Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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25 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Jennifer Armintrout ist ein beeindruckendes Debüt gelungen., 6. November 2007
Carrie hat mit 28 Jahren bereits zu einem großen Teil ihr Lebensziel erreicht. Sie arbeitet als Ärztin in der Notaufnahme eines Krankenhauses. Da sie aber erst acht Monate den Status Doktor ihr eigenen nennen darf, steht sie immer noch unter der Beobachtung der anderen Ärzte und muss sich ständig beweisen. Bisher hat sie sich immer gut geschlagen, aber der verstümmelte Patient, der an diesem Abend in die Klinik eingewiesen wird, ist selbst ihr zu viel. Alles an ihm ist blutig, er hat Löcher in der Brust, ihm fehlt ein Auge und der Kiefer sitzt nicht mehr da, wo er sein sollte. Sein verbliebenes, blaues Auge funkelt sie an, als wäre er noch immer bei vollem Bewusstsein, dabei ist das bei diesen schweren Verletzungen unmöglich. Carrie rennt hinaus und übergibt sich, womit sie sich dem Gespött der Kollegen preisgibt. Ihr Vorgesetzter empfiehlt ihr sogar, den Beruf zu wechseln.
Da sie sich selbst beweisen will, dass sie kein Schwächling ist, geht sie hinunter in die Leichenhalle, in die der inzwischen verstorbene Patient eingeliefert wurde. Zu ihrem Erstaunen findet sie dort keine Wache, sie scheint alleine zu sein. Umso beherzter reißt sie das Laken von der Leiche, die sie für die Gesuchte hält, doch darunter befindet sich der getötete Nachtwächter. Der vermeintliche Patient steht wieder hergestellt im Raum und greift Carrie an. Schwer verwundet wird sie in die Notaufnahme gebraucht und ist nun für viele Monate selbst ein Patient. Als sie endlich entlassen wird, stellt sie fest, dass sie kein Sonnenlicht mehr vertragen kann und ein unstillbarer Hunger sie quält. Auch mit ihrer Körpertemperatur stimmt etwas nicht. Sie kommt zu dem schwer nachvollziehbaren Ergebnis, dass sie ein Vampir geworden ist. Sie findet sogar Hilfe bei einem anderen Blutsauger, allerdings muss sie sich der Organisation anschließen, der er angehört, damit sie nicht von ihm umgebracht wird. Es gibt da aber auch noch ihren Erzeuger, zu dem sie die intensiven Blutsbande spürt. Wie wird sie sich entscheiden?
Aktuell erscheint eine wahre Flut von Vampirromanen, aus der "Die Verwandlung", der erste Teil der Serie "Blutsbande", von Jennifer Armintrout jedoch positiv hervorsticht. Auch ihre Geschichte hat einen romantischen Einschlag, wie so viele Bücher des Genres, allerdings hat sie sich ansonsten auf handfeste Action und Horror verlegt. In ihrem Buch geht es blutig zu, Menschen sterben, Wunden werden gerissen und die Protagonisten sind ständiger ausgesetzt. Armintrouts Vampirdasein ist ein grausames.
Ihre Heldin Carrie stolpert von einer Gefahr in die nächste und weiß zu Anfang doch selbst noch nicht genau, was sie eigentlich ist. Vor ihrem Blutdurst verspürt sie Angst, trotzdem kann sie sich ihm nicht entziehen. Auf der Suche nach Antworten gerät sie zuerst an den verführerischen Nathan, doch obwohl dieser selbst ein Vampir ist, jagt er andere seiner Gattung. Es gibt eine Bewegung, die die Vampire tötet, die gegen ihre Regeln verstoßen. Diese verbieten es, Menschen zu töten oder gewaltsam von ihnen zu trinken. Außerdem dürfen keine Nachkommen geschaffen werden. Da Carrie von einem gewalttätigen Vampir abstammt, sind die Chancen gering, dass sie sich gegen ihre Blutsbande wehren kann und nicht genauso wird wie er. Darum kümmert Nathan sich zwar um sie und will sie gerne in der Organisation haben, er ist aber auch voller Misstrauen.
Die junge Frau selbst fühlt natürlich auch den Drang zu ihrem Schöpfer und so geht sie auch zu diesem. Seinem Reiz, der durch das geteilte Blut wie eine Welle über sie hereinbricht, ist sie so stark ausgeliefert, dass sie sich ihm kaum entziehen kann. Doch sie weiß auch, was er ist und bekommt seine Grausamkeit mit Wonne von ihm präsentiert. Hat sie so viel Macht über sich, sich zwischen diesen beiden Vampiren zu entscheiden? Oder wird das Blut, dass in ihren Adern fließt, darüber bestimmen, was mit ihr passiert?
Carries Charakter ist für den Leser leicht nachzuvollziehen, man begleitet sie auf ihrem Weg wie ein Freund. Dazu kommt noch die unglaubliche Spannung, die sich durch den gesamten Roman zieht und bis zum Schluss gehalten werden kann. Die Dialoge zwischen Carrie und den Vampiren sind gut ausgearbeitet und überzeugen zusätzlich durch eine gute Brise Humor. Alles in allem also ein rundum gelungener Vampirroman, der alles bietet, was man sich in diesem Genre wünscht: Action, Spannung, Horror, Erotik und sogar ein wenig Humor. Jennifer Armintrout ist ein beeindruckendes Debüt gelungen.
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Hart und gut, 2. Dezember 2007
Als die Ärztin Carrie in der Pathologie von einem Vampir angefallen und verletzt wird, beginnt sie sich zu verändern. Über das Internet sucht sie Hilfe und findet sie über einen Umweg bei Nathan, einem Vampir, der im Auftrag der "Bewegung" andere Vampire jagt und vernichtet. Er stellt sie vor die Entscheidung, der Bewegung beizutreten oder zu sterben. Fortan steht sie zwischen Cyrus, ihrem Schöpfer, mit dem sie durch die Blutsbande verbunden ist, und Nathan, der ihr trotz seines Ultimatums immer wieder zur Seite steht.
In einer harten, direkten und ruppigen Sprache schildert die Autorin so manche Grausamkeit. Dabei schreitet die Geschichte rasch voran und ist voller überraschender Wendungen.
Carrie ist eine echte Sympathieträgerin, man nimmt an ihrem Schicksal wirklich Anteil, denn sie macht nicht nur eine körperliche, sondern vor allem auch eine seelische Veränderung durch. Als Leser begleitet man sie gern auf ihrem Weg.
Auch die beiden Männer, zwischen denen sie steht, und die Nebenfiguren sind klar und sorgfältig gezeichnet. Es gibt kein reines "Gut" und "Böse", im Verlaufe des Romans verschwimmen die Grenzen immer mehr.
Der Roman ist im doppelten Sinne blutvoll: Er hat Tempo und Aussage, und es fließt reichlich Blut.
Für schwache Mägen ist er defintiv nicht geeignet, denn er ist stelllenweise wirklich ekelig. Aber die Geschichte an sich ist gehaltvoll, und sie ist trotz aller Düsternis nicht ohne Humor.
Ein Schuß Erotik - mal sehr direkt, mal eher unterschwellig - rundet dieses rundherum gelungene Buch ab.
Wunderbar! Ich freue mich schon auf die Fortsetzung "Besessen", die im Oktober nächsten Jahres erscheinen wird.
Und die Autorin hat noch viel zu erzählen: Die Handlungsstränge um die Bewegung, den Souleater und die Hexe Dahlia warten darauf, weiter erzählt zu werden.
Womit ich auch bei meinem einzigen Kritikpunkt angekommen bin: Der Souleater wirkt im ersten Band noch etwas eindimensional, von seiner Entwicklung zu dem, was er jetzt ist, erfährt man noch nicht all zu viel, sein Gefühlsleben liegt weitestgehend im Dunkeln. Ich hoffe, dass dieser Charakter im Folgeband mehr Facetten erhält, denn er hat das Potential zu einer sehr interessanten Figur. Bislang ist dieses Potential nicht ausgeschöpft, sondern lediglich angedeutet.
Alles in allem einer der gelungensten Romane, den ich in letzter Zeit gelesen habe, auch, weil er der Vampir-Thematik neue, frische Ideen hinzufügt.
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23 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Zum Reinbeissen, 8. Oktober 2007
Carrie ist eine junge Ärztin, welche direkt nach dem Studium in der Notfallannahme arbeitet, als ein Mann mit riesigen Löchern im Körper eingeliefert wird, der seinen Verletzungen erwartungsgemäss erliegt. Weniger erwartungsgemäss greift der gleiche Mann sie jedoch später an. Carrie überlebt knapp. Nach Wochen verlässt sie das Krankenbett und ist nicht mehr der gleiche Mensch. Licht schmerzt ihre Augen. Essen stillt ihren Hunger nicht mehr. Carrie weiss, sie ist jetzt das was ihr Angreifer war - ein Vampir. Und schon bald findet sie weitere Vampire. Der mysteriöse, gutaussehende Nathan von der Gesellschaft für freiwillige Selbstausrottung der Vampire stellt sie vor die Wahl sich anzuschliessen oder ausgelöscht zu werden. Doch Carrie fühlt bereits die Blutsbande, die sie an ihren Schöpfer, den grausamen Vampir Cyrus binden, der einen Ruf aussendet, dem Sie schwer widerstehen kann. Daher ist die Frage nicht, ob sich Carrie für Gut oder Böse entscheiden wird, sondern ob sie überhaupt eine Wahl hat.
Was Jennifer Armintrout mit "Die Verwandlung", dem ersten Teil einer Serie, hier abliefert ist eine sehr ernste und grossenteils düstere Geschichte. Hier fliesst Blut, hier kullern die Augäpfel und knacken die Knochen. Dennoch ist die Spannung erträglich. Es gibt keinen Kriminalfall, der gelöst werden müsste. Es geht einzig um Carrie's Schicksal, wie sie sich entscheiden wird und ob ihr überhaupt eine Entscheidung offensteht. Statt dessen wird die Geschichte aber mit Romantik und Sex gewürzt, ist jeoch kein Romance und keinesfalls kitschig, auch ein Blümchen-Happy-End sollte man eher nicht erwarten ... jedenfalls noch nicht, denn es geht ja noch weiter mit der Serie.
Insgesamt hat mir die Story sehr gut gefallen, ein paar kleinere Kritikpunkte sind vielleicht in Carrie's Charakterisierung zu finden. Carrie ist nicht sehr tief gezeichnet und ich hatte Schwierigkeiten 100%ig mit ihr warm zu werden. Andererseits ist sie aber auch keine dieser schnippigen Grössenwahn-Tanten mit Vorlautmundwerk. Ich hoffe, dass wir in Band zwei noch ein paar bessere Einblicke in Carrie's Kopf erhalten werden. Sonst aber war ich eher angenehm überrascht, fand das Buch gut geschrieben und trotz fehlenden "Falles" spannend. Ich habe es in einem Rutsch durchgelesen.
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