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Da wäre zum Beispiel aus heiterem Himmel ein Zitat aus Mozarts g-moll-Symphonie in "Mundo Cocek", eingebettet in den vorwärts preschenden Dampf von Flügelhörnern, Sax und Tuben, oder eine schmissige Adaption von Bollywood-Kitsch ("Mere Yaara Dildara"). Vor dem polnischen Trio Kroke verbeugt sich das Blechblas-Kollektiv mit einer augenzwinkernden Version von "Time" ("Sat"). Und für all jene, die gerne herumrätseln, wie sich krumme Takte mit so unverschämt virtuoser Geschmeidigkeit auf den Ventilen paaren können, gibt es in "Bugarcica" schönes Anhörungsmaterial.
Auf der Gästeliste hat sich Frank London mit seinen Klezmer Brass Allstars eingetragen, man pflegt melancholische, balkanisch-jüdische Verbrüderung in "Magija". Wenn der Vater mit dem Sohne, getreu diesem Motto zelebriert Papa Boban dann das Duett mit dem Sprössling im Titelstück, das ganz von einem scheinbar schwerelosen Dialog über gedeckten Bassbläsern zehrt. Die lange Schlusssequenz birgt schließlich noch eine Überraschung: Nicht immer müssen bei Markovic satte Orchesterklänge regieren, intime Balkanimpressionen zaubern hier Akkordeon und Geige im Verbund mit seiner Trompete. --Stefan Franzen
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Bisher habe ich Blas- und Marschmusik fast als Synonyme verstanden. Boban Markovic macht das Gegenteil von Marschmusik! Hier hört man Mariachi-Klänge, dort Orientalisches, dazwischen wird's südamerikanisch mit einer Prise Jazz - und als Fundament immer der unverwechselbare Markovic-Sound, so daß das Ganze nie zu einer identitätslosen Weltmusiksuppe verkocht.
Das Trompetenspiel ist manchmal (eigentlich meistens) so schnell, daß man kaum die einzelnen Töne heraushört (z.B. in Track 10) und manchmal einfach schön und warm, mit wunderschönen Melodieläufen. Wenn sich der Vater und der erst fünfzehnjährige, aber geniale, Sohn auch noch zum Trompetenecho zusammenfinden (Track 11), braucht man nichts anderes mehr. Sehr schön sind auch die Titel mit serbischem Gesang (Track 1 und 5).
Die CD kann ich jedem ohne Einschränkung empfehlen, der bereit ist, sich auf zunächst vielleicht etwas ungewohnte Töne einzulassen.
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