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Bonnie und Clyde - SZ-Cinemathek
 
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Bonnie und Clyde - SZ-Cinemathek

Warren Beatty , Faye Dunaway , Arthur Penn    Freigegeben ab 16 Jahren   DVD
4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 14,47 Kostenlose Lieferung ab EUR 20 (Bücher und Blu-ray-Filme immer versandkostenfrei), auch bei allen Verkäufern, die "Versand durch Amazon" nutzen. Details
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Produktinformation

  • Darsteller: Warren Beatty, Faye Dunaway, Gene Hackman
  • Regisseur(e): Arthur Penn
  • Komponist: Charles Strouse
  • Format: PAL
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 1.0), Englisch (Dolby Digital 1.0)
  • Untertitel: Deutsch, Englisch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
  • Studio: Süddeutsche Zeitung GmbH
  • Erscheinungstermin: 1. Oktober 2005
  • Produktionsjahr: 1998
  • Spieldauer: 107 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B0007S5VXG
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 36.143 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

VideoMarkt

Im provinziellen Amerika der 20er Jahre sorgt ein junges Gangsterpaar für Aufsehen: Clyde Barrow und Bonnie Parker reisen zuerst allein, später mit kleinem Anhang durch das krisengeschüttelte Land und gerieren sich als moderne Robin Hoods. Das bringt ihnen bei der armen weißen Unterschicht eine Menge Sympathien, ruft aber auch Polizei in Bataillonsstärke auf den Plan, zumal sich die Mächtigen in diesen schwierigen Zeiten keine populären Unruhestifter leisten wollen. Verrat aus den eigenen Reihen setzt dem Siegeszug der Underdogs schließlich ein blutiges Ende.

Produktbeschreibungen

Bonnie und Clyde. DVD-Video

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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Freiheit oder Tod 16. Juni 2007
Clyde Barrow (Warren Beatty) kommt im rezessionsgeplagten Amerika der Dreißiger Jahre als armer Schlucker aus dem Gefängnis und trifft die junge heißblütige Bonnie Parker (Faye Dunaway), die ihr einfaches ärmliches Leben entsetzlich anödet. Sie ist fasziniert von dem rebellischen jungen Mann, der einfach mal so einen Laden überfällt, nur um zu sehen, ob er damit durchkommt. Aus dem anfänglichen Spiel wird eine Leidenschaft, beide verlieren sich immer mehr in dem Traum von absoluter Freiheit und der Faszination eines Lebens außerhalb des Gesetzes. Bei einem Banküberfall erschießen sie einen Polizisten und ab da gibt es kein Zurück. Unterstützt durch Clydes Bruder (Gene Hackman) rauben und morden sie sich durchs Land, bis sie in einem Hinterhalt der Polizei selbst ein blutiges Ende finden.

Der Film von Arthur Penn bedeutete Mitte der 60er Jahre einen Tabubruch. Nie zuvor wurde Gewalt so exzessiv gezeigt und der Tod so realistisch dargestellt. Doch die Kritiker verstummten schnell und erkannten, dass "gewalttätige Filme eine unausweichliche Konsequenz gewalttätigen Lebens" seien. Und so bleiben Bonnie und Clyde auch für spätere Generationen von Künstlern und Zuschauern seltsam faszinierend. Dieses Werk, präsentiert in der geschmackvollen Ausgabe der SZ-Cinemathek, ist ein Meilenstein in der Filmgeschichte. Eine packende Geschichte wurde durch großartige schauspielerische Leistungen der beiden Hauptdarsteller zu einem Meisterwerk perfektioniert. Unbedingt zu empfehlen!! (213 Wörter)
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Helga König #1 HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Es gab eine Zeit da kleideten sich junge Frauen wie Bonnie, die Protagonistin des vorliegenden Films. Im Fotoalbum meiner Tante sehe ich, dass diese Filmheldin einst stilbildend war. Der Song " Bonnie und Clyde " ist nicht der Soundtrack zum Film. Ich glaubte es bislang, warum auch immer.
Am Wochenende sah ich mir den 1967 gedrehten Streifen endlich an. Meine Erwartungshaltung war groß, schließlich handelt es sich um einen Kultfilm.
Warren Beaty, den Mann mit dem Silberblick, sah ich erstmals in einer Filmrolle, bislang war er mir nur als einer der größten Schürzenjäger von Hollywood bekannt. Blöd scheint er nicht zu sein, sonst hätte ihn Susan Sontag nicht erhört. Was Frauen an ihm finden, muss sich unter seinen Kleidern erst enthüllen. Im Film konnte ich es nicht erkennen. Fröhlich ist er. Das macht ihn sympathisch.
Die hinreißend schöne Faye Dunaway spielt die weibliche Hauptrolle. Sie dominiert den Film durch ihre erotisch, distanzierte Aura. Beatty (als Clyde) wirkt an ihrer Seite wie ein großer Junge.
Der Film selbst ist im Grunde handlungsarm. Bonnie und Clyde begegnen sich in den Rezessionszeiten der 1920er Jahre im Südwesten Amerikas. Sie werden ein Liebes- und Gangsterpaar, rauben Banken aus, erschießen Menschen, die ihnen im Wege stehen ohne eigentlich kaltblütig zu sein und werden am Ende selbst erschossen. Es fließt viel Blut im Film, aber es wird auch viel gelacht. Eigentlich passt das nicht zusammen. Man ist zunächst irritiert. Das Lachen ist allerdings kein makaberes, sondern vielmehr ein fröhliches, ausgelassenes, aber auch irgendwie Unsicherheit überdeckendes Lachen, das besonders heftig dann zu hören und zu sehen ist, wenn moralisch bedenkliche Situationen gezeigt werden. Am Anfang war ich etwas verwundert, doch dann ist mir die Botschaft klar geworden. Das überzogene Gelache will dem Zuschauer verdeutlichen, " Hallo, keine Panik, das ist bloß ein Film! " Die Brutalität wird verlacht, die Täter als unerwachsen gezeigt.
Clyde ist sogar impotent. Er wächst durch die Liebe zu Bonnie, die ihn zunächst platonisch liebt, ihm sogar Gedichte schreibt und erhebt sich mit ihr im gemeinsamen Sterben in die friedlichere Welt des Todes.
Schöne Bilder von alten Autos und sonnendurchfluteten Landschaften auch surreale Szenen unterschiedlichster Art machen den eigentlichen Reiz des Films aus.
Clydes Sexualwünsche zeigen sich in einem Streichholz, das er permanent in den Mund nimmt und das nach oben zeigt, sobald er mit Bonny flirtet, oder in seiner Waffe, die er fast zärtlich streichelt, wenn er seine Gangsterbraut verunsichert anlacht.
Bonny lässt sich mit Zigarre im Mund und Waffe ablichten, sie posiert vor einem Oldtimer und demonstriert, dass sie sich Clydes phallische Symbole zueigen gemacht hat. Amüsiert spielt sie mit ihnen.
Hüte man sich davor in diesem Film intellektuellen Tiefgang auszuloten. Daraus wird nichts.

5 Sterne für die Schauspielerin Faye Dunaway. Sie ist eine Göttin in diesem Film.

Die Ton- und Bildqualität sind o.k.

Überzeugen Sie sich selbst.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Tabubruch in Hollywood 3. März 2007
Von Helga Kurz TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Was an diesem Film aus den 60-er Jahren auch heute noch fasziniert, ist sein durch und durch rebellischen Geist. Erzählt wird die Geschichte einer Frau und eines Mannes im ländlichen Amerika zur Zeit der Großen Depression. Es sind tragische Jahre: Oberflächlich herrscht tiefe, gelähmte Langeweile, unterschwellig zornige Verzweiflung. Die Farmer verlieren zu Tausenden ihre Farmen an die Banken und damit buchstäblich den Boden unter den Füßen. Bessere Zeiten sind nicht in Sicht. Bonnie und Clyde sind nicht gewillt, ihr Leben in schäbiger Verzweiflung versickern zu sehen. Als sie aufeinander treffen, entsteht sehr schnell hochexplosiver Sprengstoff.

Als Warren Beatty mit diesem Drehbuch zu Arthur Penn kam, zögerte dieser, obwohl ihm die Handlung gut gefiel. Man war in den Sechzigern und der Vietnamkrieg tobte; dennoch pflegte Hollywood nach wie vor den Stil der seligmachenden fünfziger Jahre. Penn wusste, dass er, wenn er diesen Stoff nach seinen Vorstellungen verfilmen würde, etliche Tabubrüche riskieren musste. Man durfte zum Beispiel nicht zeigen, wie jemand eine Pistole abfeuerte und der andere getroffen zu Boden sank. Helden starben grundsätzlich nicht. Unter diesen und anderen Aspekten, zeugt das Ende von Bonnie und Clyde, deren Körper eine Ewigkeit lang von Kugeln durchlöchert und geschüttelt, einen makaberen Todestanz aufführen, von viel Mut. Es war eine Kriegserklärung an Hollywood durch einem Soldaten des Zweiten Weltkriegs, der mehr gesehen hatte, als er jemals sehen wollte. Die Menschen, die trotz des beginnenden Siegeszug des Fernsehens noch sehr häufig ins Kino gingen, nahmen den Film nur sehr zögerlich an. Heute ist dieser Film ein Klassiker - völlig zu Recht. Mit dieser Outlaw-Story wies Penn den kommenden, jungen und "wilden" Regisseuren wie Coppola oder Scorsese die Richtung. Er stand für den Anfang einer Entwicklung, die dazu führte, dass Hollywoods Regisseure Amerika zunehmend schonungslos einen Spiegel der tatsächlichen Verhältnisse im Land vor Augen hielten. Immer wieder erzählte Arthur Penn Geschichten von einem versehrten Land, das seine Konflikte mit Gewalt zu lösen versucht und ihre Folgen nicht ermessen kann. Die Filme des heute Vierundachtzigjährigen sind in gewisser Weise zeitlos.

Wirklich ärgerlich ist, dass sich in der SZ-Cinemathek die Extras im Wesentlichen auf Werbung in eigener Sache beschränken. Da legt man eine Reihe hervorragender Film in ansprechender Aufmachung vor und nutzt das Medium DVD nicht optimal. Vielleicht liegt das daran, dass man die Schallgrenze von 10 Euro pro Film nicht durchbrechen wollte. Filmfans sind jedoch durchaus bereit, etwas tiefer in die Taschen zu greifen, wenn die Extras hervorragend sind. Die Gelegenheit, eine wirklich gute Edition auf den Markt zu bringen, wurde hier leider verspielt. Daher keine 5 Sterne, obwohl dieser Film natürlich ein "5-Sterne-Film" ist.
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