Es ist ein besonderes und gelungenes Buch, das der auf Literatur über traditionelles Bogenschießen spezialisierte Verlag Angelika Hörnig Anfang Juli 2010 auf den deutschsprachigen Markt gebracht hat. Mehr als 5000 Objekte umfasst die Privatsammlung des 2009 verstorbenen Jägers, Sammlers und Wissenschaftlers, Charles E. Grayson, die heute im ‚Museum of Anthropologie der Universität von Missouri’ ihre Heimat gefunden hat. 300 dieser Exponate präsentiert der 2007 erstmals erschienene Katalog, der aufwändig produziert, nun in deutscher Übersetzung vorliegt. „Bogen Pfeile Köcher aus sechs Kontinenten“ ist in erster Linie ein Bildband, allerdings ein sehr informativer. Auf lediglich acht Seiten ist es den Verfassern in der Einleitung gelungen, auch dem unbedarften Leser übersichtlich und kompakt alle Informationen zu Prinzip, Konstruktion und Nutzung der uralten Fernwaffe zu vermitteln, die er für die verständnisvolle Betrachtung der in hervorragender Qualität gedruckten Abbildungen benötigt. Bei jedem Abschnitt beziehungsweise Kontinent (Ostasien, Der islamische Halbmond, Die Stämme Asiens und Ozeaniens, Afrika, Nord- und Südamerika und Europa) wird der Leser und Betrachter noch einmal durch eine kurze Zusammenfassung der jeweiligen Traditionen und Besonderheiten auf die Exponate eingestimmt. „Bogen Pfeile Köcher“ ist ein wunderschöner Bildband – bereits das edel anmutende Cover macht Appetit – der für die Leser, ob Laie oder Fachmann neben dem sinnlichen Vergnügen auch immer wieder mit inhaltlichen Überraschungen aufwarten kann. Natürlich darf das Buch nicht enden, ohne eine Biografie des Sammlers präsentiert zu haben. Dr. Charles Elbert Grayson (1910-2009) war eine Persönlichkeit, zu deren typisch amerikanischen Lebenslauf natürlich auch die eine oder andere Anekdote gehört, die seine Leidenschaft für Pfeil und Bogen begründet. Der Chirurg, Radiologe, Turnierschütze, Förderer des Bogensports und der Pfadfinderbewegung, Wissenschaftler und eben unermüdlicher Sammler Grayson war zweifellos ein vielseitiger Mensch und ein Philanthrop und ist im Rahmen seines Lebenswerk zu einer Ikone des Bogensports geworden. Als Sportjäger hat Grayson allerdings zumindest für Tierfreunde (eine Abbildung zeigt Grayson mit einem erlegten Ozelot) auch seine ‚dunklen Seite’. History Magazin 16. Juli 2010 --History magazin 16. Juli 2010
Ein arktischer Harpunenpfeil, ein indischer Stahlbogen, afrikanische Giftpfeile, japanische Sänftenbogen, englische Sportpfeile - sie alle erzählen uns Geschichten von unzähligen Jagden in den weiten Steppen, im Urwald, in der Arktis, Geschichten von ihrem Einsatz als Kriegswaffe, Kultobjekt oder Sportgerät. Die unterschiedliche Verwendung des Bogens und seine verschiedenen Formen, vom einfachen Gebrauchsgegenstand bis zum kunsthandwerk- lichen Objekt, zeigen die reiche Vielfalt der Kulturen und zeugen von den Lebensumständen ihrer Benutzer. Ein wunderbarer Bildband, eine Inspirationsquelle für Bogenbauer, ein Referenzwerk für Bogenschützen und Wissenschaftler - dieses Buch zeigt uns den ganzen Reichtum des traditionellen Bogenschießens. --Literaturreport Juli 2010
Viel zu Schade um damit herum zu schießen, rufe ich aus, als ich die ersten Seiten des Buches Bogen Pfeile und Köcher aus sechs Kontinenten durchblättere, das die Charles E. Grayson Sammlung zeigt, welche im Museum of Anthropology von Missouri beheimatet ist. Eine faszinierende Welt eröffnet sich meinen Blicken und ich muss mir eingestehen, dass ich bisher bei Pfeil und Bogen lediglich an die Frühzeit, das europäische Mittelalter und Indianer gedacht habe. Wie es so ist, sind diese Zeiten nur ein begrenzter Ausschnitt aus den Jahrhunderten und Völkern, die man halt so kennt. Nun aber, das kann ich Euch versprechen, eröffnet sich mir und sicher auch euch eine andere Sicht auf die Dinge und das Thema Pfeil und Bogen. Hochauflösende Bilder und beschreibende Katalogtexte zu jedem Exponat in dieser Sammlung sind hier genau so selbstverständlich, wie Basisinformationen zum Thema Pfeil und Bogen und den sechs Kontinenten, aus denen die Exponate stammen. Eigentlich, denke ich mir, wäre eine Reise zu dieser Ausstellung eine prima Idee, nur eben gerade nicht machbar. Dieses Buch kann aber, zumindest in der Fantasie, der erste Schritt dazu sein … Im Kontinent Europa stoße ich dann auch auf einen Text zum Thema Effektivität des Langbogen in vielen Schlachten … unter anderem auch in der Schlacht in Crècy [A.D. 1346] welche das nächste zu rezensierende Buch des Verlags Angelika Hörning als Buchtext aufweist: Krähen über Crècy … --Praeco-medii-aevi, Webmagazin, August 2010
Buch des Monats Vielfalt des Bogenschießens Ein arktischer Harpunenpfeil, ein indischer Stahlbogen, afrikanische Giftpfeile, japanische Sänftenbogen, englische Sportpfeile - sie alle erzählen uns Geschichten von unzähligen Jagden und von ihrem Einsatz als Kriegswaffe oder Sportgerät. Die unterschiedliche Verwendung des Bogens und seine Formen, vom einfachen Gebrauchsgegenstand bis zum kunsthandwerklichen Objekt, stellt der Bildband „Bogen Pfeile Köcher aus sechs Kontinenten" dar. Erstmals werden rund 300 der interessantesten Stücke der Sammlung von Charles Elbert Grayson (1910 - 2009) in großformatigen Fotos und detaillierten Beschreibungen präsentiert. 8/2010 DSZ --Deutsche Schützenzeitung 8/2010
Im Museum of Anthropology der Universität von Missouri findet sich mit der Grayson Archery Collection eine der umfassendsten Sammlungen der Welt zum Thema Bogenschießen, die Charles E. Grayson (1910-2009) auf seinen Reisen zusammengetragen hat. Das Buch Bogen, Pfeile, Köcher aus sechs Kontinenten, erschienen im Verlag Angelika Hörnig und von Haiko R. Hörnig aus dem Amerikanischen übersetzt, konzentriert sich auf die herkömmliche Ausrüstung, die das Gros der Sammlung ausmacht. Diese zirka 300 Bögen, Pfeile und anderen Gegenstände sind großformatig fotografiert und detailliert beschrieben — sie wurden in den vergangenen 500 Jahren von traditionellen Handwerkern für Jagd, Krieg, Sport, Handel oder andere Zwecke hergestellt. Zudem enthält das Werk eine Biografie von Charles E. Grayson. --Visier September 2010
Bogen Pfeile Köcher Charles E. Grayson (19IQ-2009), Mediziner und leidenschaftlicher Bogen Jäger, hat auf seinen Reisen eine der weltweit größten und wichtigsten Sammlungen über das Bogenschießen zusammengetragen, die im Museum der Universität Missouri/USA beheimatet ist. Der Bildband zeigt daraus 300 Objekte des 17. bis 21. Jahrhunderts in brillanten Farbaufnahmen. Nach der Einführung in Bogenaufbau und Schießtechnik folgen die Kapitel Asien, Islamischer Halbmond, Afrika, Ozeanien, Nord- und Südamerika sowie Europa. Sie vermitteln eine Impression von der Vielfalt der einst wichtigsten Jagd- und Kriegswaffe. Begleittexte informieren detailliert über Funktion und historische Einordnung der Bögen, Pfeile und des Zubehörs. Kultur- und kunstgeschichtlich spannend - nicht nur für Bogenschützen.(pw) --Wild und Hund 1/2011
Dr. Charles E. Grayson (1910-2009), ein US-amerikani¬scher Radiologe, war begeisterter Bogenschütze und Sammler. Im Laufe seines langen Lebens trug er die größte private Sammlung von Bögen, Pfeilen und allem erdenklichen bogensportlichen Zubehör aus aller Welt zusammen. Seit er sie in den 1990er Jahren dem Museum of Anthropology der Universität von Missouri übergab, ist ein großer Teil der mehr als 5 000 Exponate frei und dauerhaft für die Öffentlichkeit zugänglich. Einen Einblick in diese außergewöhnliche Sammlung bietet der zuerst 2007 erschienene Katalog „Traditional Archery from Six Continents", der nun in deutscher Übersetzung im Verlag Angelika Hörnig vorliegt. Darin werden rund 300 herausragende Ausstellungsstücke mit ausgezeichneten Farbfotografien und begleitenden Katalogtexten vorgestellt. Gutlesbare und informative Texte führen in die unterschiedlichen Traditionen des Bogenschießens auf den sechs Kontinenten ein, Literaturverzeichnis und eine Biographie Dr. Graysons runden den Band ab. Die deutsche Ausgabe bietet eine insgesamt gelungene Übersetzung, die um einige Fehler des amerikanischen Originals bereinigt wurde. Die Abbildungen sind von erstklassiger Qualität, Satz und Gestaltung lassen ebenfalls keine Wünsche offen. Mit einfacher Klebebroschur ist der Band nicht ganz so wohlfeil ausgestattet wie die gebundene Originalausgabe, dafür aber mit nur 28,- ein echtes Schnäppchen. Für Sammler, Historiker und sonstige Liebhaber des traditionellen Bogenschießens eine absolute Pflichtanschaffung! --Karfunkel 89/2010
Pfeil und Bogen sind mit der Geschichte der Menschheit untrennbar verbunden, zahlreiche Kulturen haben im Laufe der Zeit unzählige Zeugnisse ihres Gebrauchs als Kriegswaffe, Kultobjekt oder Sportgerät hinterlassen. Der amerikanische Radiologe Dr. Charles E. Grayson (1910-2009) hat in seinem bewegten Leben eine der größten und bedeutendsten Sammlungen von Bogen, Pfeilen und Zubehör aus der ganzen Welt zusammengetragen, die im Museum of Anthropology der Universität von Missouri gezeigt wird. Etwa 300 der interessantesten Stücke dieser Sammlung werden nun erstmals in diesem Bildband vorgestellt. Mit großformatigen Fotos und detaillierten Beschreibungen gibt das liebevoll gestaltete Buch einen eindrucksvollen Überblick über die Ausstellungsobjekte, geordnet nach Weltregionen und jeweils mit einer Einführung über den historischen, kulturellen und technologischen Kontext versehen. Dem Verlag Angelika Hörnig ist mit der Übertragung aus dem Amerikanischen ein weiteres Schmuckstück in der Reihe der Bücher über die Geschichte von Pfeil und Bogen gelungen, das nicht nur Bogenbauer inspirieren, sondern auch Bogenschützen und Wissenschaftler als Referenzwerk dienen wird und nebenbei die ganze Vielfalt des traditionellen Bogenschießens vermittelt. WulfHein --Archäologie in Deutschland 4/2011