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Bomben auf Baku: Kriegspläne der Sowjetunion 1939/1940
 
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Bomben auf Baku: Kriegspläne der Sowjetunion 1939/1940 [Broschiert]

Günther Deschner
3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Broschiert: 91 Seiten
  • Verlag: Edition Antaios; Auflage: 1 (1. September 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3935063873
  • ISBN-13: 978-3935063876
  • Größe und/oder Gewicht: 15,6 x 10,8 x 1,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 124.034 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Günther Deschner
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Zu den kaum bekannten Geschichten aus dem 2. Weltkrieg gehören die Pläne der Alliierten aus dem Westen, die Sowjetunion den späteren Verbündeten als ideologischen Gegner anzugreifen. Der Historiker Günther Deschner legt mit diesem Kaplaken die Essenz seiner dreißigjährigen Forschung vor. Spannend wie jedes Was-wäre-wenn.

Über den Autor

Dr. Günther Deschner, geb. 1941, ist Autor von Dokumentar-, Unternehmens- und Werbefilmen. Er befasst sich seit vielen Jahren mit der Kurdenfrage, zahlreiche Reportagen und Sachbücher machen ihn zum ausgewiesenen Fachmann.

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
mehr davon... 9. Juni 2011
Von Osorno
Format:Broschiert
...würde man sich wünschen nachdem man den kleine Kaplaken Band über die Anglo-Frnzösischen Angriffs-Pläne gelesen hat.
Besonders interessant ist, wie Deutschland 1940 die Original Akten in Besitz brachte und was hinterher damit passierte: Die Pläne zum Angriff auf Russland wurden den Sowiets nicht offiziell übergeben-was dem Reich den grössten Nutzen gebracht hätte -sondern nur in zensierter ,gekürzter Form durch das Auswärtige Amt. Bearbeiter war von Moltke.Bei Kriegsende holten die Franzosen die alten Beute-Geheimakten durch eine Kommandoaktion in Thüringen aus den Händen der USA zurück-und halten grosse Teile der Akten bis heute geheim.Wer das Buch liest weiss warum !
Leider ist das Büchlein sehr unübersichtlich gegliedert trotz der wenigen Seiten,was das Lesen erschwert. Deshalb einen Stern Abzug-trotz des spannenden Inhalts
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Krieg der Utopisten 5. März 2010
Format:Broschiert
Das Buch beschreibt die britisch-französischen Kriegspläne für einen Angriff gegen die sowjetischen Ölquellen im Frühjahr und Sommer 1940. Dieser als strategische Luftoperation geplante Angriffskrieg war Teil einer Kriegsplanung, die vorsah, den mit dem Deutschen Reich am 3. September 1939 begonnenen Krieg, den in England und Frankreich in direkter Landoperation gegen die Wehrmacht niemand führen mochte, durch weit gespannte See- und Luftoperationen mit einer Nord- und einer Südzange als wirtschaftlichen Einkreisungskrieg zu gestalten und bei dieser Gelegenheit der Sowjetunion auch gleich eins aufs Haupt zu geben.

Die Ausführung dieses wahrhaft weltumspannenden Plans scheiterte an zwei Dingen: In Norwegen kam die Wehrmacht der britischen Expeditionsstreitmacht zuvor, und die Südoperation musste abgeblasen werden, weil nach dem deutschen Westfeldzug in kürzester Frist die französische heimatliche Operationsbasis weggefallen war.

Durch Aktenbeute im Juni 1940 wurde den deutschen Strategen klar, was für einen schier unglaublichen Coup die Westalliierten geplant hatten. Natürlich wurde dergleichen von der Goebbelspresse weidlich ausgeschlachtet, doch so richtig glauben mochte das alles eigentlich niemand.

Wirklich neu sind die Fakten aus dem Büchlein also nicht, und Spiegelleser werden vielleicht einwenden, dass sie dergleichen in den 1970er Jahren unter der selben Überschrift "Bomben auf Baku" bereits gelesen haben und zwar in Formulierungen und Argumentationssträngen, die dem hier Gebotenen fast aufs Haar gleichen. So fragt sich denn der Rezensent, wer hier mit wem einen Jux gemacht hat.

Dennoch: Der Stoff ist interessant und fast noch interessanter ist die Quellenlage, die Deschner am Schluss des Bändchens offeriert. Hauptquelle ist ein Interview, das der Autor mit Paul Karl Schmidt, oder wenn man so will: Paul Carell, führte. Hier mag der eine oder andere die Stirne runzeln. Dieser Schmidt war ein junger NS-Funktionär, der in der zweiten Reihe einen festen Platz hatte und zwar als Leiter der Informations- und Presseabteilung im Auswärtigen Amt. Diese Abteilung war ein interessanter Zwitter: Neben der Pressearbeit oblag ihr nach Kriegsbeginn die Informationsbeschaffung aus Staaten, zu denen Deutschland keine diplomatischen Beziehungen unterhielt, und in der Gegenrichtung deren Beeinflussung.

Nach dem Krieg war Schmidt ein Erfolgsautor, dessen Schriften über den Verlauf des Zweiten Weltkriegs (zum Beispiel "Sie kommen" und "Unternehmen Barbarossa") man allerdings weniger als getreues Abbild des Kriegsverlaufs auffassen sollte, sondern als Darstellung eines Mannes, der noch einmal bunte Propagandaluftballons aufbläst: deutsche Kriegsberichterstattung pur. Immer allerdings, wenn Carell in seinen Büchern von Stimmungen und Handlungsweisen in der deutschen Führung berichtet, spricht ein Zeitzeuge. Der Mann war dabei, was immer er auch später darüber geschrieben haben mag.

Wenn Schmidt also berichtet hat, dass Hitler alsbald deutsche Übersetzungen über die verstiegenen Kriegspläne der Westalliierten gegen die Sowjetunion zu Gesicht bekam, die er begierig studierte, so liegt es im Bereich des Naheliegenden, dass er sich hierdurch zu seinem Befehl, einen Kriegsplan gegen die Sowjetunion auszuarbeiten, beflügeln ließ. Die zeitliche Nähe beider Ereignisse ist in der Tat unübersehbar.

Mehrere Erzählstränge über die britische und französische Interventionspolitik gegen Russland, beginnend mit dem Krimkrieg, runden die Geschichte ab. Man könnte hinzufügen, dass es das Allererstaunlichste war, dass der vielbeschworene deutschen Militärgeheimdienst, die Abwehr, von dem allen nichts mitgekriegt hatte, doch genau genommen ist auch das bekannt: Gleich nach dem Westfeldzug 1940 hat es der Leiter der Abteilung Fremde Heere West im Generalstab des Heeres, Oberst Ulrich Liss, zu Papier gebracht: Die Feindlage hatte auf Annahmen, jedoch nicht auf Informationen beruht. Was geschah daraufhin? Nichts.

Nebenbei bemerkt: Churchill war 1918 nicht Erster Lord der britischen Admiralität. Diesen feinen Job hatte er wegen des Dardanellendesasters 1915 wieder abgeben müssen.
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5 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von bmrk
Format:Broschiert
Im 17. Band der Kaplaken-Reihe berichtet Günther Deschner über ein wenig bekanntes Kapitel des 2. Weltkriegs.
Nach Ende des Polenfeldzugs war die Frontenlage in Europa weitgehend stabil. Die Einflußsphären im Osten waren zwischen Berlin und Moskau durch den Hitler-Stalin-Pakt abgesteckt, im Westen standen sich Deutsche und Franzosen gegenüber, ohne dass es zu großen Kampfhandlungen kam, der "drôle de guerre", der Sitzkrieg. Doch im Geheimen liefen die Kriegsplanungen auf Hochtouren. Allgemein bekannt ist noch, dass die Deutschen mit der Operation "Weserübung", der Besetzung von Dänemark und Norwegen, einer alliierten Expedition zuvorkamen, die ihrerseits Norwegen besetzen wollte, um die Eisenerzlieferungen an Deutschland zu unterbinden. Daneben existierten aber noch weitere Pläne in Paris und London.
Deschner legt in dem kleinen Band den verwegenen Plan der Franzosen und Briten vor, den Kaukasus anzugreifen, um damit die Erdöllieferungen der UdSSR an Deutschland zu verhindern. Hierzu sollte eine kombinierte Operation von Syrien und dem Irak aus unternommen werden, unter Verletzung türkischen Hoheitsgebietes. Grundlage dabei war eine völlig falsche Vorstellung von der Kriegsbereitschaft und der Truppenstärke der Sowjetunion.
Verhindert wurde diese Operation letztlich durch den Westfeldzug Deutschlands. Die Bomber und Eliteeinheiten für die Baku-Operation fehlten schließlich der französischen Armee bei der Verteidigung der Heimat.
So interessant das Bändchen ist, so ärgerlich ist das Vorwort. Hier werden die Planungen der Alliierten als moralische Keule instrumentalisiert, um die deutsche Seite zu rechtfertigen. Wenn die Franzosen einen solchen Angriffskrieg planen, dann sind sie keinen Deut besser als die Deutschen, Zweiter Weltkrieg und Holocaust sind dann bloß noch eine geopolitische Maßnahme. Dass die Pläne nicht aus heiterem Himmel, sondern bereits in einer konkreter Kriegssituation entstanden sind, dass die Sowjetunion mitnichten eine "neutrale Partei" war, sondern die Annexion Polens mitbetrieb und durch die Öllieferungen 1940 klar auf deutscher Seite agiert hat, das wird von Deschner ignoriert, wenn er hier bloß seine deutlich rechtslastige Position vertreten kann...
Aber dies beschränkt sich nur auf das Vorwort, der eigentliche Textteil ist soweit interessant und neutral geschrieben. Fünf Sterne für den Textteil, Minus 18 für das Vorwort - naja, insgesamt drei Punkte.
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