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Selbstverständlich knüpft "Bomber" direkt an den noch warmen Vorgänger an. Harte Riffs, Drumgewitter und Lemmys Gebrüll beweisen sich als dauerhafte Markenzeichen der Band. Der Gesamtsound ist jedoch besonders bezüglich der Bassgitarre verändert, knurriger. Im direkten Vergleich ist Bomber einen Hauch weniger heavy als "Overkill", und es schleicht sich sogar ein von Fast Eddie gesungener Blues namens "Step down" ein (hörenswert). Schade, dass dies ein einmaliges Experiment blieb.
Meiner bescheidenen Meinung nach finden sich leider einige Schwachpunkte auf Plattenseite eins. "Lawman", "Sweet Revenge", "Sharpshooter" und "Poison" klingen etwas uninspiriert und zollen dem schnellen Entstehungsprozess Tribut. Dafür entschädigen aber der Opener "Dead Men..." und die Stücke 6 bis 10, von denen besonders der Titelsong heraussticht. Ein Jahr später erschuf man dann mit neuem Produzenten ein Meisterwerk, das "Overkill" an Härte und Power noch übertreffen sollte: "Ace of Spades".
Als Bonbon gibts auf dieser CD- Ausgabe die ordentliche B- Seite "Over the Top" und die vier hervorragenden Livetracks der "Golden Years"- EP, die dem Live- Hammer "No Sleep till Hammersmith" vorgreifen. Bei dem günstigen Preis wird "Bomber" dadurch zum Pflichtkauf für alle Metalfans, die "Overkill" und "Ace of Spades" schon haben.
Fazit: Hörenswert, aber nicht ganz so gelungen wie "Overkill" und "Ace of Spades". Trotzdem: Lemmy rocks!
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