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Produktinformation
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Privatdetektivin Vicki Nelson, ehemals eine der besten Ermittlerinnen bei der Mordkommission, hat die Polizeiarbeit vor einiger Zeit aufgegeben, und an Vampire glaubt sie schon gar nicht. Dennoch weckt die Aufklärung der geheimnisvollen Mordserie ihr Interesse und im Auftrag einer Klientin macht sie sich schließlich auf die Suche nach dem Mörder.
Schon bald steht sie allerdings vor unerwarteten Schwierigkeiten, denn an den Tatorten finden sich keine Spuren, die Zeugenaussagen erweisen sich als wenig aufschlussreich und darüber hinaus scheint alles darauf hinzudeuten, dass der Mörder tatsächlich übermenschliche Fähigkeiten besitzt. Durch Zufall begegnet Vicki dem attraktiven Schriftsteller Henry Fitzroy, und dieser vertraut ihr ein Geheimnis an, das ihr gesamtes Weltbild ins Wanken bringt.
Vampire in der Großstadt -- in ihrem Roman Blutzoll greift Tanya Huff einige der klassischen Elemente des Vampirmythos auf und versetzt diese in die heutige moderne Gesellschaft. Dabei gelingt es ihr eine Geschichte zu erzählen, die den Leser auf ebenso spannende wie humorvolle Weise immer tiefer in das unheimliche Geschehen auf den nächtlichen Straßen Torontos hineinzieht. Huffs Roman zeichnet sich vor allem durch seinen geradlinigen Handlungsaufbau und die überzeugende Hauptfigur aus: Die Privatdetektivin Vicki kämpft mit den Schatten ihrer Vergangenheit und setzt sich energisch in einer von Männern dominierten Berufswelt durch.
Mit Blutzoll hat Tanya Huff einen Vampirroman im Stile von Anne Rice verfasst, der eine realistische Erzählweise mit der Tradition des Schauerromans verknüpft und den Leser in die geheimnisvolle Grauzone zwischen Leben und Tod entführt. --Sara Schade -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
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Abgesehen davon, dass mir die Idee des romanzenschreibenden Vampirs ausgesprochen gut gefällt, und Henry zudem noch der uneheliche Sohn von Heinrich dem Achten ist, was zu einigen interessanten Rückblicken führt, überzeugt "Blutzoll" auch auf anderen Ebenen. Vicki und Henry, aber auch die diversen Nebencharaktere sind gut gelungen und wenn auch nicht immer in ihren Aktionen glaubhaft, so doch in ihren Überzeugungen. Toronto überzeugt mit einer düsteren Athmosphäre, die einem auf Vickis Streifzügen fast eine Gänsehaut über den Rücken laufen lässt. Dennoch, als Horrorgeschichte ist "Blutzoll" eher der Kategorie "leicht" zuzuordnen und daher auch für nicht-Genre-Fans zu empfehlen. Was den Krimi angeht, so weiß der Leser lange vor den Protagonisten, wer eigentlich für die merkwürdigen Vorfälle verantwortlich ist, und der Bösewicht ist eher durch Dummheit als Boshaftigkeit gekennzeichnet.
Sieht man jedes Genre für sich, so hat der vorliegende erste Band einer Serie um Privatdetektivin und Vampir doch einige Schwächen, da dazu aber auch eine Menge Highlights aus jedem Genre kommen, ergibt sich eine unterhaltsame, schnell zu lesende Lektüre, die Lust auf mehr macht.
Tanya Huff stützt sich teilweise auf den von Bram Stoker aufgestellten Vampirmythos, hat aber auch eigene recht originelle Ideen. Besonders gefallen hat mir die Idee des katholischen Vampirs. Erfrischend ist auch der geradlinige Strukturaufbau der Geschichte. Blutzoll verzichtet darauf, Zeit und Geduld des Lesers mit einer langatmigen Vorgeschichte zu verschwenden. Leider ist diese auf-den-Punkt-Strategie zu Ende des Buches auch der einzig negative Kritikpunkt. Zu schnell, beinahe unvollständig, handelt T. Huff den Schluss ab. Die Geschichte kommt auch ohne den sonst so genreüblichen hohen Splatterfaktor aus und schafft es mit Spannung, einem intelligenten Plot, glaubwürdigen Charakteren und einer gehörigen Portion Humor einen exzellenten Vampirroman zu schreiben.
Als jedoch die Freundin des Toten zu ihr kommt und ihr Geld dafür bietet, damit sie aufklärt, wer oder was für den Tod des jungen Mannes verantwortlich ist, hat Vicki sehr wohl einen Grund, sich von nun an in die Morduntersuchung einzumischen. Und bald stellt sich heraus, das nur ein übernatürliches Wesen für diese grauenvollen Taten verantwortlich sein muss, die Zeitungen sprechen nach weiteren Morden von einem Vampir, denn alle aufgefundenen Leichen waren blutleer. Aber gibt es Vampire wirklich?
Während Vicki noch nach rationalen Erklärungen sucht macht ein gewisser Henry Fitzroy sich auf die Suche nach dem Wesen. Für ihn ist klar, es kann sich nur im einen Vampir in der Phase seiner Umwandlung handeln kann der keine Führung durch einen erfahrenen Vampir genießt, dann ist man nur von seinem Blutdurst getrieben und denkt nicht an die Risiken die für einen Vampir mit der Nahrungsaufnahme verbunden sind. Henry ist seit 450 Jahren ein Untoter, der ein friedliches Dasein in Toronto führt, welches er jetzt jedoch gefährdet sieht.
Eine nachtblinde Heldin, ein Liebesromane schreibender Vampir und ein jähzorniger Polizist, hier hat Tanya Huff ein wirklich ungewöhnliches Trio geschaffen, was dem Leser geradezu an das Buch fesselt. "Blutzoll" ist der erste Teil einer Serie um die Privatdetektivin Vicki Nelson. Hoffen wir das die anderen Romane auch übersetzt werden.
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