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Blutmilch: Wie die Bauern ums Überleben kämpfen
 
 
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Blutmilch: Wie die Bauern ums Überleben kämpfen [Gebundene Ausgabe]

Romuald Schaber
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 280 Seiten
  • Verlag: Pattloch (4. Oktober 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3629022731
  • ISBN-13: 978-3629022738
  • Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 13,2 x 2,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 128.719 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Romuald Schaber
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Wer in 10 Jahren noch gute Milch trinken will, muss dieses Buch heute lesen. Ein ernstes Thema, locker, ja beinahe unterhaltsam geschrieben. Große Klasse!" SWR3 Buchtipps, 09.12.2010

Kurzbeschreibung

Er ist nur ein einfacher Bauer, der mit seiner Frau und seinen Kindern einen Hof im Allgäu bewirtschaftet. Er hat nicht studiert und nie ein Managementtraining besucht. Aber wenn die Chefs der Milchkonzerne einen Mann fürchten, dann ihn: Romuald Schaber. Er gilt als knallharter Verhandler und als ein Mann, der in großen Zusammenhängen denken kann. 33 000 Milchbauern hat der Milchrevoluzzer aus dem Bauernverband herausgeführt, weil die sich dort verraten und verkauft vorkamen. Für die europäischen Milchbauern ist er schlicht ein Held. Sie wissen, nur »Romi« kann sie vor dem Untergang bewahren. Romuald Schabers Buch ist die bewegende Geschichte eines Mannes, der seine Familie, seinen Beruf und seine Heimat liebt und deshalb gegen das Bauernsterben in Europa kämpft. Seine Geschichte und sein Hilferuf gehen uns alle an: »Der Milchpreis, den uns die Konzerne diktieren, ist der Preis, an dem die Bauern sterben. Billige Milch ist Blutmilch!«

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Wer dieses Buch gelesen hat, weiß wohin die Reise in alle Richtungen gehen soll (Die, die überleben wollen ..Soylent green der Film aus den 80-ern gibt einen Vorgeschmack) - der Verbraucher muss alles essen, was die Industrie vorsetzt, weil die letzten Bauern dann ausgerottet (ja, ich formuliere bewusst so hart) worden sind.

Die Texte des Buches lassen einen Lachen, Schmunzeln, das Lachen im Halse Stecken bleiben und treiben einem die Tränen der Wut und der Trauer in die Augen. Selten hat mich ein Buch so gefangen genommen, sowohl was den Schreibstil angeht als auch den Inhalt. Man spürt hier schreibt jemand, dem das Thema am Herzen liegt, dem es um die Existenz geht.

In Deutschland hinkt man oftmals hinterher, weil gerne der Preis vor der Qualität kommt und vielen es völlig egal ist, woher die Dinge stammen, die sie essen - Hauptsache billig. Sicher müssen viele auf die Preise schauen, aber wenn man mehr selbst kochen würde und nicht auf das Fertigfutter zurückgreifen würde, könnte man sich bessere Lebensmittel leisten. Wer kann, sollte die Supermärkte meiden und direkt einkaufen - glücklich ist der, der noch Rohmilch bekommt. Bei dem Geschmack kommen bei mir immer Erinnerungen auf und - oh Gott- ich lebe noch, obwohl ich Rohmilch und Rohmilchkäse esse. Dieses Buch zeigt mir, dass nicht nur einzelne so denken, sondern ein ganzer Berufsstand durch die Lobbyisten und nun, ja schwach ausgebildete Politiker unter die Räder kommt. Steht auf wenn ihr ein Bauer seid - so formuliert es Herr Schaber, man könnte auch sagen: Lest das Buch und macht die Augen auf, wenn ihr mündige Verbraucher seid.

Sensationell und zupackend, ein Buch voller Kraft und Saft - schlichtweg lesenswert.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Dieses Buch zeichnet sich durch seine realistische Beschreibung der Umstände und Gegebenheiten in der deutschen und europäischen Milchwirtschaft sowie der agrarpolitischen Rahmenbedingungen aus. Es beschreibt die Entstehungsgeschichte des Bundesverbandes deutscher Milchviehhalter (BDM), eines Berufsverbandes, der sich zu einer ernstzunehmenden Konkurrenz zum alteingesessenen Bauernverband entwickelte, dessen etablierte Funktionen sich immer mehr in die Netzwerke aus Politik und Industrie verfilzt und damit von der Basis, von den Bauern, entfernt hat. Mit dem BDM und seinem europäischen Pendant EMB gibt es nun eine Berufsvertretung, die sich tatsächlich um die wirtschaftspolitischen Bedürfnisse der Milcherzeuger kümmert. Das in Zeiten, in denen der Milchmarkt labil ist wie selten zuvor. Die Milchbauern haben es erlebt, was passieren kann, wenn aus wirtschaftlicher Notwendigkeit heraus die Produktionsmengen ausgeweitet werden, obwohl der Markt gesättigt ist. Der Milchpreis fällt weit unter zur Kostendeckung nötiger Beträge. Doch einen Einfluss auf die produzierten Mengen wie auf die zu erzielenden Preise haben die Bauern nicht. Schlimmer noch: die Milchindustrie heizt im Schulterschluss zu Bauernverband und Politik die Produktion unnötiger Mengen noch an. So geraten die Bauern in eine Schuldenfalle, die sie zum Weitermachen zwingt. Industrie und Investoren freut das, kommen sie doch so an das eigentliche Kapital ran: Land und Boden. Große Agrarfabriken können so entstehen, auch gegen einen zunehmenden Widerstand aus der Bevölkerung. Die Produkte verkommen zu Einheitsware ohne entsprechend nötige Wertschöpfung. Gestützt wird dies durch Subventionen, durch Steuergelder. Bäuerliche Familienbetriebe, die nachhaltig und generationenübergreifend wirtschaften möchten, für einen kostendeckenden Markt, für die Bürger des Landes, im Sinne eines immer wichtiger werdenden Umwelt- und Tierschutzes, bleiben dabei auf der Strecke.
Die Gründe für den Widerstand der Milchbauern erläutert dieses Buch. Auch, wie sie Widerstand leisten. Und leider auch, wie einige scheitern. Mag sein, dass mancher Leser erschüttert sein wird über die Schilderungen. Ich halte es aber für notwendig, dass es geschrieben wurde.
Einen Punkt Abzug vergebe ich nur für eine zuweilen romantisierende Ansicht der Landwirtschaft (oder vielmehr wie sie sein könnte).
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Thorsten Wiedau HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Das Buch BLUTMILCH von Romuald Schaber, einem Milchbauern aus dem Allgäu, einem von 30.000 Milchbauern in Deutschland, thematisiert das große Problem um den Milchpreis. Seit Jahrzehnten ist die Milch anscheinend zu billig in Deutschland und obwohl es immer wieder einmal Preiserhöhungen gibt, bleibt der Preis pro Liter Milch doch auf einem Spottpreisniveau. Wer ist daran Schuld? Diese Frage ist nicht einfach zu beantworten, denn es hat Wechselwirkungen gegeben, zwischen den Milchbauern, den Genossenschaften und den Milchkonzernen sowie den großen Händlern. Klar ist aber das die Milchbauern in Deutschland ihre Milch zu billig abgeben, zwischen 20 und 23 Cent der Liter für die Rohmilch ist keine Seltenheit, es kann auch schon einmal weniger sein. Mehr bekommen nur die Biobauernhöfe, doch auch dieser Weg ist steinig und lang.

Es ist die Schuldfrage die uns alle interessiert, ist es nicht so?

Ich frage mich schon seit langem als Endverbraucher wieso die Genossenschaften nicht in der Lage sind ihre Milch zu einem anständigen Preis zu verkaufen?

Ich frage mich, wieso die großen Handelsketten, ich möchte hier keine beim Namen nennen, die Milch jedes Jahr billiger einkaufen wollen und müssen und wieso sie sogar bereit sind die Milch aus dem Ausland zu beziehen, um die Milchbauern noch mehr unter Druck zu setzen?

Ich frage mich, wieso das Heil vieler Genossenschaftsvorsitzenden und des Bauernverbands darin liegt, den Bauern zu raten mehr und mehr und mehr Milch zu produzieren - ich denke dieser Weg führt in den Untergang und hilft nicht.

Ich frage mich letztendlich warum überhaupt diese Situation eingetreten ist und niemand den drohenden Kollaps und die jahrelange Subventionsspirale aufgehalten hat.

Das Buch BLUTMILCH von Romuald Schaber zeigt anhand des Schaberhofs ein Einzelschicksal das aber symptomatisch für die 30.000 Milchbauern in Deutschland ist. Es zeigt auf das die Verbände reden aber nicht tun können oder wollen, es zeigt auf das die Banken die Kredite zur Expansion und Modernisierung weiter einziehen auch wenn die Preise für Milch mal eben schnell um 20 - 30% fallen und es zeigt auf das die Milchbauern immer länger arbeiten für immer weniger Einkommen. Die Subventionen der EU sind notwendig geworden um das Überleben zu sichern doch muss man sich fragen ob etwas Sinn macht das subventioniert werden muss.

Wo liegt die Lösung? Revolution? Breite Medienpräsenz? Öffentlichkeitsarbeit? Ein höherer Milchpreis der bei 40 Cent den Liter liegen sollte? Sind das Lösungen?

Wieder einmal denke ich, es ist nicht Zeit dafür die Auswirkungen zu bekämpfen sondern die Ursache? Wer ist Schuld, hier hilft auch Selbstreflexion, selbst wenn es schmerzhaft ist und das Übel an der Wurzel packen.

Eine Lösung wäre: es muss eine halbstaatliche Stelle her, nach dem Vorbild von Kanada, die Milchquoten und Preise sowie den Fluss der Milch von den Erzeugern zu den Verarbeitern und den Händlern kontrolliert und alle schützt. Der Bauer bekommt den fairen Preis, die Verarbeiter haben ihre Marge und der Handel überzeugt den Kunden den richtigen Preis pro Liter zu bezahlen.

Ob nun eine Kommission das Richtige ist oder das DPSB aus den USA oder eventuell eine Eigenkreation in Deutschland mag vorerst nicht ausschlaggebend sein - was wichtig ist, ist das die Milchbauern das Heft selbst in die Hand nehmen und informieren.

Ich rate jedem Milchbauern alle Nachbarn und Einwohner in seiner Umgebung zu informieren und auf den Missstand aufmerksam zu machen, so wird ein Bewusstsein geschaffen das dem Verbraucher hilft am Ende auch höhere Preise zu akzeptieren.

Das Buch BLUTMILCH von Romuald Schaber war schon lange überfällig, jeder der Milch trinkt sollte es lesen!

Sehr empfehlenswert!
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