Es besteht ein Unterschied zwischen bewundernswerter Unabhängigkeit und der Unfähigkeit sich zu binden. Anders ausgedrückt, Henry Fitzroy III, 453 Jahre alter Vampir und Autor von Liebesromanen und Mike Celluci, heißblütiger, italienisch stämmiger Cop, sind sich einig: Vicky soll sich zwischen ihnen entscheiden.
Dann jedoch stirbt Vickys Mutter und die Rivalen sind gezwungen zusammenzuarbeiten. Die junge Frau, die ohnehin schon am Rande des Zusammenbruches steht, entdeckt nämlich, dass der Leichnam ihrer Mutter gestohlen und für wissenschaftliche Experimente missbraucht wurde.
Reanimierte Tote, verrückte Wissenschaftler und geheime Labore - Frankenstein lässt grüßen. Neben dieser eher mäßig geglückten Neuinterpretation des Horrorklassikers sind die Beziehungsprobleme von Vicky, Henry und Celluci eher von Interesse. Leider gibt es auch dazu keine Überraschungen oder interessante Wendungen - alles läuft genau so ab, wie es sich schon im ersten Band, BLUTZOLL, abgezeichnet hat.
Somit ist die Aufarbeitung der problematischen Beziehung von Vicky zu ihrer (toten) Mutter das Einzige, was aus der Geschichte wirklich heraussticht. Vicky versteckt dabei ihre Verletzlichkeit unter eiserner Selbstdisziplin und droht daran zu zerbrechen. Erst als einer ihrer Freunde in Gefahr gerät erkennt sie, dass es nicht Schwäche bedeutet, jemanden zu lieben und zu brauchen.
BLUTPAKT wird durch BLUTSCHULD fortgesetzt, das zusammen mit einer völlig neuen Geschichte, BLOOD BANK im Band "The Blood Books, Volume III, Blood Debt, Blood Bank" im September 2006 erscheinen wird. Derzeit gibt es keine mir bekannten Übersetzungspläne von BLOOD BANK.