..., welchen man mit einem schön bebilderten Film vor der häuslichen Glotze mit etwas literarisch gewürztem Anspruch und frankophilen bzw. cote-d'Azur-seligen Gefühlen verbringen möchte, ist dieser Film gut geeignet.
Allein der schicke Jaguar XK, den Sagan da fährt, ja, den sieht man gerne mal wieder...schade, dass er der Unfallwagen ist, der aus Sagans Leben eine rechte Qual werden lässt. Ein bisschen läuft diese Biographie nach dem Muster: schaut her, es reicht nicht, eine begnadete junge Schriftstellerin zu sein, die die Tabus ihrer Zeit ein wenig ankratzt, es reicht auch nicht, aus gutem Hause zu kommen und einen bewunderten Roman zu schreiben, all das reicht nicht für ein durch und durch glückliches Leben, wenn man nicht mindestens auch noch aussieht wie eine Traumprinzessin. Und latent weht durch den Film die Aussage, dass nur Frauen, die nicht umwerfend schön sind, sich mit so schwierigen Dingen wie dem Schreiben beschäftigen. So richtig schön ist diese Sagan jedenfalls nicht und war es wohl auch in Wirklichkeit nicht, und so sehen wir hier, wie der richtig schöne Mann, der sich für sie interessiert, am Ende dann doch schwul ist und ihr aus der Verbindung das Kind bleibt....irgendwie habe ich das auch nicht ganz kapiert: warum geht er dann mit ihr ins Bett? ...ist ja auch egal, ist eben Boheme, gell?
Also am Ende ist die Sagan jedenfalls tieftraurig und vereinsamt...tja, Frauen, die schreiben, leben halt gefährlich. Mein Mitgefühl hatte sie, die Schauspielerin ist toll und hat eine wunderbare Ausstrahlung...aber eine Sex-Göttin war die Sagan wohl nicht...naja, was soll Frau unter solchen Umständen schon aus ihrem Leben groß herausholen? Was mich an dem movie "zwischen den Zeilen" gestört hat?...ich kanns irgendwie (noch) nicht benennen...anyway: von mir 4 Punkte.