Kurzbeschreibung
Luigi Boccherini (1743-1805) war ein exzellenter Cello-Virtuose. Das zeigt sich nicht zuletzt in den ebenso virtuosen wie klangschönen Cello-Passagen seiner Werke. Mit Mozart und Haydn war Boccherini gut befreundet. er wurde von seinen italienischen Kollegen sogar Signore Haydn genannt, weil seine Musik stilistisch in vielen Momenten starke Ähnlichkeiten mit den Arbeiten des österreichischen Meister hat. Doch hat Boccherini eine viel gefühlvollere, fast weibliche Anmut in seiner Musik, eine italienische Note, die Haydns Musik fehlt. Neben den Cello-Konzerten ist vor allem die Kammermusik von Boccherini in den Konzertsälen präsent geblieben. Man weiß aus Notizen, dass Mozart Boccherinis Streichquintette als Vorbilder für seinen eigenen Werke dieses Genres wählte. Der Zyklus von Quintetten op. 28 entstand 1779 im spanischen Candelada, nachdem Boccherini bei König Carlos in Ungnade gefallen war und dort im Exil weilte. Im zweiten Quintett nimmt Boccherini sogar in der Werkbezeichnung Della Grazia provokativ Bezug zu seiner Verbannung. Das Ensemble La Magnifi ca Comunità nimmt sämtliche 176 Streichquintette von Luigi Boccherini für Brilliant Classics auf, und gehört zu einem der gefragtesten Quintette für historische Interpretationen.