Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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59 von 62 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Volltreffer!, 5. April 2007
"Blutspur" von Kim Harrison hat mich in eien Lese-Rage versetzt, aus der ich erst mehrere Tage später nach dem genuss der bisher nur auf Englisch erhältlichen Folgebände wieder aufgetaucht bin.
In Kim Harrisons Universum hat ein Virus, das ausgerechnet einer genmanipulierten Tomate entstammt, einen großen Teil der Menschheit ausgerottet. Seitdem leben die Menschen nicht nur in ständiger Panik vor Gentechnik und Tomatenketchup, sondern müssen ihre Welt auch mit den so genannten "Inderlandern" teilen. Diese Sagengestalten (Hexen, Vampire, Pixies, Werwölfe...) haben, seit ihnen die Menschen nicht mehr zahlenmäßig überlegen sind, ihre Tarnung aufgegeben und man lebt Tür an Tür...mit all den großen und kleinen Problemen, die das Aufeinanderprallen der untrschiedlichsten Bedürfnisse so mit sich bringt.
Diese Welt bietet den idealen Rahmen für eine literarische Tour de force, die ihresgleichen sucht.
Rachel, eine Erdehexe, quittiert frustriert ihren Dienst bei der Inderlander-Polizei- worauf die werten Vorgesetzten sofort ein Kopfgeld auf sie aussetzen.
Damit wäre sie verloren, wären da nicht ihre Kollegen Ivy und Jenks, die mit ihr zusammen aussteigen und der ebesnos schusseligen wie liebenswerten Heldin entschlossen den Rücken freihalten.
Da wäre zum einen Ivy, eine lebende Vampirin, die als Mündel eines vampirischen Unterweltbosses die halbe Stadt beherrschen könnte, würde sie nicht mit ihrem Gewissen und ihrem Blutdurst hadern. Dass sie ziemlich in Rachel verschossen ist, die sich ihrerseits weder ein Blutsband an einen Vampir noch eine Afäre mit einer Frau vorstellen kann, sorgt über die gesamte Romanreihe immer wieder für Verwicklungen.
Zum anderen ist da der Pixie Jenks, der nicht nur ein anstrengendes, stolzes Plappermaul, sondern auch ein mehrdutzendfacher Familienvater und der perfekte Freund ist.
Dieses Trio, das man anch den ersten Seiten unweigerlich ins Herz geschlossen hat, zieht in eine verlassene Kirche und eröffnet eine Detektei.
Fortan haben sie mit Menschen, Dämonen, Werwölfen und Ex-Affären zu tun, die Romanfiguren wie Leser in Atem halten.
Vor allem Fans von Laurell K. Hamiltons erotischen Mystery-Serien um Anita Blake oder Merry Gentry sollten den Griff ins Bücherregal wagen.
Mit Rachel Morgan betritt eine unglaublich charmante neue Heldin die Bühne.
Im Gegensatz zu Romanfiguren wie einer Anita Blake, die unter ständig neuen Superkräften geradezu verschüttet werden, ist Rachel immer wieder auf die Hilfe ihrer Freunde angewiesen, um aus dem einen Schlamassel herauszukommen, ehe sie unweigerlich in den nächsten hineinstolpert.
Ähnlich wie Laurell K. Hamilton bringt auch Kim Harrison männliche Helden und Schurken ins Spiel, die (nicht nur für Vampire) einfach zum Anbeißen sind.
Zwar knistert jede Seite vor Erotik, im Gegensatz zu Hamiltons Anita Blake- oder Merry Gentry-Serie verkommt die Handlung aber nie zum Softporno. Auch die leckeren Jungs sind eigenständige, starke Charaktere statt gefährlicher Spielzeuge, und der eigentliche Plot der Geschichte steht im Vordergrund.
Wer also weniger Sex und mehr Crime auf dem Nachttisch wünscht- undbedingt zugreifen!
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27 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Ein Rotschopf, Killerfeen und jede Menge Unterhaltung, 6. September 2006
Die Entdeckung der DNA während des Kalten Krieges führte zu einem Wettrüsten in Sachen biologischer Waffen und Biotechnologie. Als eine Genmutation in einer manipulierten Tomatensorte eine Pandemie auslöste, die einen Großteil der Weltbevölkerung hinwegraffte, traten die übernatürlichen Bewohner der Erde in die Öffentlichkeit. Allein sie waren gegen die Krankheit immun und konnten so die Zivilisation aufrechterhalten. Mittlerweile ist so etwas wie Normalität eingekehrt, auch wenn die Angst vor Biotechnologien (und Tomaten) nach wie vor groß und das Miteinander von Menschen und Inderländern von (fatalen) Spannungen geprägt ist.
Rachel Morgan liebt ihre Hexenkunst, Tomatensauce, schwarzes Leder und ihre Arbeit als IS-Agentin, dem Äquivalent der Inderländer zum FBI. Doch aufgrund ihrer - nun ja - Direktheit steht sie auf der Abschussliste ihres Bosses. Rachel kündigt bzw. wird gefeuert (sie und ihr Boss sind sich da nicht ganz einig) und ihre Freundin Ivy schließt sich ihr gleich mit an. Das Problem ist, dass Ivy eine lebende Vampirin ist und die beste Agentin, die das IS je hatte. Da das IS nicht für seine Zimperlichkeit bekannt ist, setzt es ein Kopfgeld auf die junge Hexe aus. Rachel sieht ihre einzige Chance zum Überleben darin, dass sie den mächtigen und aalglatten Unterweltboss Trent Kalamack zu Fall bringt um so ihre Reputation wieder herzustellen.
BLUTSPUR ist der Auftakt zum Erfolgszyklus von Kim Harrison. Zwischen Alternate History und Dark Fantasy angesiedelt, verspricht der Zyklus schaurig-schöne Unterhaltung mit viel Action, interessanten Ideen und spritzigen Humor. Zudem kann er sich von Band zu Band steigern.
Rachel ist eine Protagonistin, hinter der die anderen Figuren schon mal verschwinden. Sie ist tough, aber noch nicht abgehärtet oder verbittert und möchte ihr Leben genießen. Da sie ein ziemlicher Hitzkopf ist, tut sie sich verdammt schwer Kompromisse einzugehen. Diese sind in ihrer Beziehung zu Ivy jedoch ständig von Nöten, da die lebende Vampirin "anders gepolt" ist und ständig gegen ihren Blutdurst ankämpfen muss. Der interessanteste und liebenswürdigste Charakter ist Jenks, der Pixie mit dem großen Mundwerk und einer Horde von Kindern - einfach süß!
Fairerweise muss ich erwähnen, dass die Kriminalgeschichte eher mäßig ist. Wie Rachel und Ivy dem Unterweltboss nachspionieren etc. ist noch sehr interessant und spannend, der Abschluss jedoch enttäuschend (Trent begeht einen dummen Fehler, der seinem Charakter gar nicht entspricht). Was soll's, BLUTSPUR ist dennoch sehr empfehlenswert. Also, unbedingt probieren!
Zum Abschluss gibts noch Kritik an den Verleger. Zumindest im selben Subgenre sollte Titelgleichheit vermieden werden (BLUTSPUR heißt auch der zweite Band des Victory Nelson Zyklus von Tanya Huff). Dass etliche Krimis ebenfalls so benannt sind, sei nur nebenbei erwähnt. Dabei ist Kim Harrison im Original ein tolles, unverwechselbares Wortspiel eingefallen und hätte es sich verdient, dass Heyne sich mehr anstrengt und keinen derart unpassenden und unoriginellen Titel wählt.
Rachel Morgan Bücher: BLUTSPUR, BLUTSPIEL ...
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22 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Hexe, Vampir und Pixie auf der Jagd nach einem Drogendealer - spannend und witzig!, 31. Januar 2007
"Blutspur" ist Kim Harrisons erster Band der Serie um die Hexe Rachel Morgan, dessen englischsprachiges Original sich großer Beliebtheit erfreut. Es ist eine Mischung aus Action, Krimi, Science Fiction und WG-Komödie. Die Differenzen zwischen den drei Bewohnern der Kirche werden mit besonders viel Liebe beschrieben. Die Dialoge sind extrem gelungen und wirklich zum Schmunzeln. Der draufgängerische Jenks mit seinem losen Mundwerk gibt der Autorin besonders viele Möglichkeiten zur humorvollen Ausarbeitung. Mit Ivy hat Rachel ein gänzlich anderes Problem. Sie ist ein Vampir, der seit drei Jahren auf Blutentzug lebt, aber Rachel schafft es trotzdem immer wieder, sie unbeabsichtigt zu reizen und den Blutsauger in ihr zum Vorschein zu bringen.
Die Jagd nach Trent ist spannend und erfährt immer wieder überraschende Wendungen. Ein Highlight ist hier sicher die Verwandlung von Rachel in einen Nerz. Als kleines, pelziges Tier schleicht sie sich in sein Büro und versucht ihn auszuspionieren. Trotz der extrem außergewöhnlichen Perspektive gelingt es Harrison, diese Szenen lebendig und glaubwürdig zu gestalten.
Leider ist der deutsche Titel "Blutspur" nicht sehr aussagekräftig. Schade, dass man den Originaltitel "Dead witch walking" nicht etwas kreativer übersetzt oder beibehalten hat. Das gelungene Wortspiel geht gänzlich verloren.
"Blutspur" sei allen Lesern empfohlen, die lange Serien gerne mögen. Fans von Einzelromanen könnte die Handlung zu langatmig werden. Der Roman, der in einer Welt spielt, in der Vampire, Menschen, Pixies, Faeries, Tiermenschen und Dämonen sich miteinander arrangieren müssen, ist allerdings äußerst spannend und man möchte gerne wissen, wie es weiter geht. Zwar ist der erste Handlungsstrang um Rachel Morgan mit diesem Buch abgeschlossen, aber es bleiben viele Fragen offen und das Buch endet ganz bewusst mit einem kleinen Cliffhanger, der neugierig auf Band Zwei macht.
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