Die Boheme von Henry Murger war auch das einzige literarische Werk, woran sich die Welt noch erinnert. Wer das Schlendrianleben der Pariser Szene aus dem 19th Jahrhundert mit all seinen Taugenichtsen und verträumten Künstlern mit deren Sorgen und Nöte kennenlernen möchte, dem sei dieser Klassiker ans Herz gelegt. Detailliert zeigt Murger das Liebesleben und Geldnöte der Hauptstädtischen Intelligenzia dieser Zeit auf. Die Digitale Boheme unserer Zeit sollten sich daher mal den Apple aus dem Mund und sich den Latte mal Kaffee sein lassen und sich eine Auszeit gönnen. Hinreisend geschriebener Inhalt um einen Haufen verpeilter Möchtegernliteraten, Philosophen und integranter Schnössel, natürlich gibt es auch ein paar Flittchen. Richtig bösartiges gibt es allerdings nicht, daher keine Thrillerelemente erwarten. Ich fand es gut und jeder mit einer künstlerischen Ader - lesen!