Vor vielen vielen Jahren - es muss wohl in "Riebe`s Fachblatt", dem Magazin für Musiker aus den 1970ern mit der schlechtesten und pseudopolitischten Journaille gewesen sein, entrüstete sich ein Redakteur über den Schulze "... und mit Body Love machte er sogar Musik für einen Pornofilm" ... ANGST !!! PORNO-SCHULZE!!! Moralische Angründe ... FÜRCHT !!!!!
Außer, dass die entsprechenden Redaktuere wohl trotzdem - natürlich nur aus aufklärerischen Gründen - massenweise in "Deep Throat" gerannt sein dürften und das Pornofilme nun so schlimm auch wieder nicht sind (außer meist langweilig, unbefriedigend, frustrierend, unglaublich schlecht produziert undsoweiter) ist doch nichts dabei, eben auch mal für Erotisches Musik zu machen - vor allem zu der Zeit, als die beiden Teile von "Body Love" entstanden sind, wo das Zeigen der Lust ja hier und da sogar noch politischen Sprengstoff innehatte.
Aber: "Body Love" ist hier nur als CD vorliegend - nach dem entsprechenden Film von Lasse Braun suche ich seit langem vergeblich. Ja ... und da gibt es eine Menge Musik, die einem recht bekannt vorkommt, als wenn Meister Schulze sich hier und da ein wenig zu deutlich bei sich selbst bedient hätte ... nun ja - "der Sound stimmt" ... sicherlich kein "Moondawn" oder "Mirage", aber ...kann man überhaupt jemals zu viel Schulze hören?