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Produktinformation
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Und was für eine Welt das ist! Auf den ersten Blick scheint sie einem Märchen entsprungen, denn hier leben Elfen, Trolle und zahllose andere Wesen, für die Theo nicht einmal einen Namen hat. Aber nicht alles entspricht seinen Vorstellungen von einem Märchenland, denn es gibt auch Autos, Züge -- und ein Parlament, in dem die verschiedenen Fraktionen der herrschenden Elfenklasse um die Vormachtstellung streiten. In diesen Konflikt wird Theo hineingezogen, aus irgendeinem Grund haben es die Mächtigen dieser Welt auf ihn abgesehen. Und außer der winzigen Elfe Apfelgriebs steht ihm dabei niemand zur Seite ...
Nach den über 3.500 Seiten der Otherland-Saga, in der er Science-Fiction- und Fantasy-Elemente kunstvoll miteinander verwoben hat, wendet sich Tad Williams in diesem Roman wieder einer klassischen Anderswelt zu. Dabei hat er allerdings einige Überraschungen auf Lager, denn sein Elfenland ist deutlich einfallsreicher und hat mehr Biss als die meisten anderen Fantasywelten. In Blumenkrieg geht es nicht einfach nur um einen klassischen Konflikt zwischen Gut und Böse, sondern die Zukunft unserer modernen, von einem wissenschaftlichen Weltbild geprägten Realität steht auf dem Spiel.
Theo ist eine nicht immer sympathische und manchmal etwas allzu naive Hauptfigur, allerdings ist seine Verzweiflung angesichts einer ihm fremden Wirklichkeit durchaus überzeugend. Seine sich allmählich entwickelnde Freundschaft zu der Elfe Apfelgriebs (schöne Eindeutschung!) ist eines der Highlights des Romans, und auch sonst ist die Schilderung der Nebenfiguren äußerst gelungen. Es ist erfreulich, dass Tad Williams uns dieses Mal eine Geschichte schenkt, die wir in einem Zug zu Ende lesen können. Wem das nicht genügt: Die nächste Trilogie ist bereits in der Pipeline. --Helge Basler
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
34 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Goblingeschichte mit Loch,
Von
Rezension bezieht sich auf: Der Blumenkrieg (Gebundene Ausgabe)
Nach seinen aufwändigen Werken „Der Drachenbeinthron/Osten Ard" und „Otherland" hat Tad Williams nun seit langem wieder Mal ein einbändiges allerdings immer noch 800 Seiten starkes Werk vorgelegt. Leser, die sich scheuen, aus dem normalen Schema von Fantasywelten auszubrechen und Feen zu begegnen, deren Welt sich von unserer fast nur noch dadurch unterscheidet, dass einige Wesen fliegen können, möchte ich allerdings dringend raten von „Der Blumenkrieg" vorsichtigen Abstand halten. In diesem Werk schickt Williams seine Leser nämlich in eine Feenwelt, die so gar nicht unserer normalen Vorstellung entspricht, denn die Feen haben eine Art industrielle Revolution hinter sich gebracht: Magie ersetzt in dieser Welt den Strom und wird dementsprechend auch in Kraftwerken gewonnen. Dementsprechend gibt es auch nicht mehr das sonst aus Feenwelten bekannte Miteinander oder Gegeneinander der verschiedenen Fabelwesen, sondern eine hierarchisch strukturierte Gesellschaft, an deren Spitze Feenfürsten sitzen und deren unterste soziale Gruppe von den Goblins gestellt wird. Eine durchaus nicht uninteressante Idee, die Williams zahlreiche Möglichkeiten für Seitenhiebe auf unsere Gesellschaft bietet.Besonders gelungen ist der Aspekt der Goblingeschichten, die in dem Buch eine große Rolle spielen und die sich dadurch von herkömmlichen Geschichten unterscheiden, dass sie in der Mitte ein Loch haben. In diesem Sinne ist jedes von Williams bisherigen Büchern eine Goblingeschichte. Denn meist lässt Williams den Leser über vieles im unklaren, baut Geheimnisse und Verstrickungen en masse auf und das dadurch entstehende, den Leser zum Weiterlesen animierende Loch in der Geschichte wird erst kurz vor dem Ende gestopft. Auch bei „Der Blumenkrieg" gelingt es Williams wieder auf diese Art und Weise große Spannung zu erzeugen und den Leser trotz eines eher uncharismatischen und nur selten sympathischen Helden bei der Stange zu halten. Leider schwächelt das Buch aber dieses Mal ausgerechnet bei der Auflösung der Rätsel und Ungereimtheiten. Die Herkunft des Helden mag gerade noch akzeptabel sein, die Herkunft seines schlimmsten Gegenspielers, des schrecklichen Kindes, ist einfach nur banal. Und das ist dann leider auch der Punkt, der dem Werk den fünften Stern raubt. Denn ansonsten ist Williams ein durchaus unterhaltsames Buch mit interessanten, witzigen und skurrilen Einfällen und (von der Hauptfigur abgesehen) Charakteren gelungen. Ein paar Worte noch zum deutschen Verlag: Tad Williams distanziert sich in einem Vorwort davon, dass sein Buch irgendeinen Bezug zum 11. September 2001 hätte. Der deutsche Verlag hat nichts besseres zu tun, als auf dem Schutzumschlag diesen Bezug herzustellen. Ebenfalls auf dem Schutzumschlag wird der Held Theo auch noch als Sänger einer Boygroup bezeichnet. Welche Leserschaft wollte man damit gewinnen? Mir zumindest ist in diesem Buch keine Boygroup begegnet. Das erweckt leider den Eindruck, dass die deutsche Redaktion sich wenig Mühe gibt, im Interesse des Autors zu handeln. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
33 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Fantasy Genremix,
Von
Rezension bezieht sich auf: Der Blumenkrieg (Gebundene Ausgabe)
Ein in unserer Realwelt erfolgloser 30jähriger, der zudem noch mit unzähligen Schicksalsschlägen konfrontiert wird, gelangt in eine Paralleldimension voller Feenwesen und Fantasy-Kreaturen. Dort wird er in ein weltumspannendes Netz an Intrigen und Abenteuern verstrickt, die auch die reale Welt zu bedrohen scheinen.... Bei der "Parallelwelt" handelt es sich nicht um eine klassische Fantasy-Welt im Stile von Tolkien, sondern um ein irisches Mythologie-Szenario mit Sprites, Brownies und Goblins. Williams wandelt sein Szenario allerdings ab und unterstellt auch den Feenwesen, dass sie sich im Laufe der Zeit weiterentwickeln können. Es gibt daher auch Erfindungen, die eng mit Magie verknüpft sind, es gibt Städte, Fahrzeuge, Schusswaffen und eine globale Energieversorgung. Das Thema von Williams neuem Buch ist keineswegs innovativ und wurde im Fantasy Bereich z.B. schon von den Autoren Donaldson und Anthony ausführlich bearbeitet. Die Umsetzung ist allerdings gelungen. Die ersten 100 Seiten behandeln das Schicksal des Protagonisten in der realen Welt. Hier gibt es eine depressive Grundstimmung und eine feinfühlige Charakterentwicklung. Typische "Quarterlife"-Probleme werden dargestellt, für jüngere Leser wahrscheinlich unverständlich, für Quarterlife-Leser psychologisch brutal und fast ein wenig an Hornby erinnernd. Danach gelangt der Antiheld in die bunte, abenteuerliche und zugleich düstere Feenwelt - Shakespeare trifft Tolkien mit Harry-Potter-"sense of wonder" - Elementen. Die Stimmung des Buches schwankt zwischen Depressivität, Abenteuern, Spannung und auch einer gehörigen Portion Comedy-Einlagen. Williams neuster Roman ist ein einbändiges Werk. Zahlreiche Leser haben in seinen vorherigen Werken die ausufernden Handlungsstränge und Themensprünge kritisiert. In diesem Roman kann der Autor seine ehrzählerischen Qualitäten voll ausspielen, es gibt im wesentlichen nur einen Handlungsstrang. Ein unterhaltsames und abenteuerliches Buch, das aufgrund der Anfangsproblematiken insbesondere Leser um die 30 interessieren könnte. Jedoch wegen einiger kleiner Durchhänger in der Handlungsentwicklung und dem Mangel an Innovation (nur) knappe 5 Punkte. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
originell, spannend und sehr witzig,
Rezension bezieht sich auf: Der Blumenkrieg (Gebundene Ausgabe)
Ich habe den Blumenkrieg vor kurzem gelesen und nachdem ich die anderen Rezensionen hier gelesen habe, habe ich beschlossen doch einige Zeilen zu diesem Buch zu schreiben. Bei einigen der Kommentaren hat es mir doch die Haare aufgestellt. Da wird behauptet, die Geschichte wäre konstruiert und der Hauptcharakter wäre zu unscheinbar gelungen. Ich habe das Buch so empfunden:- Die Hauptperson Theo lebt in einer Welt, in der nur harte Fakten zählen. Wissenschaft geht über alles und was nicht bewiesen werden kann, das wird nicht geglaubt/als nicht real abgetan. Natürlich ist es für die Person ein Schock in eine ihr völlig fremdartige Welt geworfen zu werden und es ist daher, so meine Vermutung, vom Autor durchaus beabsichtigt, dass die Hautperson kaum eigentändige Aktionen beginnt. Meiner Meinung nach ist es gerade diese Hilflosigkeit der Hauptperson, die der Geschichte den Reiz gibt, wo sie doch eigentlich der Held des Romans sein sollte. - Ich habe die deutschen Übersetzungen der Namen nicht nur als lustig und amüsant empfunden, sondern auch als sehr kreativ und passend. Theo wird von Apfelgriebs in eine Welt geführt, die so friedlich zu sein scheint, wie das Paradies. Die Namen der Charaktere fügen sich unglaublich harmonisch und passend in dieses Bild ein. Wenn man dann allmählich aber in der Geschichte fortgeschritten ist, wird man bemerken, dass die Welt gar nicht so heil ist, wie sie zu sein scheint. Namen wie "Kleiderhaken", "Apfelgriebs", oder der Name der Rasse "Querz" tragen ihren Teil dazu bei, dass sich die Geschichte als ein sehr unterhaltsamer Zeitvertreib entpuppt. Ein Resümee ziehend muss ich sagen, dass ich nur eine einzige Sache im ganzen Buch nicht kapiert habe. die Bahnhöfe in der Elfenwelt...(ziemlich verwirrend). Und: Industrielle Revolution in der Elfenwelt: Warum nicht? - ich finde eine lustige Innovation. Ein Teil der Elfen versucht die Menschen auszurotten - dabei sind sie ihnen doch so ähnlich (siehe Elektrizität, Automobile,...) Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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