Es gibt viele Handlungsstränge in diesem Thriller, die gleichbedeutend erscheinen: zunächst natürlich die Suche nach dem Mörder - oder der Mörderin - der Männer, die mit abgeschlagener Hand aufgefunden werden, dann noch Ninas Versuche, die Unschuld der Verdächtigen zu beweisen, zudem allgegenwärtig die Suche nach den Straw Men und ihren Köpfen. Zu guter Letzt noch die Geschichte von ein paar gelangweilten Jugendlichen aus reichen Elternhäusern, die zunächst lediglich mit Drogen dealen, doch sehr schnell durch Intrigen tiefer in den Sog der Kriminalität geraten.
Bei all dem den Überblick zu behalten und vor allem die Zusammenhänge zu erraten, ist gar nicht so einfach. Doch, wenn die Auflösung endlich kommt, macht sie auch Sinn.
Beim Verständnis hilft auch der einfache Schreibstil, der, neben der spannenden Geschichte, dafür sorgt, dass man schnell lesen kann, um zu erfahren, was noch alles passiert und wer eigentlich hinter den Straw Men steht.
Verschwörungstheorien sind immer ein heißes Pflaster, so auch in diesem Fall. Die Straw Men werden mit allen möglichen Mythen und historischen Ereignissen verbunden, ähnlich wie es den Freimaurern in Büchern oft geschieht - und auch diese kommen vor. Das wirkt ein wenig dick aufgetragen, aber das haben Verschwörungstheorien in Thrillern ja an sich ...
Ein großer Showdown beendet das Buch, auch wenn die Frage offen bleibt, ob dies jetzt wirklich das absolute Ende der Reihe war ...
Wenn man die vorigen Bände nicht gelesen hat, ist es schwer, sich in die Handlung einzufinden, auch wenn die wirklich wichtigen Begebenheiten meist nochmals erwähnt werden.
Wenn man die anderen beiden Bücher aber schon kennt, kann man von diesem Buch ein paar Stunden gut unterhalten werden, da es leicht und flüssig zu lesen ist und auch die Handlung nicht unspannend ist.