Da es zu diesem Produkt noch keine Rezension gibt und Rezensionen (zumindest für mich) immer sehr hilfreich sind, verfasse ich mal eine.
Alles begann damit, dass sich meine Eltern einen Brotbackautomaten zu Weihnachten gewünscht haben und ich mich für den Bomann BBA 5003 CB entschied, weil er optisch einfach eine Menge hermacht und ich nichts negatives (und leider auch nichts positives) über das Gerät im Internet fand.
Ich hatte mir zuvor einige Rezensionen von Brotbackautomaten einer Firma, die mit U beginnt und deren Geräte oft als "Unhold" betitelt werden, durchgelesen und habe dann von diesen Geräten Abstand gehalten, weil zu oft etwas von hoher Lautstärke, sich lösenden Beschichtungen und defekter Knetmaschinerie zu lesen war.
Ins Blaue hinein bestellte ich für meine Eltern also den Bomann zu Weihnachten und war schon an Heilig Abend sehr begeistert von dem Gerät.
Schon das erste Brot mit einer billigen Brotbackmischung von Kaufland gelang auf Anhieb und schmeckte sehr gut.
Meine Eltern backen mit dem Gerät alle 3 Tage ein Brot und sind weiterhin begeistert.
Nun wollte ich natürlich auch so einen Automaten und konnte auch meine Freundin dafür begeistern, so ein Teil zu bestellen.
Letzte Woche Donnerstag mit Standardversand bestellt, Freitag war es schon da - klasse Amazon!
Vom Design war ich ja schon vorher sehr beeindruckt, denn das Edelstahlgehäuse macht in Verbindung mit dem schwarzen Plastik schon etwas her und passt perfekt zu meinem Toaster und dem Wasserkocher.
Vor allem aber die Form hat es mir angetan, denn die meisten Brotbackautomaten kommen sehr unförmig wie ein riesiges Ei in weißem Plastik daher - furchtbar.
Die Bedienungstasten sind gut ablesbar, das Display ist ebenso gut ablesbar und groß und es leuchtet auch schön blau während der Bedienung (nach Programmstart ist die Beleuchtung aus, geht auf Tastendruck aber wieder für einen Moment an).
Die Klappe geht leicht auf, ist zur Reinigung abnehmbar, der Behälter lässt sich recht einfach herausnehmen und einsetzen (mit einer leichten Drehbewegung) und durch das Fenster kann man sein heranwachsendes Brot schön beobachten. Das Fenster beschlägt am Anfang des Backvorgangs naturgemäß, aber das legt sich wieder.
Ausgepackt, den herausnehmbaren Behälter und den Knethaken gemäß Anleitung vor der ersten Benutzung mit Wasser und etwas Spüli gereinigt und schon konnte es losgehen.
Den Knethacken und die Welle, auf die er gesteckt wird, fettet man gemäß Anleitung am besten (z.B. mit etwas Margarine) ein, dann geht später auch alles wieder leichter raus.
Ich habe bisher drei Brote gebacken und dazu verschiedene Brotbackmischungen, die es fertig ab 0,69 Euro zu kaufen gibt benutzt.
Aus 1kg Brotbackmischung kann man zwei Brote á 750g herstellen. Die Ersparnis gegenüber dem Kauf eines fertigen 750g Brotes kann man sich leicht ausrechnen, wenn man bedenkt, dass EIN fertiges Brot ca. das doppelte einer Brotbackmischung für zwei Brote kostet, wobei man natürlich noch die Stromkosten des Brotbackautomaten berücksichtigen müsste, die sicherlich nicht unerheblich sind, wenn man alle zwei oder drei Tage ein Brot backt.
Eine Ersparnis bleibt meines Erachtens trotzdem, aber darum geht es beim Selbstbacken eher zweitrangig, denn die größte Freude bereitet einem der Geschmack.
Ich will kein fertiges Supermarktbrot mehr essen! Sicher - das vom Bäcker schmeckt manchmal auch gut, aber da hat man oft so ein flaches Brot mit anfangs kleinen Scheiben und zwei dicke Kanten, die man nicht wirklich gebrauchen kann.
Das selbstgebackene Brot aus der Form des Automaten hat eine fast durchgängige Höhe, die Kanten sind dünn und auch die kann man noch zu einer Scheibe zurechtschneiden - perfekt.
Ich mag Brot mit einer dunklen, knusprigen Kruste - das bekommt der Automat sehr gut hin.
Wer das Brot auch so mag, dem empfehle ich die Einstellung: Programm 1, Brotgewicht auf Stufe II (für Brote ab 750g laut Anleitung, ich benutze diese Einstellung immer, weil meine Brote immer 750g haben) und Krustenfarbe auf "dunkel" stellen und das Brot wird perfekt.
Der gesamte Knet- und Backvorgang dauert mit dieser Einstellung 3:20h.
Wer das Brot lieber etwas heller mag, der kann auch das Schnellprogramm bzw. eine hellere Krustenfarbe einstellen, da lässt einem der Automat einigen Spielraum.
Ganz wichtig: Wenn ihr euch ein größeres Loch und die Fummelei, um den Knethacken aus dem Brot zu bekommen ersparen wollt: So lange der Automat eine Restzeit größer als 1:30h anzeigt, kann man den Knethaken schon vor dem eigentlichen Backvorgang entfernen (so steht es auch in der Anleitung).
Am besten macht man das bei einer Restzeit zwischen 1:50h und 1:35h. Dazu bemehlt man entweder seine Finger und grabscht in den Teig, oder man benutzt den mitgelieferten Haken (so mache ich es immer und es klappt eigentlich ganz gut damit).
Nach dem Backen hat man dann nur noch ein recht kleines Loch im Brot, das auch beim schneiden der Scheiben nicht stört.
Neben dem Haken gehört noch ein Messbecher mit feiner Skala und Plastiklöffel mit Teelöffel- und Esslöffelgröße zum Lieferumfang, in der deutschen (gut zu verstehenden) Anleitung findet man ein paar Rezepte.
Kurz zusammengefasst:
- Design ist klasse
- Lautstärke während des Knetvorgangs gut wahrnehmbar, aber für mich nicht störend
- Brotbackergebnisse sind genau mein Geschmack
- Preis ist mit 55,98 Euro absolut angemessen
Ich hoffe, meine Begeisterung hält noch lange an. Sollte das Gerät sich vorzeitig verabscheiden / Probleme machen, werde ich darüber schreiben, doch so lange bekommt das Teil von mir volle 5 Sterne, denn es erfüllt alle meine Erwartungen an so ein Gerät.
Ein Tipp noch: Beim Kauf von Brotbackmischungen darauf achten, ob die Hefe darin schon enthalten ist, oder gesondert gekauft und hinzugefügt werden muss.