James Ellroys Frühwerk "Blut auf dem Mond" kennzeichnet sich schon durch all jene Ingredienzen aus, die in seinem wohl bekanntesten Roman "L.A. Confidential" gipfelten.
Seine klare, direkte, ja unverblümte Sprache, die an Klassiker wie Dashiell Hammett oder Raymond Chandler erinnert, führt uns nach L.A.. Hier treffen wir auf den idealistischen Polizisten Lloyd Hopkins, dessen ganzes Leben sich um seinen Beruf dreht.
Im vorliegenden Buch stößt er bei seinen Ermittlungen zu einem Mord auf bisher übersehene Zusammenhänge zu weiteren Morden. Dieses führt Ihn letztendlich zu einem Serienkiller, der sich selbst den Namen "Der Dichter" gegeben hat. Er muss tief in der Vergangenheit graben, um auf die Hintergründe zu stossen, die letztendlich dazu führen, dass er in einem famosen Finale den Mörder zur Strecke bringen kann.
Dabei läßt uns Ellroy keine Sekunde Zeit zum Luftholen. Er hetzt uns zusammen mit Lloyd durch L.A., führt uns auf den Spuren des Mörders in seine Vergangenheit und gerade seine schnörkelloste und schonungslose Sprache und detaillierte Zeichnung der Zeit und der Charaktere läßt uns tief in das Geschehen eintauchen.
Für alle Krimi-Fans jenseits des Hypes um Splatter-Romane á la Kathy Reichs oder Mo Hayder ein absolutes Glanzstück.