Dies ist der letzte Band der Reihe Chroniken des Blutes. Wer aber auf ein fulminantes Ende gewartet hat mit viel Spannung und einer guten Storyline, wird enttäuscht.
Die Handlungsweisen der Charaktere gehen ziemlich schnell auf die Nerven. Henry und Vicki, beides Vampire können kaum zur gleichen Zeit in einem Raum sein, ohne sich an die Gurgel gehen zu wollen oder zu gehen. Natürlich kann hier Vicki voll auftrumpfen, hat man sie doch in den letzten Bänden bereist als impulsive Frau kennen gelernt. Ihre früheren Probleme mit den Augen und andere sind gelöst worden, als sie sich verwandelte. Jetzt löst sie auftretende Probleme mit Gewalt und Kraft. Henry, der sonst der Ruhige und Besonnene war, will Vicki in ihre Schranken weisen, immerhin hat er bereits 450 Jahre Erfahrung als Vampir. Allein schon diese Konstellation reicht aus, um Seiten mit sinnlosen Streitdialogen zu füllen.
Einzig Celluci ist geblieben, wie er war. Sterblich, in Vicki verliebt und mit Henry spinnefeind. Also gibt es in der Geschichte an allen Ecken und Enden ordentlich Zoff. Die Geschichte, um die es eigentlich geht, wird lieblos am Rande angehandelt. Es geht um Organhandel und die Verstrickung einiger Menschen in diese Geschäfte. Die Handlung dieses Buches ist leider nicht spannend, sehr vorausschaubar und im Endeffekt enttäuschend.
Gelang es der Autorin mit dem Vorgängerband Blutpakt, eine kompakte und stellenweise auch sehr spannende Geschichte zu erzählen, sucht man hier vergeblich danach. Die Protagonisten ergeben sich in Streitereien und die Geschichte wird lieblos auf ein ziemlich lahmes Ende vorangetrieben.
Das Buch selber hebt sich durch seine größeren Maße und sein helleres Papier von den restlichen der Serie ab, ebenso durch den Preis.
Leider ein enttäuschendes Ende einer Serie, in die erst im vorletzten Band richtig Leben eingehaucht wurde.