Da wird ein noch lebender Junge fast von einer Pathologin aufgeschnitten und ein Hauptkommissar steckt eingezwängt in einer Art Röhre. Umgeben von seltsamen Darstellungen. Dann wird die Leiche einer Frau gefunden. Die Polizisten entdecken Wiederbelebungsspuren, allerdings: Ein Notarzt war gar nicht in der Nähe ... Handelt es sich um einen Totenkult, den der Täter mit seinen Opfern durchführt?
So rasant beginnt Michael Koglins neuer Thriller Blutteufel. Und von Seite zu Seite schraubt er stärker an der Spannungsschraube. Immer steht die Geschichte im Vordergrund, die unglaublich packend vorangetrieben wird. Nichts ist dem Zufall überlassen, auch wenn die Mitglieder der Sonderkommission Serienmord" mit ganz unterschiedlichen Ansätzen versuchen, diesem grausamen Mörder auf die Spur zu kommen. Immer bleibt die Handlung logisch und nachvollziehbar. Außerdem ist da noch die Profilerin, die, von einem Serienkiller vergewaltigt wurde und nun ein Kind erwartet. Auch das überzeugende Ende hat mich vollkommen überrumpelt. Ein absolut großartiger Thriller.
Nun sind die Krimigeschmäcker ja verschieden, wie man auch an den Amazon-Rezensionen sehen kann. Ich lese ansonsten eigentlich hauptsächlich amerikanische und skandinavische Autoren wie Nesbö, Beckett, Karen Slaughter, Jilliane Hoffman, Adler Olsen oder Cody McFadyen. Koglins Blutteufel hält da absolut mit und ist besser als mancher dieser Titel. Für mich ein Thriller von internationalem Rang, der alles hat: Ungewöhnliche Schauplätze, vertrackte Rätsel, überzeugende Figuren, Hochspannung pur, jede Menge überraschender Wendungen und eine atemberaubende Geschichte.
PS: Manchmal bin ich schon überrascht, was hier an komischen Niedermach-Kommentaren rausgehauen wird. Ich habe mir angewöhnt, mich gar nicht mehr danach zu richten, sondern einfach mal in die zur Verfügung gestellten ersten Seiten reinzulesen. Kann ich bei diesem Buch auch nur empfehlen.