erzählt Claus Stephani von Liebe und Leid, von Gewalt und Hilflosigkeit und von mutigen Menschen, die selbst in härtesten Zeiten nicht aufgeben. Ich habe das Buch in ein und einhalb Tagen verschlungen, so sehr hat es mich gefesselt, so dass ich es kaum mehr zur Seite legen konnte.
Die Geschichte ist harte Kost,hier hofft man vergeblich auf ein happy end. Ganz im Gegenteil, gerade wenn in Beilas oder Marias Leben sich scheinbar etwas zum Guten wendet,folgt sogleich der nächste Schicksalsschlag, die nächste Grausamkeit.
Dieser nicht enden wollende Strom an Enttäuschungen,wühlt auf, macht traurig, aber dennoch berührt er auf eigentümliche Weise,er erreicht das Herz. Es ist die Wahrheit in Stephanis Schilderungen, die berührt. Die Wahrheit über Grausamkeiten, zu denen Menschen fähig sind. Die Wahrheit über Mut und Zähigkeit, die tiefster Verzweiflung trotzen und einen weiter kämpfen lassen, aber auch die Wahrheit, dass menschliche Anstrengung nicht unbedingt zum erwünschten Erfolg führt, wenn politische Willkür und menschliche Dummheit die Oberhand gewinnen.
Ich komme aus Rumänien und habe jüdische Wurzeln, das Buch war wie für mich geschrieben. Dennoch bin ich überzeugt, dass es jeden Menschen berühren kann, der offen für diese Wahrheiten ist.