Da der Preis für das Buch relevativ hoch ist, habe ich zunächst gezögert: Soll ich das wirklich kaufen? Da ich mir in der Regel aber alles besorge, was von Dylan auf dem deutschen Markt erscheint, siegte die Sammlerwut.
Ich muss sagen, ich habe den Kauf nicht bereut. Es finden sich nicht nur viele tolle Bilder - darunter nicht wenige bis jetzt unveröffentlicht -, sondern zudem auch eine Menge interessanter Berichte, die mit den Jahren in den Magazin "Mojo" und "Q" erschienen. Wer diese englischsprachigen Magazine besitzt und aufbewahrt hat, sollte also genauer darüber nachdenken, ob er dieses Buch braucht; alle anderen aber - sofern Dylanfans - können unbesorgt zugreifen. Thematisch werden unter anderem folgende Themen aufgegriffen: Dylan und die Frauen, Dylan und die Drogen, Stockholm 1966, die UK-Tour 1966, der Macher Albert Grossman, Dylans christliche Phase, Dylan in den Achtzigern, Dylan in den Neunzigern und und und. Die Artikel sind in der Regel zwischen 3 und 5 Seiten lang. Oft finden sich Interviewausschnitte anderer Musiker, die Dylan begegnet sind.
Schade ist, dass das Lektorat sehr zu wünschen übrig ließ: Da wird an mehreren Stellen aus Dylans Manager Grossman Albert Goldman, da wird von der Paul Batterfield (!) Bluesband gesprochen - und mit der Kommasetzung hapert es z. T. erheblich. Deshalb der Punktabzug.
Dennoch: In dem Buch kann man immer wieder blättern