Im Prolog lernen wir einen Jungen kennen, der Angst vor seinem Vater hat. Der Prolog ist etwas verstörend. Dann lernen wir in den ersten Kapiteln das Ermittlerteam um Malin Fors kennen mit der ganzen Familienproblematik des Teams. Malin ist von ihren Kollegen geschätzt, sie ist sehr klug, hat Alkohol- und Eheprobleme und fühlt sich für die Entführung ihrer Tochter im vorhergehenden Buch verantwortlich. Sie ist ziemlich einsam, lässt aber auch keinen an sich ran.
Dann geschieht ein Mord. Ein Wirtschaftsjurist wird im Graben seines noch nicht lange vorher gekauften Schloßes gefunden. Verdächtige finden sich genug, so dass der Leser schön mit ermitteln kann. Mehr verrate ich zur Story nicht um die Spannung nicht vorweg zu nehmen.
Die Sprache des Autors hat mir sehr gut gefallen, er beschreibt alles detailiert, das Mordopfer schleicht sich in die Träume und Gedanken von Malin, so dass sein Leben bis zu seinem Tod aufgerollt wird. Der Autor lässt eine leichte Sozialkritik mit einfließen - es gibt doch sehr viele Unterschiede zwischen arm und reich. Er lässt auch einige ziemlich kluge Sätze über Gewalt und seine Ursachen fallen.
Fazit: ein spannender Ratekrimi. Die beiden vorherigen Bücher um Malin Fors setze ich schon mal auf meine Leseliste