldarena gezogen wird.


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Boomerang: Europas harte Landung + The Big Short: Wie eine Handvoll Trader die Welt verzockte + Wall Street Poker
Preis für alle drei: EUR 49,93

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Produktinformation


Produktbeschreibungen

Pressestimmen

23.10.2011 / Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung: Banker haben ein Legitimationsproblem "Michael Lewis ist der Autor der Stunde."

10.11.2011 / Die Zeit: Sie nahmen sich, was möglich war "Hier kommt Michael Lewis,ökonomischer Kriegsberichterstatter ... Über den Wahnsinn im Umgang mit Hypotheken, der 2008 zur großen Finanzkrise führte, schrieb er das beste, das unterhaltsamste Buch. Heute reist der ökonomische Kriegsreporter nach Europa."

11.11.2011 / Handelsblatt: Die dunkle Seite Europas "Lewis macht sprachlos. Beispiel um Beispiel zeigt er, wie Länder für ihren kurzfristigen Nutzen die Zukunft verpfänden. Am Ende fragt sich der Leser, ob die menschliche Natur für ein Projekt wie die Europäische Union überhaupt geeignet ist. Mehr kann ein Autor nicht leisten."

11.11.2011 / Der Tagesspiegel: Lieblingsbuch "Brillante Reportagen über menschlichen Größenwahn und menschliches Versagen."

20.11.2011 / Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung: Mit den besten Empfehlungen "Es ist nicht nur so, dass man nach dieser Lektüre die Krise besser versteht. Man versteht auch, warum man so vieles daran nicht versteht."

28.11.2011 / Der Spiegel: Landkarte des Irrsinns "Lewis ist der Romancier unter den Wirtschaftsjournalisten ... Er gibt den anonymen Mächten unserer Zeit, den Märkten und Verwaltungen, Gesichter, er erzählt von ihren Entscheidungen, ihren Anmaßungen, ihrer Dummheit, Kurzsichtigkeit, Gier."

01.12.2011 / Manager Magazin: Europas Selbstbetrug "Just zum bisherigen Höhepunkt der Euro-Krise veröffentlicht der amerikanische BestsellerautorMichael Lewis ('The Big Short') einen spannenden Insiderreport über Entstehung und Auswirkungen der finanzielien Mailaise auf dem Alten Kontinent. Kein; Schnellschuss, sondern ein sorgfältig recherchiertes Buch ... Es steht in bester Tradition eines Bruce Chatwin oder Paul Theroux - eine Reise durch die geheimnisvolle Finanzwelt, die am Schluss entzaubert ist ... Lewis öffnet uns die Augen."

12.12.2011 / Tages-Anzeiger: Als aus den isländischen Fischern Banker wurden "Lewis' Erkundungstour zeichnet eine Landkarte des Irrsinns, die trotzdem immer wieder zum Schmunzeln verleitet, weil der Autor ein grossartiger Geschichtenerzähler ist."

09.01.2012 / Wirtschaftswoche: Epidemie des Lügens "Wer seit dem Beginn der Finanzkrise ahnte, dass die Welt ein Tollhaus ist, der findet bei Michael Lewis den Beweis. Der amerikanische Wirtschaftsjournalist zeichnet in reportageartigen Kapiteln, die zugleich scharf gestochene Länderporträts sind, das Schicksal ganzer Gesellschaften nach, die sich dem Wahn des billigen Geldes hingaben."

16.01.2012 / Profil: Mönche, Fischer, Manager "Einmal mehr stellt Michael Lewis sein einmaliges Talent unter Beweis, die komplizierte Finanzwelt anhand einfach erzählter Reportagen dem Leser näherzubringen."

Über den Autor

Michael Lewis, Jahrgang 1960, ist Wirtschaftsjournalist und erfolgreicher Autor zahlreicher Sachbücher. Er hat Abschlüsse von der Princeton University und der London School of Economics. Seine Erfahrungen als Investmentbanker verarbeitete er 1989 in seinem ersten Buch »Liar’s Poker«, das sofort auf Platz 1 der Sachbuchbestsellerliste schoss. Zahlreiche weitere Bestseller folgten. Auch sein letztes Buch, »The Big Short«, stand monatelang auf Platz 1 der Bestsellerliste der New York Times. Es erschien 2010 auf Deutsch im Campus Verlag.

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Kundenrezensionen

3.3 von 5 Sternen
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
61 von 69 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Mr. Lewis trägt beim Schlammcatchen keine Badekappe 14. November 2011
Von Dr. R. Manthey #1 HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Während die früheren Bücher dieses Autors wirklich erhellend waren, kommen die Leser dieses Werkes hier kaum noch in den Genuss solcher Momente. Zwar enthält der Text eine Reihe von treffenden Beschreibungen, doch leider sind sie mit langweiligen Reflexionen des Autors, ermüdenden Darlegungen seiner Erlebnisse und manchmal schwer erträglichen und arrogant vorgetragenen Klischees verbunden, die das Ganze dann zu einem ziemlich mittelmäßigen Buch machen.

Während Lewis in seinem vorangegangenen Buch noch eindrucksvoll die kriminellen Mechanismen aufdeckte, die die Welt ausgehend von den USA in die letzte Finanzkrise stürzten, versucht er nun zu erklären, warum vor allem Europa vor der Pleite steht. Einer seiner Gesprächspartner, die er für sein Vorgängerbuch interviewte, brachte ihn auf diese nicht sehr rosige europäische Zukunftsperspektive.

Also packte Mr. Lewis seine Koffer und begann Europa zu bereisen. Er sprach mit hochrangigen Politikern und Bankern und versuchte offenbar zu verstehen, wieso die von ihm besuchten Länder Europas in solche Schwierigkeiten geraten waren. Herausgekommen sind dabei einige Gedanken, die die lokalen Ursachen der drohenden Gefahr recht gut beschreiben. Doch sie gehen einher mit einer flachen Analyse und gelegentlich auch mit abwertenden Einschätzungen von Zuständen und Haltungen, die Lewis auf seinen Reisen antraf.

Das erste Kapitel ist Island gewidmet. Auf dieser Insel fühlte sich Mr. Lewis wie auf dem Mond, rein landschaftsästhetisch gesehen. Die Isländer wiederum haben nach Lewis Empfindung außer vom Fischfang und Ackerbau von nichts so richtig Ahnung, sind aber kürzlich dem finanziellen Größenwahn verfallen und müssen dafür nun bezahlen. Wie bei allen Klischees steckt immer ein Körnchen Wahrheit in diesen Aussagen. Doch solche wenig tiefgründigen Darstellungen bringen nicht wirklich Licht in die Prozesse, die Island in den Ruin gestürzt haben.

Als Nächstes ist Griechenland an der Reihe. Auch hier findet der Leser einige Wahrheiten, insbesondere über das völlig korrupte, maßlose und künstlich aufgeblasene griechische Staatswesen. Auch die bösartige Rolle der US-Großbank Goldman Sachs beim Fälschen griechischer Daten kommt zur Sprache. (Deren Vizepräsident war damals übrigens der jetzige EZB-Chef.) Doch auch diesem Kapitel fehlt die tiefschürfende Analyse.

Im folgenden Kapitel reist der Autor nach Irland, um sich dort über die Immobilienblase und das anschließende Desaster zu informieren. Obwohl er auch hier einige der Irland ins wirtschaftliche Abseits drängenden Mechanismen durchaus richtig kommentiert, dominieren eher die subjektiven Wahrnehmungen des Autors. Das Ganze liest sich wie der Reisebericht eines Wirtschaftsjournalisten, der nur die Oberfläche beschreibt und sich dann in vagen Andeutungen verliert, wenn es um tiefere Schichten geht. Ähnlich wie in den beiden vorangegangenen Kapiteln muss der Leser den Eindruck gewinnen, dass die wirtschaftlichen Katastrophen in den einzelnen Ländern mehr durch die jeweilige kulturelle Mentalität als durch fehlgeleitete wirtschaftliche Prozesse erzeugt wurden. Die globalen Ursachen dieser Fehlleitungen bleiben im ganzen Buch völlig im Dunkeln.

Zu besonderer Peinlichkeit läuft Mr. Lewis im folgenden Kapitel auf, das sich mit Deutschland befasst. Aus welchen Gründen auch immer lässt er sich darüber aus, dass die Deutschen angeblichen einen nicht zu bremsenden inneren Drang zur Fäkaliensprache hätten. Wie unsere Volksseele so tickt, würde man auch beim Weiberschlammcatchen in Hamburg beobachten können, wo die Besucher angeblich Badekappen tragen würden, um sauber zu bleiben. Vielleicht sollte Mr. Lewis mal bei sich zu Hause nachsehen, wo diese entzückende Beschäftigung wohl erfunden wurde. Übrigens widmet sich der Autor im letzten Kapitel dem wirtschaftlichen Niedergang Kaliforniens. Was das in diesem Buch über Europas Probleme zu suchen hat, bleibt ein weiteres Rätsel. Ach ja, am Ende dieses Kapitels fällt dem Autor dann auf, dass es in Hamburg schon lange kein Schlammcatchen mehr zu besichtigen gibt.

Dennoch: Den Schmutz genießen und selbst sauber bleiben, das würde auch ungefähr die Rolle der Deutschen in der Eurokrise treffend beschreiben, meint Lewis. Woher er diese aberwitzige Einschätzung nimmt, ist mir völlig unverständlich. Lewis lässt sich dann darüber aus, dass wir Deutsche naiv regelgläubig wären. In diesem Zusammenhang erwähnt er die leider unbestreitbare Tatsache, dass insbesondere die staatlichen Landesbanken treuherzig jeden betrügerischen Schrott aus den USA kauften und anschließend vom Steuerzahler gerettet werden mussten.

Die südeuropäischen Staaten würden nun wieder unter die deutsche Fuchtel kommen und müssten Regeln einhalten, was ihrer Mentalität widersprechen und alte Wunden aufbrechen lassen würde. In gewisser Weise hat der gute Mr. Lewis mit seinen Hinweisen auf die verschiedenen Mentalitäten in Europa durchaus auch Recht. Aber das ist nicht der Kern des Problems. Es stimmt auch, dass man mit dem Euro der europäischen Idee großen Schaden zugefügt hat. Doch leider stellt Lewis diese Ausführungen nicht in die richtigen ökonomischen Zusammenhänge.

Lewis übersieht, dass Deutschland gegenwärtig dabei ist, einen Teil des von seinen Bürgern erarbeiteten Wohlstands in den Süden Europas zu transferieren. Er bemerkt zwar, dass mit dem Euro die wirtschaftliche Schwächung Deutschlands beabsichtigt wurde, glaubt aber aus unerfindlichen Gründen, dass gerade das Gegenteil passiert. Doch Deutschland verliert nicht nur einen erheblichen Teil des Vermögens seiner Bürger, die das größtenteils noch nicht einmal wirklich realisiert haben, sondern auch seine Kernmärkte, wenn die südeuropäischen Euro-Staaten unter ihrer Schuldenlast zusammenbrechen. Wo wir hier den Schmutz genießen und selber angeblich sauber bleiben wollen, ist völlig schleierhaft.

Fazit.
Leider erweist sich diese Lektüre als eine Enttäuschung. Obwohl der Autor an vielen Stellen durchaus die Wahrheit schreibt, sind seine Ausführungen mit fragwürdigen Kommentaren durchsetzt, die gelegentlich die Grenze zur Peinlichkeit überschreiten. Die tieferen Ursachen für die europäischen Probleme werden nur am Rande gestreift, globalere Hintergründe völlig ausgeblendet. Stattdessen schiebt Lewis Mentalitätsunterschiede in den Vordergrund. Doch die gab es schon immer. Erst im Komplex mit den ökonomischen Ursachen dieser Krise erlangten sie die Bedeutung, die ihnen Lewis zuschreibt. Alles in allem bleibt ein sehr zwiespältiger Eindruck eines Buches, das man nicht unbedingt gelesen haben muss, wenn man verstehen will, was in Europa gerade schiefläuft.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen recht flach im Vergleich zu seinen anderen Werken 13. Dezember 2011
Von Martin
Format:Gebundene Ausgabe
Ich kann mich der Rezension des Doktors weiter unten nur anschließen. Wer die anderen Bücher von Lewis kennt, insbesondere the big Short, das wirklich brillant war, findet das Buch bestimmt eher flach. Gewiss, einige richtige und interessante Schlußfolgerungen, aber man hat doch immer wieder den Eindruck, hier reist ein Amerikaner zum ersten Mal in die Welt und staunt. Ich kann mich des Eindrucks nicht entwehren, daß nach dem letzten Buch der Erfolgsdruck hoch war und dieses Buch nur geschrieben wurde, um noch ein Buch zu schreiben. Dazu passt auch, daß das letzte Kapitel von Kalifornien handelt, wo doch Europa das Thema ist. Offenbar waren noch nicht genug Seiten zusammen gekommen...
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28 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Falk Müller TOP 100 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
"Europas harte Landung" heisst es im Buchtitel. Der amerikanische Autor will zeigen, dass die derzeitige Eurokrise nicht nur durch gierige Banker und überforderte Politiker verursacht wurde, sondern sie vor allem darauf beruht, dass Nationen mit völlig unterschiedlicher Mentalität in einen gemeinsamen Währungsverband gezwungen wurden.Um diese unterschiedlichen Mentalitäten kennen zu lernen, bereiste er halb Europa, sprach mit Ministern, Bankmanagern und Steuerbeamten und legt seine Ergebnisse in diesem interessanten Buch vor.

Ein Beipiel ist Griechenland, dem Ausgangspunkt der Krise. Hier zeigt er, dass die dortigen Probleme zu einem Großteil der griechischen Mentalität geschuldet sind, vom Staat viel zu erwarten, aber ihn nach Möglichkeit die dazu notwendigen Steuern vorzuenthalten. So zahlen etwa zwei Drittel der griechischen Ärzte keine Steuer, weil sie unter der Grenze von 12 000 Euro bleiben, obwohl manche von ihnen Millionen verdienen. Natürlich gibt es ein Gesetz, das Steuerbetrug ab 150 000 Euro mit Gefängnisstrafen belegt - allein es wird nicht angewendet. Warum, erzählt ein griechischer Beamter ganz unverblümt: weil dann fast alle griechischen Ärzte im Gefängnis säßen, und die Gesundheitsversorgung zusammenbräche.

Der Autor beschäftigt sich auch mit Deutschland. Und hier drückt er seine Bewunderung für die sparsamen, effizienten Deutschen aus. Während andere Länder die niedrigen Zinsen durch den Euro zu schuldenfinanzierten Ausgabenorgien genutzt haben, wurde in Deutschland gespart und die Wettbewerbsfähigkeit erhöht. Griechenland müsste so produktiv werden wie Deutschland, meint der Autor und weiss natürlich selbst, dass das nicht passieren wird.

Die Schlüsse, der er daraus zieht, sind aber etwas fragwürdig. So schlägt er vor, dass Deutschland im eigenen Interesse jedes Opfer bringen soll, umd ein Scheitern des Euros zu verhindern. Und hier zeigt sich eine Schwäche des Buches. So erfrischend sein Aussenblick als Amerikaner auf die europäische Krise ist - hier merkt man, dass er nie in Deutschland gelebt hat - denn dann wüsste er, dass auch die Deutschen ohne Euro jahrzehntelang gut gelebt haben.
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