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Blut will fließen [Gebundene Ausgabe]

James Ellroy , Stephen Tree
3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (26 Kundenrezensionen)

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Kurzbeschreibung

30. Dezember 2009
USA, 1968: Nixon und Humphrey kandidieren für das Präsidentenamt. Der Wahlkampf ist hart und geprägt von Verleumdung und Korruption. Die Ermordung von Martin Luther King und Robert Kennedy, die Proteste von Schwarzen und Studenten wie auch der Vietnamkrieg bringen Unruhe in das Amerika jener Tage. In Los Angeles beschäftigt Scotty Bennett vom LAPD der ungeklärte brutale Überfall auf einen Geldtransporter, bei dem mehrere Millionen Dollar und eine größere Menge Smaragde verschwanden. Je mehr er bei den Ermittlungen in die Nähe der Machtzentren gerät, desto gefährdeter ist seine Mission - und auch sein Leben. Steckte das FBI hinter dem Überfall? Flossen die Millionen in Nixons Wahlkampf? Was hat Howard Hughes Nixon versprochen? James Ellroy führt zu den Hintertreppen der Macht und besticht mit seiner radikalen Gesellschaftskritik, einer explosiven Mischung aus Verschwörung und Gewalt, Besessenheit, Sex und Drogen.

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 784 Seiten
  • Verlag: Ullstein Hardcover (30. Dezember 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3550086776
  • ISBN-13: 978-3550086779
  • Originaltitel: Blood's a Rover
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 15 x 5,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (26 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 295.798 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

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Er werde nie ein Buch schreiben, das später als 1972 spielt, sagte James Ellroy einmal in einem Interview, womit Blut will fließen der am nächsten an der Gegenwart liegende Roman des großen amerikanischen Ausnahmekrimischriftstellers wäre: Denn das Buch behandelt die vier Jahre von 1968 bis 1972, dreckige Jahre der amerikanischen Geschichte, regiert von Perversion und Korruption bis in die höchsten Spitzen der Politik hinein – so zumindest die Überzeugung Ellroys. Und so spinnt er um die historischen Fakten dieser Zeit – die Ermordung von Martin Luther King und Robert Kennedy, den chaotischen Wahlkampf zwischen Nixon und Humphrey, den Vietnamkrieg und die Studentenproteste, den verbitterten Kampf des FBI-Chefs J. Edgar Hoover gegen die schwarze Bürgerrechtsbewegung, die Versuche des Milliardärs Howard Hughes, sich Las Vegas unter den Nagel zu reißen, und, und, und – eine fiktive Handlung von schmutzigen Geschäften, Millionenbestechungen, Sex, Macht und Gewalt, die einem den Atem raubt.

Ellroys Ansatz ist der eines Verschwörungstheoretikers: Dass es in Politik und Wirtschaft unsauber zugehe, dass die großen Entscheidungen in Wirklichkeit in Hinterzimmern von Drahtziehern getroffen würden, dass alle Mächtigen gehörig Dreck am Stecken hätten – das glaube doch in Wahrheit jeder, so seine Grundannahme. Und so nimmt er sich die Freiheit und konstruiert innerhalb der historischen Eckdaten die denkbar finsterste Alternativversion der Geschichte, die natürlich fiktiv ist, aber immerhin so stattgefunden haben könnte. Nicht von ungefähr beschäftigt Ellroy Rechercheure, die sicherstellen, dass alles, was er schreibt, zumindest keinen historischen Fakten widerspricht.

Ist dies noch ein Krimi oder schon ein historischer Roman? Spannend wie ein Krimi ist das Buch allemal, schon allein aufgrund der schier unglaublichen Verstrickungen, die Ellroy den Mächtigen und den an die Macht Wollenden, den Strippenziehern und ihren Marionetten, den Schlägern und den Geschlagenen andichtet. Aber, das muss auch gesagt werden: Das Buch ist keine einfache Lektüre, es liest sich alles andere als leicht; das Attribut „sperrig“ ist noch schmeichelhaft. Dies liegt zum einen an Ellroys charakteristischem Stil, der in extremer Dichte stakkatohaft mit Fakten vollgestopfte Hauptsätze aneinanderreiht und die Handlung in nicht nachlassendem Tempo vorantreibt, zum anderen an der kaum zu überblickenden Vielzahl an Figuren – so ist nun mal die Wirklichkeit, scheint Ellroy einem auf jeder Seite zuzurufen, die Dinge sind kompliziert und verwickelt, und es sind immer mehr Leute in die dunklen Machenschaften verstrickt, als einem ein „gewöhnlicher“ Thriller an Figuren zumuten würde. Die Welt ist schlecht, und das Leben ist kein Roman. -- Christoph Nettersheim

Pressestimmen

»Blut will fließen ist Ellroy at his best.«  Stephen King in Entertainment Weekly, 30.04.2010 »Ellroy ist der wohl wahnsinnigste unter den lebenden Dichtern und Triebtätern der amerikanischen Literatur.« Süddeutsche Zeitung »Amerika zwischen 1968 und 1972 als wilder Fiebertraum in Stakkato-Prosa - das kann nur der ›Höllenhund der Literatur‹.« FAZ, Peter Körte, 27.06.10 »Ein sensationell guter Roman, weit mehr als ein Kriminalroman.« Denis Scheck, ARD Druckfrisch, 31.01.2010 »Ist der herausragende Abschluss der großen `Underworld USA`-Triologie des Autors, der vielen als bedeutendster Thrillerautor der Gegenwart gilt.« dpa, Ralph Guhlke, 01.02.2010

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
22 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nix für einsteiger.... 6. Mai 2010
Format:Gebundene Ausgabe
ich möchte nur kurz was zu den negativen rezensionen hier loswerden: da stammen einige von menschen, die noch nie in ihrem leben vorher einen ellroy gelesen haben. klar, wenn man mit dieser harten, knochentrockenen schwarte in den ellroy-kosmos einsteigt, kann man ganz sicher nix damit anfangen - es ist aber eine ungerechtigkeit, einen autor mit einem so hochkomplexen werk dann auf dieser grundlage so dermassen abzuqualifizieren. ich empfehle jedem, der noch keine ellroy-erfahrung hat, mal mit einem früheren werk zu beginnen - der "schwarzen dahlie" etwa, mindestens aber die zwei vorherigen teile der "underworld usa" - trilogie, "ein amerikanischer thriller" und "ein amerikanischer alptraum" zu lesen, dann versteht man auch die politischen zusammenhänge leichter und kann den stil von ellroy eher nachvollziehen. erweist diesem grossen mann der amerikanischen literatur ein wenig respekt!
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15 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Amerikanische Geschichte 6. Januar 2010
Format:Gebundene Ausgabe
Wie ich feststellte, handelt es sich um den 3. Band einer Trilogie - die beiden Vorgänger kenne ich nicht -, die von den 60er Jahren in den USA handelt.

Es wird zu Beginn kurz von einem Raubüberfall 1964 auf einen Geldtransporter erzählt. Dann folgt eine Aneinanderreihung von vielen Namen und deren Geschichte, so dass man sich etwas schwer in das Buch hineinfindet. Nachdem die Personen beschrieben wurden, geht es normal" weiter. Dem Leser fällt es schwer, den Überblick zu behalten durch die Verbindungen der Einzelschicksale mit den politischen Veränderungen bzw. die Morde an John F. Kennedy, Robert Kennedy und Martin Luther King sowie die politischen Intrigen um Edgar Hoover und Howard Hughes. Er wird durch die Geschehnisse wie im Eiltempo mitgerissen und kann das Buch nicht aus der Hand legen, obwohl es mit über 780 Seiten sehr schwer ist.

Das Buch beschreibt einen Teil der dunklen amerikanischen Geschichte. Der Schreibstil ist etwas eigenwillig, immer kurz und knapp - man muss sich erst daran gewöhnen. Auch die Sprache ist sehr derb, was aber um die Zeit in Amerika normal war.

Zwischendurch wird immer wieder Akteneinsicht in FBI-Unterlagen oder Tagebucheintragungen gewährt. Obwohl man die vorherigen Bücher nicht kennt, gelingt es dem Autor, die Leser mit den Geschehnissen vertraut zu machen und die Verbindungen erkennen zu lassen. Dieses Buch ist nicht nur ein Krimi, sondern auch eine geschichtliche Reise durch ein für viele unbekanntes Amerika - wer sich für Geschichte interessiert, ist hier gut bedient. Die Geschichte zweier Liebender, die sich bei politischen Untergrundaktionen finden und verlieren, gibt diesem Teil des Buches etwas Gefühlvolles.
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hinter der Maske der Freiheit 2. Januar 2010
Von Ladybug
Format:Gebundene Ausgabe
James Ellroy schreibt mit Vorliebe über die düsteren und blutigen Seiten der amerikanischen Geschichte. "Blut will fließen" ist der Abschluss einer Trilogie über das düstere Amerika der sechziger Jahre.

Der Autor behält über den ganzen Roman einen Erzählstil bei, der stark an einen Bericht erinnert. Abgehackte Sätze und Einwürfe dominieren das Geschehen. Darüber hinaus bekommt man oft Tagebucheinträge, Nachrichten oder alte Akten vorgesetzt, die einem die nötigen Hintergrundinformationen zu den Geschehnissen zukommen lassen. Um seinem Krimi noch mehr Realität einzuhauchen, wird die fiktive Geschichte mit vielen realen Ereignissen verwoben, die wahrscheinlich jedem Leser ein Begriff sind und ihn vor Neugierde die Seiten verschlingen lassen. Um auch die Leser mit zu nehmen, die die ersten beiden Teile nicht in die Hand bekommen haben, gibt es etliche Rückblenden und Erklärungen der Protagonisten. Auch wirft der Autor oft Zwischenbemerkungen ein, die auf bestimmte Passagen aufmerksam machen und wiederkehren.

Durch die vielen Protagonisten braucht man leider einige Zeit um in die Geschichte einzusteigen und die Zusammenhänge zu verstehen. Alles wird um einen Raubmord herum aufgebaut und von Anfang bis Ende erlebt man die ganzen Feindbilder und den nicht immer unterschwelligen Rassismus der 60er Jahre. Die derbe Sprache und Umgangsart der Personen unterstreichen das Ganze nochmals. Dabei driftet das Buch aber nie in einen schlechten Stil ab oder verliert den roten Faden der Geschichte aus den Augen! Einzig und allein die für mein Verständnis oberflächliche Darstellung der Charakter störte mich ein wenig an der Lektüre.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen FINALE DER USA-UNDERWORLD-TRILOGIE 5. Januar 2013
Format:Taschenbuch
Mit BLUT SOLL FLIEßEN schließt JAMES ELLROY die „USA-Underworld-Trilogie“, in der er seine Sichtweise der US-Geschichte in dem Zeitraum kurz vor der Kennedy-Ära bis zum Tode Hoovers darlegt, ab. Der 3. Band umfaßt die Zeit 1968 bis 1972.

DIE STORY:

Es geht um Politik, um das organisierte Verbrechen und um deren Verquickung miteinander. Aufhänger ist ein bereits zurückliegender brutaler Überfall auf einen Geldtransporter im Jahre 1964.
Der Fall konnte nicht aufgeklärt werden. Verschwunden sind dabei mehrere Millionen Dollar und jede Menge Smaragde. Der Sache haftet etwas Geheimnisvolles an. Scotty Bennett, seinerzeit mit der Aufklärung des Falles betraut, hat dafür gesorgt, dass die Ermittlungen relativ rasch im Sande verliefen und deshalb eingestellt wurden. Er hat ein massives Eigeninteresse (die „Beute“) an der verdeckten Aufklärung des Falles und hat dies zu seiner Obsession gemacht. Zur selben Zeit „verschafft“ sich Nixon mit Unterstützung sowohl seitens J. Edgar Hoovers (FBI-Direktor) als auch der amerikanischen Mafia die US-Präsidentschaft. Im Gegenzug sicherte Hoover damit weiterhin seine Machtstellung und die organisierte Kriminalität konnte auf die amerikanische „Unterstützung“ bauen, bei der Errichtung lukrativer Hotels und Spielcasinos in der Dominikanischen Republik, zu deren Finanzierung Howard Hughes „geködert“ werden konnte. Es tauchen jede Menge bereits aus den beiden vorangegangenen Bänden bekannte Protagonisten auf allen Seiten auf. Es stellt sich bald heraus, das Scotty Bennett nicht der einzige ist, der nach wie vor ein starkes Interesse an dem Raub aus 1964 hat.
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1.0 von 5 Sternen Selbstpersiflage mangels Ideen
Ich lese seit langem Ellroy und bin vom Frühwerk begeistert. Umso enttäuschender die Lektüre von "Blut will fließen", das ich mir durchaus gekauft habe, um im... Lesen Sie weiter...
Vor 8 Monaten von Hy veröffentlicht
2.0 von 5 Sternen Zu kompliziert
Ich habe das Buch nicht verstanden
Zu viele Personen, zu viele Verstrickungen, zu viel Politik. Lesen Sie weiter...
Vor 17 Monaten von Shirley Pattberg veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen bitte im original lesen...............
jeder, der des englischen HALBWEGS mächtig ist, sollte auf die ins deutsche übertragenen ellroy-romane verzichten. bitte die originale lesen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 16. Mai 2011 von favre
4.0 von 5 Sternen Die Vollendung der Underworld USA Trilogie
Es ist also vollbracht: Nach Ein amerikanischer Thriller und Ein amerikanischer Albtraum bildet Blut will fließen das Ende der Underworld USA Trilogie: ca. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 15. Februar 2011 von Josef Wurm
4.0 von 5 Sternen Und das Kaleidoskop dreht sich ...
Vorweg: Ich habe die ersten beiden Bände nicht gelesen. Macht aber nix, da Ellroy -wie immer- eigentlich mehr ein Gemälde der Zeit als der Personen zeichnet. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 19. Januar 2011 von SNNHJ
5.0 von 5 Sternen Ein Ellroy
James Ellroy hat mit seinem aktuellen Roman "Blut will fließen" wieder einmal eine wunderbare Geschichte über Macht, Gewalt, politische Verschwörungen und das... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 21. Dezember 2010 von FallingDown
1.0 von 5 Sternen Harte Action, aber wenig mehr
Man wird gleich auf den ersten Seiten mit einer geballten Flut von Informationen eingedeckt, so dass man kaum nachkommt, geschweige denn sich alles merken kann. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 28. Oktober 2010 von Nazena
1.0 von 5 Sternen Nichts für mich
Nachdem ich die Leseprobe schon nicht sonderlich gut fand, habe ich dem Buch dennoch eine Chance gegeben. Für mich hat das Buch im Nachhinein die Chance nicht verdient. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 29. Juli 2010 von brauneye
5.0 von 5 Sternen Ein Konglomerat des Wahnsinns
Es ist keine einfache und leicht verständliche Kost, die uns James Ellroy als Abschluss seiner Underworld-Trilogie vorsetzt. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 21. April 2010 von Marius
5.0 von 5 Sternen für Freunde gepflegter Paranoia und einem "was wäre wenn"
James Ellroy lese ich seit ich ihn 1998 kennelernte (es war wohl "Browns Grabgesang", denke ich), der damals schon einzigartige Stil, kurz, knapp und sehr prägnant zu... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 19. März 2010 von A. Russy
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