Das ist nicht die erste Biographie von Bogart - aufgrund der reichhaltigen Illustration mit Bildern aus den Filmen und Privatleben sicher optisch die bisher schönste. Erzählt wird die Geschichte von Bogart als Sohn reicher Eltern, der in der Wirtschaftskrise einen sozialen Abstieg erlebt und sich dann als Schauspieler am Broadway durchschlägt - bis er schließlich in Hollywood landet, wo er sich jahrelang in eher durchschnittlichen B-Produktionen engagieren muss.
Bis er dann ein eigenes Image als harter, aber gebrochener Mann bekommt, zuerst in "High Sierra", dann in seinen legendären Auftritten in "Die Spur des Falken", "Casablanca", "Haben oder Nichthaben" und "Tote Schlafen fest". Dann gibt es noch die erste und einzige glückliche seiner insgesamt vier Ehen, die mit Lauren Bacall, schließlich sein kurzes Engagement gegen die Kommunistenjagd unter McCarthy und am Ende seine letzten großen Filme wie "The African Queen" und vielleicht auch "Sabrina". Es folgt sein Sterben durch Krebs. Alkohol und Nicotin haben ihre Folgen.
Der Band beginnt mit einer Kurzbiographie, dann, auf Seite 80 beginnt es wieder von vorne mit seinem Leben, und es werden systematisch alle Filme besprochen und in seine Lebensgeschichte eingeordnet. Es werden praktisch alle Filme besprochen, auch die eher unbekannten und unwichtigen. Wenn man schon eine Kritik am Buch äußern will, dann eher, dass die großen Filme wie Casablanca und ihre Entstehung eher etwas zu kurz besprochen werden.
Höhepunkte des Buches sind aber ohnehin eher die großformatigen Bilder von Bogart, seinen Costars und insbesondere auch von der wunderschönen Lauren Bacall - manchmal aus Filmen, manchmal in fast intimen, privaten Momenten. Das Buch zeigt, dass Bogart allein schon durch sein Aussehen eine besondere Wirkung hat.