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Bonsai: Roman [Gebundene Ausgabe]

Chuck Palahniuk , Werner Schmitz
3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

24. August 2009
»Palahniuk hat mit seinem Erzählton einen Nerv getroffen, der begeistert.« Der Spiegel

Agent Nr. 67 ist ein jugendlicher Schläfer, in allen tödlichen Spielarten des Nahkampfs ausgebildet. Als Austauschschüler getarnt reist er aus einem totalitären Regime in die USA ein, um das verderbte westliche System von innen heraus mit einem vernichtenden Schlag zu treffen. Schon bei der Ankunft in seiner Gastfamilie hat er nichts als glühende Verachtung für diese Menschen übrig, die sich in ihrem Überfluss suhlen. Vor allem mit seinem Gastbruder, der dem schmächtigen Neuankömmling umgehend den Spitznamen »Bonsai« verpasst, verbindet Agent Nr. 67 spontaner und inniger Hass. Dieser »Schweinehundbruder«, so nennt er ihn, verkörpert alles, was in den Augen der indoktrinierten kleinen Killermaschine den dekadent-verkommenen Westen ausmacht. Doch mit der Zeit wird Bonsai merken, dass es nicht immer leicht ist, zu seinen Überzeugungen zu stehen. Denn »Schweinehundbruder« hat auch eine Schwester …

Und so gestaltet sich das Erwachen des Schläfers Nr. 67 schließlich ganz anders, als sich seine Ausbilder das vorgestellt haben.


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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 256 Seiten
  • Verlag: Manhattan (24. August 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442546648
  • ISBN-13: 978-3442546640
  • Originaltitel: Pygmy
  • Größe und/oder Gewicht: 20,6 x 13,6 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 408.981 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

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Dass dieser Roman kein gewöhnlicher ist, erschließt sich schon beim Motto: Es stammt von Adolf Hitler. Doch dieses Tabu ist bei weitem nicht das einzige, an dem Fight Club-Kultautor Chuck Palahniuk rührt. Das Thema als solches (13-jähriger Junge aus einem nicht näher genannten Land kommt als Austauschschüler in die USA, um sich in einer typisch amerikanischen Gastfamilie als „Schläfer“ einzunisten und später terroristisch tätig zu werden) birgt schon einiges Aufregungspotenzial, und in der Ausführung ist der Autor dann auch nicht gerade zimperlich: Das Buch trieft von Blut und Sperma; Obszönitäten (von der Dildo-Party der Gastmutter bis zur Anal-Vergewaltigung eines Jungen im Kaufhausklo) werden ebenso wenig ausgelassen wie heftige Gewaltszenen.

Doch die eigentliche Provokation ist die Sprache: Palahniuk lässt seinen 13-jährigen Ich-Erzähler (der sich selbst nur „Agent Ich“ nennt) ein groteskes Kauderwelsch sprechen, das zum einen rührend-komische Elemente eines Fremdsprachenanfängers enthält, zum anderen aber auch von einer entlarvenden Direktheit den beschriebenen Menschen, Dingen und Zuständen gegenüber ist. Das ist – das sollte man wissen, bevor man dieses Buch kauft – ziemlich gewöhnungsbedürftig und nicht leicht zu lesen, wie eine Light-Version von Finnegans Wake etwa. Aber wer sich hinein- und hindurchbeißt, wird fürstlich belohnt: Das Buch sprüht auf jeder Seite, in jeder Zeile, in fast jeder (übrigens kongenial übersetzten) Wortneuschöpfung von einer solchen Komik, dass man es kaum fassen mag.

Keine leichte Kost also, sprachlich nicht und inhaltlich nicht, und doch ein pures Vergnügen. Palahniuk ist es gelungen, eine (im wahrsten Sinne des Wortes: vernichtende) Kritik an der Verderbtheit, Dekadenz und Falschheit des amerikanischen Gesellschaftssystems und insbesondere der amerikanischen Familie in eine einzigartige experimentelle Form zu gießen. Dieses Buch ist Sprengstoff, und es ist große Literatur. -- Christoph Nettersheim

Pressestimmen

„Palahniuk hat einen großen Teil der amerikanischen Gegenwartsliteraten rechts überholt, als die brav im Stau vor einer Ampelanlage standen, die er mit quietschenden Reifen bei Rot überquerte. Er hat nichts mit der kultivierten Schläfrigkeit eines Richard Ford gemein, aber viel mit der explosiven Anarchie eines David Foster Wallace oder George Saunders. Palahniuk ist ein radikaler Erzähler, seine Zeilen haben Speed, seine Bilder beschleunigen sich zu radikalen Kamerafahrten.“ (Die Zeit )

„Ein lobenswert unbarmherziger Autor, der Inhalt wie Form nicht nur beherrscht, sondern jedes Mal neu für sich selbst erschafft.“ (Berliner Literaturkritik )

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
51 von 53 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Christian Mayr TOP 1000 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
Imitationsversuchung von das Sprachstil des Gesamtromans. Mich leidet nicht an Sprachstörung, stattdessen Palahniuk geschrieben hat Roman aus Sichtweisung von 13-jährigem Schläfer ("Agent Ich") aus Terrorzelle in verrücktest Kleinfamilie in USA für Durchführung "Operation Chaos". Ganzes Buch in Schreibung Kauderwelsch mit Wortneufindungs und Grammatikwahnsinn, lesen sich auf Erstseiten schwerwiegend ungewöhnlich, Jelinek mit Antigrammatik dagegen ganzharmlos. Gewohnungsbedurft sehr hoch, nach einigen Seiten Vollgewöhnung an Schreibstil und groß Ehrfurcht vor Übersetzungsmacher für groß Durchhaltevermögen, ganze Roman schreiben in Stil wie diesem. Mit Einnehmung der Vollgewohnung dann Buch erweisen sich Typisierung Palahniuk: bizarr, witzig, krasse Wendungen, Spannung, abstruse Zitate von Mao bis Hitler und Brutaldings mit Beschreibung von Hirnmatsch und Blut und Amok und Drogen und Geschlechtsweiblichung. Urkomische Kritik an Westkultur von Zivilisationsgewohnheiten aus scheinbare Sicht von minderjährigem Spionageagenten aus nicht Genanntland, irgendwo und irgendwie zwischen Rückschrittlichkeit und Kindphilosophie voll von Naivismus. Wenn Sie Aushaltung von Schreibstil dieses Rezension, Durchblätterung von Erstseiten des Romans empfehlungswert, weil voll Unkonventionalität. Bitte erst Bewertung von dies Rezension nach Blätterung, dann Sie Sichtweisung der ur-bizarren Grammatik und Wortkakophonie. Blindes Kaufung nicht Empfehlungswert. Und wenn Sie denken, dass Gehirn von diesem Rezensenten gestört weil Schreibung solch Kritik, dann unermesslich Unterschätzung von Chuck. Er übertreffen all Dagewesung. Extremunterhaltung auf Ungewöhnungsniveau. Absurd. Witzig. Und Bösungbitter!
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Exotischer geht es nicht mehr! 23. September 2009
Format:Gebundene Ausgabe
Mann schreibe ein Buch in einer Fremdsprache, nehme ein Übersetzungsprogramm aus C64-Zeiten, stelle die Übersetzungsoptionen auf "Quick'n'Dirty" und "Gramatik: Off" und man nähert sich dem Sprachstil von "Bonsai" an. Gepart mit dem aus meiner Sicht eh "Über"-Autoren Palahniuk muss dieses Buch einfach einschlagen wie eine Bombe.

Mich fasziniert an Palahniuk, dass er sich mit jedem Buch neu erfindet. Derart wechselnde Stilelemente, wie in Palahniuks Büchern findet man bei kaum einen anderen Autoren. Doch mit diesem Roman leistet sich der Autor einen Geniestreich, wirft alle Regeln über Bord und provoziert nicht nur durch den anstössigen Inhalt, sondern direkt und unverholen durch einen kaum zumutbaren Erzählstil. Da hat wohl jemand beim Redigieren die Syntax herausgefiltert...

Für mich stellt "Bonsai" die Krone seines bisherigen Schaffens dar. Allerdings setzt dieses Buch mehr als alle anderen Romane voraus, dass man sich mit den vorherigen Romane bereits auseinander gesetzt hat und diese natürlich zu schätzen weiss.

Meinem Vor-Rezensenten kann ich nur beipflichten: Nicht blind kaufen - reinlesen!

Wer auf Palahniuks bitterböse, zynische, rohe, abartige Erzählrichtung steht und offen für experimentelle Literatur ist, wird meine 5 Sterne nachvollziehen können.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kulturcrash 4. September 2009
Von Schnickel
Format:Gebundene Ausgabe
Was passiert wenn ein auf Perfektion und Hass auf Amerika gedrillter Spion im Rahmen eines Schülerauschtauschprogramms in die USA reist um dort einen Anschlag zu verüben.
Neben dieser der Vorbereitung des Anschlags durch Agent 67 und seine Genossen steht vor allem das Aufeinandertreffen der beiden Kulturen im Vordergrund. Auf der einen Seite die Agenten die bereits seit dem Kleinkindalter einer Gehirnwäsche unterzogen worden sind und nur ein Ziel kennen - Die USA zu vernichten, auf der anderen Seite die typische kapitalistische egozentrische amerikanische Gastfamilie, die wirklich jedes Klischee erfüllen - vom Besuch einer Christenkirche jede Woche über Dildo-Parties bis zum unter Drogen setzten der Eltern.
Der kleine Bonsai schafft es trotz anfänglicher Vorurteile (auf beiden Seiten) sich unfreiwillig zu einem beliebten Schüler zu mausern.

Dieses Buch ist typisch Palahniuk mit vielen Seitenhieben auf die amerikanische Gesellschaft und absolut zu empfehlen. Dennoch muss ich einen Punkt abziehen dieses gebrochen Deutsch in dem der gesamte Roman geschrieben ist Anfangs extrem nervend und ausch wenn man sich daran "gewöhnt" hat stört es doch den Lesefluss.
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Die neuesten Kundenrezensionen
2.0 von 5 Sternen Nicht mein Fall
Bis jetzt gefielen die Bücher von CP eigentlich ausnahmslos.
Doch hier ist sie, die ausnahme.
Wer CP liest, mag es gerne etwas konfus + fäkal. Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von Rene Gaspard veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen sehr gut
Ein recht lustiges und amüsantes Buch für alle Leser die gerne auch mal ausf'gefallenes lesen möchten.
Kleine Geschichten sind mit dabei. Lesen Sie weiter...
Vor 6 Monaten von Sabine veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Gute Geschichte - schwierig zu lesen
Die Geschichte ist alles in allem sehr gut erzaehlt - dennoch kann ich keine 5Sterne geben da es sehr schwierig ist zu lesen da der Hauptdarsteller kein fliesendes Englisch bzw. Lesen Sie weiter...
Vor 12 Monaten von katechu veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Das beste seit Langem
Ein kurzer Eindruck: Was am Anfang aufgrund des gewöhnungsbedürftigen Ausdrucks ein wenig abschreckt entwickelt sich zum besten Palahniuk seit "Der Simulant", also seit... Lesen Sie weiter...
Vor 14 Monaten von all_american veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Gewöhnungsbedürftig, aber gut
Der kleine "Bonsai" kommt als Austauschschüler in die USA, dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Lesen Sie weiter...
Vor 17 Monaten von MrHankey veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Nur Mut!
Es nervt, aber man gewöhnt sich dran. Und schon nach ein paar Seiten mehr fällt es eigentlich gar nicht mehr auf, dass dieses Buch in scheinbar unlesbarem Kauderwelsch... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 12. Januar 2010 von Klangknecht
1.0 von 5 Sternen ...nach wenigen seiten überlege ich mir, ob ich weiterlesen soll
ich habe heute dieses buch erhalten und sofort darin zu lesen begonnen. jedoch nach wenigen seiten begann ich daran zu zweifeln, ob das wirklich ein guter kauf war. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 3. September 2009 von werner
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