so ein urlaub in der urigen steiermark, in einer region wo noch echtes kulturgut gepflegt wird, hat gleich mehrere gute seiten.
neben der guten luft und der schönen aussicht gibt's auch immer wieder was memorables auf die lauschlappen, heuer war das der mir bisher unbekannte herbert pixner...
harmonikaspieler gibt es ja im alpenland viele und solange sie das "kufsteinlied", "zipfl eine, zipfl ausse" oder sonstige humptatas für cerebralasketen spielen ist da vielleicht gar nicht so viel unterschied auszumachen...
aber dass der herbert pixner was besonderes ist, hört man schon beim ersten ton.
die klänge, die dieser mann (der dem vernehmen nach auch immer wieder nur für sich alleine auf der alm übt, komponiert und spielt) der klassischen steirischen knöpferlharmonika entlockt, sind irgendwie besonders und fesseln auf schwer beschreibliche weise. das hat was echtes, einen hauch von wahnsinn und gerade mal so viel virtuosität, dass es eben nicht in zurschaustellung der technischen möglichkeiten ausartet. mit dumpfer und falscher hüttenromantik hat das gar nichts zu tun, hier wird musikalisches kulturgut unter einbeziehung globaler einflüsse gepflegt, weiterentwickelt und auf gewisse art sogar vervollkommnet.
neben walther soyka, otto lechner und dino saluzzi habe ich nun einen weiteren virtuosen an dem blasebalgbetriebenen instrument kennengelernt, der mir eine genauso arge gänsehaut beschert und uneingeschränkte hochachtung abringt.
auch klanglich ist an der scheibe nichts auszusetzen, die hier agierenden musiker sind räumlich perfekt an ihrem platz, die dynamik ist unlimitiert und so könnte diese CD durchaus auch zur anlagendemonstration missbraucht werden.
geniale scheibe, weitere werden wohl folgen und ich werde berichten....