Aus der Amazon.de-Redaktion
Dieses Album zählt zu den aufregendsten und ungewöhnlichsten Debüts der letzten Jahre von einer deutschsprachigen Künstlerin. Annett Louisan aus Hamburg verzaubert auf ihrem Debütalbum mit einer Stimme, die nun wirklich unter die Haut geht. Laute Töne oder übertrieben emotionale Texte sucht man auf
Bohème vergebens. Die 25-jährige Sängerin ist eine Meisterin der leisen Töne und Sprachbilder, die dafür umso treffender ausfallen. Zusammen mit dem Songwriter Frank Ramond hat Annett Louisan gezaubert, die, einmal gehört, eine unbeschreiblich betörende Wirkung entfalten. Mit bewundernswerter Offenheit singt sie über die kleinen ("Das Spiel") und großen ("Die Lüge") Schwierigkeiten des Lebens. Die Songs sind klar strukturiert und offenbaren doch bei jedem Hören neue, bisher unbekannte Details. Dank der schnörkellosen Arrangements und der sparsamen Instrumentierung steht Annett Louisans Stimme unangefochten im Mittelpunkt. Und das ist auch gut so, denn so kann man sich ganz ihren ebenso feinsinnigen wie geistreichen Erzählungen in Songs wie "Die Katze" oder "Der Blender" hingeben. Gekonnt pendelt die Sängerin dabei zwischen federleichten Chansons und ebenso schwerelosen Pop-Hymnen, ohne jemals die Balance zu verlieren. Der ehemaligen Studiosängerin, die in ihrer Karriere von Weihnachtsliedern über Trance bis hin zu Klassik schon alles ausprobiert hat, ist mit
Bohème jedenfalls ein großer Wurf gelungen, abseits von allen Trends und kurzlebigen Moden. Und mit Songs wie "Das Liebeslied" und dem nicht weniger anmutigen "Der Schöne" legt Annett Louisan ein paar Kompositionen vor, welche die Halbwertszeit von klassischen Pop-Nummern weit übersteigen.
--Norbert Schiegl
Kurzbeschreibung
Annett Louisans Debutalbum trägt den Titel "Bohème" und beinhaltet eine außergewöhnliche Mischung von liederlichen Pop-Perlen und zuckersüßen Gemeinheiten. Produziert wurde die 25-jährige Hamburgerin von Textpartner Frank Ramond, der aus ihren Geschichten und Erfahrungen erstklassige Songs schmiedet, die in Bezug auf textliche Raffinesse und Melodie ihres gleichen suchen.
Es ist zunächst einmal die Stimme, die gefangen nimmt. Annett hat eine ganz zarte, verführerische Elfenstimme, so dicht am Ohr, dass man ihren Atem über das Gesicht streifen spürt. Die entspannten Arrangements und die französisch inspirierte Boulevard-Jazz-Instrumenierung passen sich dieser Stimme elegant an. So kann Annett leichtfüßig und unangestrengt mit den Inhalten der Songs exakt auf Herz, Bauch und Sinne zielen, wo sie sich augenblicklich festsetzen und so schnell nicht wieder loslassen werden.
In ihrer ersten Single "Das Spiel" weiß Annett nur zu genau wie sehr sie ihren Partner zum Rasen bringt, behauptet aber keck "ich will doch nur spielen, ich tu doch nichts"! Alternativ zur Album-Originalversion des Titels besticht der Radiomix durch Werner Beckers Gespür für punktgenaue Streicherarrangements.
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