Leider habe ich keine Ahnung, welches Buch meine Vor-Rezensenten gelesen haben...
M e i n e s las sich ganz anders, seltsam.
Es ist schon eine wahre Schande, dass deutsche Verlage auf der Daenemark-Erfolgswelle von Carl Mòerk mitreiten moechten.
Nur wird dies leider mit Autorinnen wie dieser sicher nicht moeglich sein.
Wie schon ihre Kollegin Inger Wolf, ein anderes "Prachtexemplar", ist diese "Fernseh-Journalistin" voll auf die so beliebte Paedofilie-Welle aufgesprungen, und m.E. nach schmaehlich abgerutscht.
Zur Handlung: Ein daenischer Teenie-Superstar wird vermisst.
Eine Spezial-Abteilung muss sofort gebildet werden.
Sie werden innerkommissarisch "Ledernacken" genannt,
"Zitat: in der Anspielung auf die beinharten US-Marines, die bei ihrer Gruendung (im Jahre!) 1775 Uniformen mit Lederkragen trugen, um ihren Gegnern das KOPFABHACKEN zu erschweren."
Schon die Zusammensetzung der SoKo erinnert an einen Zirkus.
Der "Chef" Per Roland bezeichnet sich selbst als einen "Samtnacken" !
Da gibt es Max Motor - Erklaerungen ueberfluessig, trotzdem - er richtet in seiner "Freizeit" Harleys 'her und verkauft sie dann...
Miroslav, der "Star" unter den Sternchen, Bosnischer Muslim, einer der wenigen ueberlebenden Maenner des Massakers von Srebrenica '95 und damit eine echte "Sehenswuerdigkeit", wie er selbst von sich behauptet !
Ein Weiterer bezeichnet sich als Spezialist fuer "Distanz-Morde", falsche Zeit am falschen Ort, also eine mehr als nur klassische Konstellazion - hier neu entdeckt!
Dann sind da noch eifrige Verehrer von Sherlock Holmes, etc...
Und dann der Neuzugang, weiblich, mit einem verknautschten Maennerhut auf dem (was sonst auch) platinblonden Jungensschnitt, bekleidet mit gestreiften Clownshosen mit weissen Hosentraegern plus aermellosem roten T-Shirt, knabenhafter Figur...
Diese stellt sich bei den neuen Kollegen folgendermassen vor: "Hallo, mein Name ist Liv, und ich bin Alkoholikerin."
Und alle, alle lachten....
So, und dann zieht sich die Handlung ueber 345 unertraeglich lange Seiten hin.
In jedem neuen Kapitel sehen wir uns einer neuen Theorie gegenueber.
Am Ende ein freiwilliges Gestaendnis, das nie jemand von den Ermittlern erreicht haette, das den ganzen Wust von Alttaten, neuen Verbrechen, Inzucht, Aussaat, Kinderverkauf, und was da noch alles so herumschwirrte, endlich entwirrt.
Ich muss zugeben, das Buch nur zu Ende gelesen zu haben, um diese mir wirklich wichtige Rezension schreiben zu koennen.
Um andere Leser vor dem mehr als zweifelhaften "Lese-Genuss" dieses sogenannten "Thrillers" wenigstens warnen zu koennen.
Wie bereits in anderen Faellen, kann ich hier nur froh sein, das Buch als "Maengel-Exemplar" erstanden zu habe.
Den vollen Preis ist es m.E. sicher nicht wert.
Die Autorin tut auch gut, sich "derzeit mit Mann und Kindern" in Florida aufzuhalten, in Daenemark hat sie offensichtlich nicht so "eingeschlagen" wie sie hoffte.
Ich habe bereits mehrmals geschrieben, das es einfach Unsinn ist, alles was aus dem Norden kommt, nun fuer den "Heiligen Gral" zu halten und blindlings zu uebersetzen, denn auch mit dem Lektorat hapert es leider hier!
Dabei kommen kiffende, fluchende, etc. Kommissare heraus, die eigenlich keinen positiven Beitrag zur Krimi-Szene leisten koennen, selbst wenn sie wollten.
Thriller schon allemal nicht, da einfach reine Polizei-Arbeit schlecht organisiert und noch schlechter beschrieben wird.
Und davon gibt es Besseres von anderswo, sogar hier in Good Old Germany...