Eine junge Philippinin wird vergewaltigt und ermordet in London aufgefunden. Ihr Ehemann verdaechtigt den irakischen Bankier Hammoud und beauftragt den Privatermittler Sam Hoffman mit der Aufklaerung des Falls. Hoffman, spezialisiert auf internationale Finanzgeschaefte, nimmt den Auftrag nur sehr widerstrebend an, muss aber bereits nach kurzer Zeit erkennen, dass er einem milliardenschweren Finanzkomplott auf der Spur ist, das sich hinter der Londoner Bank Coyote Investment verbirgt. Mit Hilfe einer bei Coyote Investment angestellten Computerexpertin, Lina, gelingt es Hoffman, die wahren Hintergruende der Firma offenzulegen. Lina, die eigentliche Hauptfigur des Romans, stoesst auf ein regelrechtes Geflecht von weltweiten und illegalen Nummernkonten, auf denen das Vermoegen des irakischen Diktators transferiert und gewaschen wird. Mit dem gewaltsamen Tod des Diktators entbrennt ein Kampf der verschiendenen Interessengruppen um seine illegale Erbschaft, der an Brutalitaet kaum zu ueberbieten ist. Ueberraschenderweise stellt Sam Hoffman fest, dass auch sein Vater Frank, ein Mitarbeiter der CIA, direkt in dieses Finanzgeflecht eingebunden und quasi der Geburtshelfer dieser auf Nummernkonten basierenden Geheimoperation ist. Lina - kurzzeitig im Foltergefaengnis des irakischen Geheimdienstes misshandelt - bleibt jedoch ihren moralischen Grundsaetzen treu, dringt in das System ein und zweigt eine groessere Summe ab, die sie exilirakischen Gruppierungen zur Verfuegung stellt.
David Ignatius hat einen durchaus anspruchsvollen und spannenden Spionagethriller geschrieben, dessen Spannungspegel nur selten abflacht. Auch wenn der Roman natuerlich frei erfunden ist, ist er dennoch beklemmend real und die Grenze zwischen Realitaet und Fiktion verschwimmt. Das Romanende ist durchaus so gestaltet, dass man auf eine weitere Romanfolge hoffen koennte, denn es ist noch genuegend Raum fuer weitere Handlungen vorhanden.