Nun sind wir also schon beim 8. Band dieser Reihe, die ich so sehr liebe. Rachel ist vom Hexenzirkel wegen schwarzer Magie gebannt und der Zirkel ist hinter ihr her, will sie aus dem Verkehr ziehen. Wo sie auch hingeht, es findet sich immer jmd. der hinter ihr her ist - sei es um sie einfach aus dem Verkehr zu ziehen oder um sie als Gebärmaschine zu missbrauchen, um mehr Personen in die Welt zu setzen, die Dämonenmagie entzünden können. Da sich ihre Situation zuspitzt, können ihr auch ihre Verbindungen zu den Vampiren und Werwölfen nicht mehr helfen - und Rachel ist mit ihren Freunden auf sich selbst gestellt, um aus dieser tödlichen Situation zu entkommen.
Ivy und Jenks sind natürlich wieder verlässliche Freunde, auch wenn Ivy in diesem Band irgendwie blass erscheint und eine relativ kleine Rolle zugesprochen bekommt.
Dann trifft man in diesem Band wieder mal auf Pierce. Er steht Rachel zwar zur Seite, scheint aber auch irgendwie sein eigenes Ding zu drehen. Pierce taucht überall auf, ist immer mit von der Partie - und mir war es einfach etwas zu viel Pierce... Ich werde mit dem Charakter einfach nicht richtig warm und Kim Harrison kann mich mit der großen Liebe zwischen Rachel und Pierce, die ja angeblich Rachels Leben schon immer bestimmt hat (auch wenn wir Pierce erst vor kurzem kennnengelernt haben und er in den vorigen Bänden keine Rolle gespielt hat), nicht überzeugen.
Al ist auch wieder mit von der Partie und wird langsam zu einer verlässlichen Konstante in Rachels Leben. Auch wenn seine Hilfe nicht immer ganz uneigennützig ist, so gewinnt er doch immer mehr an Sympathiepunkten (im Gegensatz zu Pierce ... nun ja, zumindest in meinen Augen).
Natürlich bekommt auch Trent wieder eine Rolle in diesem Buch und er besticht wieder mal durch seine Zwielichtigkeit. Er ist einfach ein interessanter Charakter und man weiß nie so wirklich woran man bei ihm ist, welche Ziele er wirklich verfolgt. Und das Ende lässt glücklicherweise verhoffen, daß wir mehr davon bekommen :)
Des weiteren trifft man in dem Buch auf einen alten Bekannten, den "guten" Nick, dessen Hilfe Rachel in Anspruch nimmt - na, ob das gut gehen wird?
Seit Kisten nicht mehr dabei ist, fehlt mir einfach was und ich hoffe sehr, daß Kim Harrison diese Lücke wieder füllen kann.
Alles in allem war dieser 8. Band durch und durch spannend und nimmt immer wieder ereignisreiche Wendungen. Aber es hat mich einfach nicht wirklich vom Hocker gerissen. Es war zwar immer was los, aber die Charaktere konnten mich einfach nicht so recht überzeugen: Zu wenig Ivy, viel zu viel Pierce, etc.! Über Männergeschmack lässt sich bekanntlich streiten, aber irgendwie gelingt es Kim Harrison einfach nicht mir Pierce schmackhaft zu machen... Nun ja, wir werden sehen wie es weitergeht.
Hm, ich tendiere zu 3,5 Sterne, vergebe letzten Endes aber 4 Sterne, da mir die Reihe ansich sehr gut gefällt - auch wenn sie für mich persönlich gerade an kleinem Tiefpunkt ist.