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Produktinformation
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Menschen wie die, die dieser Film zeigt, gibt es auch in der Realität. Die Frage lautet nur, warum muss man einen Film über sie machen? Das Skript und die Regie sind im Detail banal, die Geschichte leer von Emotionen. Alle Personen, die an diesem Film mitgearbeitet haben, sollten gerichtlich zu 100 Sozialstunden verurteilt werden, um in dieser Zeit bei den Zuschauern, denen sie mit diesem Film zwei Stunden ihres Lebens gestohlen haben, Abbitte zu leisten. --Bret Fetzer
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Der Film ist in drei Teile gegliedert: „foreplay“ (Vorspiel), „good sex – bad sex“ (guter Sex, schlechter Sex) und „afterplay“ (Nachspiel). Gleich zu Beginn klopft mitten in der Nacht Sara (Tara Reid) an die Tür ihrer Freundin Emma (Amanda Peet) und reißt sie aus dem beginnenden Liebesspiel mit ihrer neuen Bekanntschaft Shawn (Sean Patrick Flanery). Sie hat ein blutiges Gesicht und ist völlig durchnässt und nur sehr schwer bekommt sie über die Lippen, was ihr anscheinend vor ein paar Stunden widerfahren ist. Sie wurde von einem der Freunde von Shawn, dem bekannten Baseball-Spieler Michael (Jerry O’Connell, „Scream 2“) vergewaltigt. Schnitt. Nun rollt die Handlung die Ereignisse vor der besagten Nacht in dem Kapitel „foreplay“ auf, erzählt anschließend die verschiedenen sexuellen Eskapaden in „good sex – bad sex“ und deren Konsequenzen in „afterplay“.
Der Film möchte dabei möglichst authentisch und realistisch sein und daher gibt es zahlreiche Off-Kommentare der Hauptdarsteller, die dabei auch direkt in die Kamera schauen. Das erinnerte mich etwas an „Sex and the City“ und in den besten Momenten des Filmes verströmt er auch ein wenig den Charme einer meiner Lieblingsserien. Leider sind aber die meisten Sätze des Filmes, die irgendwie als „Weisheiten“ rüberkommen sollen entweder altbacken, albern oder einfach nur dumm. Zumindest empfand ich das so. Außerdem ist der Blick auf das Liebesleben der Mittezwanziger für meinen Geschmack etwas zu pessimistisch ausgefallen, was schon mit der Vergewaltigung beginnt. So sieht man in „afterplay“ zwei verschiedene Versionen der Geschehnisse – einmal von Michael und anschließend der im Krankenhaus liegenden Sara. Natürlich unterscheiden sich die beiden Fassungen gravierend voneinander und es ist sehr wahrscheinlich, dass keine der beiden vollständig wahr sind – zudem beide Beteiligten einen Blackout gehabt haben. Welche aber nun grundlegend wahr ist und welche nicht, dass wird dem Zuschauer überlassen, denn eine „Auflösung“ bietet der Film nicht. Das gibt auf der einen Seite natürlich Spielraum für eigene Gedanken und der Film distanziert sich so von der Entscheidung „Frau gegen Mann“, doch bin ich einfach kein Fan von dermaßen offenen Enden und kann daher nichts mit halbfertigen Streifen anfangen – sorry. Auch endet die Liebesgeschichte zwischen den einzigen beiden, aus denen mehr hätte werden können als ein One-Night-Stand, nämlich Emma und Shawn, die zu Anfang im Bett liegen, auch ohne ein Happy End – eben sehr pessimistisch das Ganze.
Das einzig wirklich Witzige an dem Film ist die Nebenhandlung von Trent (Ron Livingston, der übrigens auch in „Sex and the City“ eine Rolle spielte), der besoffen in der Gosse liegt, fast von einem Auto angefahren wird und anschließend eine Strecke der Heimreise in einem Krankenwagen mitfährt, weil das einfach praktisch ist. Außerdem erlebt er das wohl interessanteste aller Sex-Abenteuer im gesamten Film. Das ganze ist dermaßen überzogen, dass es eine reine Freude ist - wobei ich nicht ausschließen will, dass das mal irgendwem irgendwo passiert ist ;-) – und gerade da bringt der Film die gelungene „Sex and the City“-Stimmung rüber. Allerdings verliert der Film dadurch wieder den Anspruch, möglichst authentisch zu sein.
Was also bleibt ist diese witzige Geschichte rund um Trent (und da kann sich Ron Livingston wirklich glücklich schätzen die wohl beste und lustigste Rolle in dem Film übernehmen zu dürfen) und ein guter Soundtrack (was typisch ist für Filme im Disco-Milieu wie etwa „Sorted“). Daher mein Tipp: Den Film bis einschließlich des Sex-Abenteuers von Trent anschauen und danach den DVD-Player abschalten, denn die restlichen Minuten sind einfach nur unnötig.
So, oder so ähnlich scheint die Grundidee hinter dem Drehbuch zu lauten. Natürlich ist diese Grundaussage (ab einer bestimmten Menge Alkohol) grundsätzlich richtig und wichtig. Die Frage ist jedoch, braucht man hierfür einen Kinofilm. Und: Reicht eine derartig simple Grundlage aus, um einen spannenden, mitreissenden und hintergründigen Film produzieren zu können.
Die Antwort lautet "Nein", und entsprechend enttäuschend fällt natürlich der ganze Film aus. Auch äusserst telegene Hauptdarsteller können dieses Manko nicht ansatzweise kompensieren, fehlt es Ihnen doch offensichtlich an schauspielerischem Können, dass über das Niveau einer Laienschauspielgruppe hinausgeht.
Prädikat: Finger weg
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