Der schwarze Mann geht wieder um. Was Anfang der Achtziger mit Ulli Lommels wohl bekanntestem Film noch einigermaßen funktionierte, drehte im Jahr 2005 so manch einem blutgeilen Horror-Nerd den Magen um. Das lieblos inszenierte Remake wurde seinerzeit allem Anschein nach für den DVD-Wühltisch produziert. Und Hand aufs "rotten heart": wer bitteschön hatte mit "The Boogeyman 2" (aus dem Jahre 2007) seinen Spaß? Wohl die wenigsten.
Umso überraschender, dass für den weltweiten Heimkinomarkt ein dritter Teil eingekurbelt wurde. Wie das Ding aussieht? Na ja, für einen Film, der der Kategorie "Slasher" zugeordnet wird und dessen DVD-Cover ein fetter Uncut-Schriftzug ziert, wohl eher recht unblutig und obendrein auch ziemlich Dialog-lastig.
Gore ist ganz bestimmt nicht alles, aber wenn man schon eine ganz bestimmte Zielgruppe ansprechen will, so sollte man diese doch zumindest nicht mit dem bornierten Gequatsche einiger Nachwuchsschauspieler zu Tode langweilen.
Im Grunde genommen ist "The Boogeyman 3" nicht mehr als eine Kopie des ersten Teils. Die ungemein vorhersehbare Handlung wurde jedoch dieses Mal auf einen - Surprise, Surprise - Campus verlegt. Sarah (hübsch: Erin Cahill, u.a. diverse TV-Serien wie "Crossing Jordan", "Without A Trace", "How I Met Your Mother", "CSI: Miami" etc.), eine der College-Studentinnen, muss den angeblichen Selbstmord ihrer besten Freundin mit anschauen.
Was folgt, ist offensichtlich und in etwa so bekömmlich wie ein gammeliger Hamburger: Um Sarah herum geschehen schreckliche Dinge. Kein Mensch nimmt ihr ab, dass auf dem ach so bedrohlichen Campus eine Schreckensgestalt ihr Unwesen treibt. Die Teenager blubbern sich stattdessen gegenseitig voll und derjenige, der nicht zuhört oder eben gelangweilt davon latscht, wird - mal mehr, mal weniger - fantasievoll um die Ecke gebracht. Bild und Ton der deutschen DVD sind in Ordnung; die Todesarten an sich wurden von Regisseur Gary Jones so zurecht gestutzt, dass sie überwiegend im "off" stattfinden.
Einer TV-Auswertung steht demnach nichts mehr im Wege und in der Not frisst der Teufel (sprich die GEZ) ja bekanntlich Fliegen...