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Boller, David, Bd.1 : Die Legende kehrt zurück! [Broschiert]

David Boller
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Kurzbeschreibung

Oktober 2010
Die Schweiz im Jahr 2032. Düstere Jahre von finanziellen Krisen und Krieg haben das einst blühende Land an den Rand des Abgrunds gebracht. Die Kluft zwischen Arm und Reich hat sich noch weiter vergrössert. Mittlerweile lebt sogar die Mehrheit der Bevölkerung in Armut und Elend.
Doch eines Tages erscheint ein hünenhafter Kämpfer, der grosse Ähnlichkeit mit dem Schweizer Nationalhelden TELL hat. Er bekämpft die Verbrecher und Ausbeuter, scheint sich also für das Volk einzusetzen und Recht und Ordnung endlich wieder herzustellen. Die gebeutelten Bürger setzen all ihre Hoffnung auf den auferstandenen TELL. Eine Welle des Patriotismus erfasst das Land. Endlich gibt es einen Helden, der sich wieder für das Schweizer Volk einsetzt! Aber wer ist TELL wirklich? Und was für Absichten verfolgt er?

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Produktinformation

  • Broschiert: 56 Seiten
  • Verlag: Zampano-Virtual Graphics; Auflage: 1., Auflage (Oktober 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3952364819
  • ISBN-13: 978-3952364819
  • Größe und/oder Gewicht: 26 x 16,4 x 0,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 832.749 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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5.0 von 5 Sternen Ein Schweizer Superheld! 25. Oktober 2010
Von Jameson
Nach seiner Rückkehr aus den USA in die Schweiz hat David Boller seinen Verlag Zampano gegründet und bereits mit Bakuba und Ewiger Himmel, was regelmäßig in der Zeitung Comix erscheint, zwei sehr unterschiedliche Projekte auf hohem Niveau veröffentli8cht.
Mit Tell hat er nun einen weiteren Titel publiziert.
Im Jahr 2032 hat eine Wirtschafts- und Finanzkrise die Schweiz an den Randes Ruins und noch ein wenig weiter geführt. Die Kluft zwischen Arm und Reich ist noch größer geworden. Im ausgetrockneten Becken des Züricher Sees sind Slums entstanden, deren Bewohner ums nackte Überleben kämpfen.
Finn Meyer ist Journalist, der von seinem rücksichtslosen Chef immer wieder angetrieben wird, Nachrichten, die ausschließlich nur noch getwittert werden, stets schneller als die Konkurrenz zu liefern. Bei seiner Suche mach Meldungen stößt er zufällig auf Tell, der gerade einen Mann vor jugendlichen Kriminellen rettet, aber dabei viel zu brutal vorgeht.
Finn Meyer fragt sich, wer oder was hinter der vermeintlichen Wiederauferstehung des Schweizer Volkshelden steckt.
Boller basiert seine Story auf aktuellem Zeitgeschehen. Klimawandel, Finanz- und Wirtschaftskrisen, Finanzen bankrotter Staaten, Genexperimente sowie Wirtschaftskonzerne, die versuchen, wesentlichen Einfluss auf die Politik zu nehmen, sind längst Gegenstand aktueller Nachrichten und Diskussionen geworden. Auf dieser Basis hat David Boller mit Tell eine düstere Zukunft, die mit ihren zahlreichen Ansätzen reichlich Raum für einen guten Plot bietet, entwickelt. Hieraus entsteht eine Superheldenstory mit Science Fiction Elementen, die bei allem kritischen Ansatz beste Unterhaltung bietet.
Zum Mythos eines Helden gehört natürlich auch ein Gegenspieler, dessen Name wie in der klassischen Sage Gessler heißt.
Doch in dieser Story ist nicht alles, wie es scheint. Boller weiß mit einigen Wendungen zu überraschen, die ich an dieser Stelle selbstverständlich nicht verraten möchte.
Das ansprechende Artwork, das auch durch häufig wechselnde Panelanordnungen besticht, verstärkt den positiven Eindruck des vorliegenden Bandes.
Der Cliffhanger ist gekonnt gesetzt, so dass man gerne sofort weiterlesen möchte, aber da muss man sich noch ein wenig gedulden.
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4.0 von 5 Sternen Modern, nostalgisch, spaßig 25. Dezember 2010
Von Jan-niklas Bersenkowitsch VINE™-PRODUKTTESTER
Zürich im Jahre 2032.

Der Klimawandel und die Finanzkrise haben die Welt ins Chaos gestürzt und hat eine Gesellschaft hervorgebracht, in der die Armen nun endgültig den Bodensatz der Gesellschaft darstellen. Eine hohe Kriminalitätsrate und damit einhergehende Gewalt sind an der Tagesordnung. Niemand ist gewillt dagegen vorzugehen.

Niemand mit Ausnahme eines gewaltigen Hüne, der dem legendären Wilhelm Tell zum verwechseln ähnlich sieht und brutal gegen den Abschaum der Gesellschaft vorgeht. Doch handelt es sich hierbei tatsächlich um den Helden aus alten Tagen? Wenn ja, wie konnte er all die Jahrhunderte dem Alter entgehen? Dieselbe Macht, die auch seinen Gegner Gessler (eine bizarre Gestalt in mittelalterlicher Gewandung die, wie der Hobgoblin aus den Spiderma-Comics, auf einem fliegenden Gleiter unterwegs ist)ebenfalls so lange am Leben ließ?

Fragen über Fragen, die der Reporter Finn Meyer zu beantworten versucht und sich daher an die Fersen des neuen Superhelden des 21ten Jahrhunderts heftet!

Im Klappentext wird TELL mit ehrwürdigen Klassikern wie Watchmen oder The Dark Knight verglichen. Zumindest auf Letzteres wird in einem Panel kurz angespielt und Tells Verhalten am Anfang der Geschichte weist eindeutige Züge von Millers berühmtberüchtigter Version des dunklen Ritters auf. Doch Tell ist keineswegs eine plumpe Kopie von TdKR, sondern tatsächlich eine eigenständige Superheldengeschichte, deren Fokus hauptsächlich (zumindest im ersten Heft) auf der Erzählperspektive des Ich-Erzählers Finn Meyer liegt, der stellvertretend für den Leser genauso verwirrt über das Auftauchen des großen Helden ist und von Neugierde (und der Aussicht auf eine große Story) dem Geschehnissen auf den Grund geht.

Es ist eine sehr spaßige Geschichte voller Science-Fiction, schrecklich bösen Schurken und wunderbar naiven Dialogen (ob dies Absicht ist, sei dahingestellt), die in ihrer Leichtigkeit an die Superheldengeschichten der 70er denken lässt, in denen es weder um Logik oder einer tiefsinnigen Erzählweise (in Anführungsstrichen) geht, sondern einfach nur um den Spaß am Abenteuer und den Eskapaden der kostümierten Helden. Und Spaß hat man in Tell auf jeden Fall.

Seien es die Kostüme der beiden Gegner Tell und Gessler, der angedeutete Plot um eine Verschwörergruppe im Hintergrund oder das zwar düstere, jedoch immer noch leicht abgefahrene Zukunftsszenario, jeder dürfte etwas finden, um an Tell seine Freude zu haben.

Dies liegt vor allem in erster Linie an den grandiosen Zeichnungen David Bollers, der den gängigen Stil der Superheldencomics insofern übernimmt,dass stets Dynamik und damit einhergehende Action gegeben sind, im Großen und Ganzen glücklicherweise auf übertrieben zur Schau gestellte Körperteile (sieht man von Tell selbst ab, der dadurch umso mehr aus der Masse heraussticht)und auf grelle Farben verzichtet und Tell damit einen sehr eigenen Stil verleiht.

Insgesamt also eine wirklich sehr vergnügliche Lektüre, der hoffentlich der zweite Band der Reihe ("Walter") tatsächlich im Juni 2011 folgen wird!
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