...wirken sehr selbstbewusst. Da muss ich zustimmen!
Das ist er nun also, der erste Longplayer in Bob Dylans mittlerweile äußerst langanhaltender und beträchtlicher Karriere.
Wie viele andere junge Musiker bediente sich der blutjunge Bob Dylan bei seinen ersten Aufnahmesessions ausschließlich Covermaterials, das, so wie es Herr Dylan hier rüberbringt, absolut echt und authentisch klingt. Mehr noch: Durch seinen einzigartigen (auch eigentümlichen) Gesangsstil, haucht Dylan diesen althergebrachten Nummern auf seine Weise (neues) Leben ein. Das beste Beispiel hierfür ist "House Of The Risin' Sun", das, obwohl es nicht aus Dylans Feder stammt, gerade deshalb bekannt wurde, weil Dylan sich seiner Zeit darum annahm (ehe die Animals wieder ein paar Jahre später, die wohl bekannteste Version dieser Single veröffentlichten).
Natürlich ist "Bob Dylan" im Vergleich zu Dylans späteren Werken keine Ausnahmeerscheinung bezüglich Songwriting (die Songs stammen ja nicht mal von ihm). Eine Ausnahmeerscheinung ist es aber insofern doch, als dass Dylan sich hier eben ausschließlich fremdkomponierter Stücke annimmt, die er in relativ kurzer Zeit (Dylan war ein absoluter Rekodler was das Tempo seiner Aufnahmesessions angeht, auch später noch!), etwas eigenwillig, aber durchaus mit Herzblut und Überzeugung (und überzeugEND) performed hat.
Ich denke, dass die Scheibe für Fans ohnehin unentbehrlich sein wird. Und auch für nicht ganz so eingefleischte Anhänger kann ich Bob Dylans Erstlingswerk herzlich weiterempfehlen!
Die Scheibe ist jedenfalls (mindestens) interessant! Und sie besitzt unverkennbar bereits die musikalischen Grundzüge des Großmeisters!
Ich halte 4 Sterne deshalb durchaus für angebracht.