Natürlich ist es ein Debütalbum und so könnte man meinen die Musik könnte doch noch etwas unausgegoren klingen da sich die Band noch finden muss. Um so mehr beeindruckt dieses Album, da die Jersey Five hier ein nahezu perfektes Debüt abliefern.
Natürlich kann man das Album nicht mit "slippery when wet" oder "New Jersey" vergleichen, muss aber erkennen, dass es qualitätsmäßig schon den Dunstkreis der beiden Welterfolge erreicht. Songs wie "Shot through the Heart", "Come back" oder "Burning for Love" wären auf "Slppery..." oder "NJ" kaum aufgefallen. Die Stimmung des Albums ist ein wenig dunkler; die Inhalte düsterer; Songs wie "Breakout", "Love Lies" oder "Roulette" zeichnen dafür verantwortlich. Der "schwächste" Song, "Get ready", ist als letzter Song gut plaziert worden und fällt somit nicht sehr negativ auf, sondern geht eher als "netter Abschluß" durch.
Groß und nahezu allmächtig tront natürlich "Runaway" über allem. Der Song der Bon Jovi überhaupt erst möglich machte ist der unumstrittene Höhepunkt der CD und hat einen festen Platz bei den besten BJ - songs aller Zeiten.
Als kleine Besonderheit findet man noch "She don't know me"; der einzige BJ - Song der nicht von einem Bandmitglied geschrieben wurde. Bandleader Jon Bon Jovi bereut aufgrund dessen heute diesen Song auf das Album genommen zu haben, ich kann nur sagen,dass es an ihm nichts auszusetzen gibt. Natürlich klingt er höchst kommerziell und driftet stark in die Pop - Musik, aber im Grunde kann auch er überzeugen.
Im Ende hält man eine Cd in den Händen die einem gute Rock - Musik bietet und das neuste BJ - Werk "Crush" um Längen übertrifft.