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Blumen für Polt: Roman [Taschenbuch]

Alfred Komarek
4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)

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Taschenbuch, Oktober 2001 --  
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Kurzbeschreibung

Oktober 2001
"Komarek entwirft das Panorama einer Idylle, um die man fürchten muß und die zum Fürchten ist. 'Blumen für Polt' - eine kriminalistische Weinlese aus dem Weinviertel, trocken, aber süffig!"

Hinweise und Aktionen

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 192 Seiten
  • Verlag: Diogenes Verlag; Auflage: 7., Aufl. (Oktober 2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3257232950
  • ISBN-13: 978-3257232950
  • Größe und/oder Gewicht: 18,2 x 11,5 x 1,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 452.245 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Alfred Komarek, geboren 1945 in Bad Aussee, lebt als freier Schriftsteller in Wien, schreibt u.a. Reisereportagen, Essays und Erzählungen sowie Arbeiten für Hörfunk und TV (ORF, BR, HR). Zahlreiche Bücher, darunter mehrere Landschaftsbände, u.a. über das Salzkammergut, das Ausseerland, das Weinviertel, das Ötztal, die Lagune von Venedig. Kinderbücher und vier inzwischen verfilmte Kriminalromane um Inspektor Simon Polt. Zahlreiche Auszeichnungen, u.a. Glauser-Preis für den besten Krimi 1998 und Romy für das beste Drehbuch 2002 (gemeinsam mit Julian Pölsler) für "Polt muß weinen". Bei Haymon zuletzt erschienen: Die Daniel-Käfer-Romane "Die Villen der Frau Hürsch". Roman (2004), "Die Schattenuhr". Roman (2005), "Narrenwinter". Roman (2006), "Spätlese". Texte aus vier Jahrzehnten (2007), "Doppelblick". Roman (2008), "Polt." Kriminalroman (2009, ausgezeichnet mit dem Goldenen Buch für über 25.000 verkaufte Exemplare), "Zwölf mal Polt" (2011), "Polt - Die Klassiker in einem Band" (2012), die Bände "Semmering" (2012) und "Wachau" (2013) in seiner neuen Reihe "Österreich von innen" sowie bei Haymon Taschenbuch neu aufgelegt "Blumen für Polt" (2013).
http://www.alfred-komarek.at
www.haymonverlag.at
Foto: Haymon Verlag

Produktbeschreibungen

Amazon.de

Der Nachtdienst von Gendarmerieinspektor Simon Polt gestaltet sich anders, als er es sich vorgestellt hatte. Zunächst nimmt ihn ein Verkehrsunfall mit Todesfolge in Anspruch, dann erreicht ihn die Nachricht vom Tode des geistig behinderten Willi, eines Außenseiters der Dorfgemeinschaft, der von einem Steilhang zu Tode gestürzt ist. Mit Willi hatte Polt so etwas wie eine Freundschaft verbunden, er mochte den friedfertigen freundlichen Menschen, den er vor ein paar Stunden noch lebend getroffen hatte und der ihm noch frisch gepflückte Wiesenblumen geschenkt hatte. Nun war Willi ausgerechnet an dem Lössabsturz zu Tode gekommen, vor dem er sich immer vorsehen wollte. Polt kann nicht so recht an einen Unfall glauben. Er hört sich um, dienstlich wie privat, stößt auf die Spur der rabaukenden und saufenden Frieb-Brüder und kommt einer Jugendbande auf die Schliche. Aber einen Mord will er zunächst noch niemandem zutrauen...

Auch in seinem zweiten Kriminalroman um Inspektor Simon Polt ist Alfred Komarek auf eindrucksvolle Weise die Beschreibung einer zerfallenden ehemals bäuerlich geprägten Welt gelungen, der Welt des Weinviertels an der Grenze zu Tschechien. "Kleine" Kriminalfälle des Alltags werden zum Gegenstand des Handlung, die durch ihre fast sinnlich wahrnehmbare Atmosphäre in Bann schlägt. Kauzige Figuren, eine unglaublich fein gewobene Liebesgeschichte, die sich auch durch den den zweiten Polt-Roman zieht, und die zurückhaltende, von tiefem Verständnis für die gewachsene dörfliche Gemeinschaft geprägte Ermittlungsarbeit Polts ergeben einen wunderschönen Roman ganz in der Tradition des großen Friedrich Glauser. --Ulrich Deurer -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Geboren 1945 in Bad Aussee, lebt und schreibt in Wien. Jurastudium in Wien. Er fing als Student zu schreiben an, weil er dringend Geld brauchte: Glossen und Reportagen für Zeitungen, bald aber auch Texte für das Radio. Hier versuchte Komarek schon in den 60er und 70er Jahren, die Möglichkeiten dieses jungen Mediums auszuschöpfen und auch das geschriebene Wort speziell für die Anforderungen des Hörfunks zu gestalten. Es folgten Sendungen auch im Bayerischen und im Hessischen Rundfunk: Features, Hörspiele, Essays, Feuilletons, Erzählungen und TV-Drehbücher. Nicht minder wichtig war und ist ihm die Tätigkeit für Magazine wie 'Geo', 'Globo', 'Abenteuer und Reisen', 'Kurier Freizeit' und 'Merian'. Alfred Komarek ist Autor zahlreicher Bücher, in denen er sich als literarischer Wegbegleiter durch österreichische und europäische Kulturlandschaften erweist, aber auch als Essayist und Erzähler.

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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gendarmerie-Inspektor Polt ermittelt zum zweiten Mal 26. Oktober 2001
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
"Blumen für Polt" (detebe 23295 - Erstausgabe 2000) ist nach "Polt muß weinen" (detebe 23129 - Erstausgabe 1998) das zweite Buch Alfred Komareks mit Gendarmerie-Inspektor Polt. Das erste Buch wurde mittlerweile für das Fernsehen verfilmt und Alfred Komarek hat für es 1999 den Glauserpreis erhalten. "Blumen für Polt" bewegt sich im gleichen Milieu im österreichischen Weinviertel. Diesmal kommt Willi - ein geistig Behinderter - an einem Steilhang zu Tode. Polt kann nicht so recht an einen Unfall glauben und beginnt bedächtig nach Spuren zu suchen. Dabei lernt man sukzessive die Sonnen- und Schattenseiten der Bewohner des Wiesbachtals kennen. Insbesonders eine Kinderbande, die ihren Phantasien frönt, und ein tödlicher Verkehrsunfall mit einigen Ungereimtheiten bringen ihn jedoch zur Lösung des Falles. Mit dabei - wie auch schon im ersten Fall mit Gendarmerie-Inspektor Polt - auch die von ihm verehrte Lehrerin Karin Walter und die Rockerbande - diesmal das Gesetz und seine Hüter unterstützend. Und mit dabei das von Komarek so geschätzte Weinviertel mit seinen dörflichen Idyllen, den verlassenen Kellergassen, den verfallenden Preßhäusern und verwachsenen Hohlwegen. Weiters mit dabei der Weingenuß bei jeder Gelegenheit - wie auch anders im Weinviertel. Alles in allem ein interessanter Kriminalroman, der in einer liebenswerten Gegend spielt.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Spektakulär ist es immer noch nicht, das Leben im Weinviertel. Zwei Jahre ist es her, dass Polt beim Fall des mittels Gärgas umgebrachten Weinbauern Hahn weinen musste. Still ist es, ruhig und beschaulich geht es zu in der Region, die hauptsächlich von Weinbauern bewohnt ist und dass mal ein kleiner Autounfall passiert, kann natürlich auch hier vorkommen; und dass dabei mindestens einer der Beteiligten vorher einen kleinen Schluck Wein verkostet hat, versteht sich fast von selbst, denn meistens ist bei dieser allgegenwärtigen Sauferei sowieso mindest ein Kiewara mit von der Partie.

Höchst bedauerlich wenn dabei ein Mensch ums Leben kommt. Aber der Riedl Rudi, der hier unter die Räder kam, ist im ganzen Ort bekannt dafür, sich schon mal absichtlich vor ein Auto fallen zu lassen, um dann Schmerzensgeld kassieren zu können.

Am selben Abend wird aber noch ein weiterer Todesfall vermeldet. Willi, ein geistig Behinderter und vor allem Polts Freund, war über einen Lößabbruch gestürzt. Und weil ihm das äußerst seltsam vor kommt hört Gendarmerie-Inspektor Simon Polt nicht auf Fragen zu stellen und setzt sogar seine frisch geknüpfte Liebesbeziehung zu seiner Pädagogin aufs Spiel ...

Was Komarek hier erzählt, ist eigentlich eine ganz alltägliche Geschichte. Ein Autounfall, ein Sturz; traurig zwar, aber nichts, was auf andere Motive würde schließen lassen. Es braucht schon einen Simon Polt, um unter die Oberfläche zu kommen.
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen rezension aus der sicht des behindertenbetreuers 5. April 2002
Format:Gebundene Ausgabe
Alfred Komarek beschreibt in seinem Roman „Blumen für Polt“ den geistig behinderten Willi ohne medizinische Diagnosen – er wird hauptsächlich aufgrund seines Ausdrucks und seines Wirkens auf die im Roman dargestellte Landbevölkerung beschrieben. In Willi’s Anamnesebogen – würde er Klient in einer Einrichtung für geistig behinderte Menschen sein – lautete der Begriff unter dem Punkt „Diagnose“, wohl „Oligophrenie“.
Im fiktiven Wiesbachtal, haben die Menschen – im landläufigen Milieu – durchaus übliche Begriffe für den behinderten Willi. So bezeichnen sie ihn als seelenloses Wesen, Idioten, oder Lebensunwürdigen – er stört das pseudoidyllische Bild der Gegend. Vom Besitzer der Riede „toter Hengst“, in der er sich so gerne aufhält und wo sich seine Lieblingsplätze zum Träumen befinden, wird er so recht und schlecht gemieden, von den Kindern des Ortes, denen er einen wichtigen, weil geheimen Treffpunkt – die Höhle im Lößabsturz unterhalb der Riede - aufgrund seiner Anwesenheit, streitig macht, wird er verlacht und verspottet. Gegen Ende des Romans stellt sich heraus, dass ihn sogar der eigene Vater für einen Kretin, mit verblödetem, unerträglichem Grinsen hält – er ist es auch, der ihn tötet. Willi’s Tod, wird als eine Verkettung unglücklicher Umstände beschrieben: Vom Weingartenbesitzer erschreckt, stolpert er über die absichtlich ausgesteckten Beine der ihn veralbernden Kinder – er stürzt den Lößabsturz hinunter – und überlebt! Sein Vater, der ihn schon nach der Geburt verstoßen hat, findet – und tötet – ihn!
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5.0 von 5 Sternen Eine Hommage an das Weinviertel 2. März 2013
Von LEXI
Format:Taschenbuch
Ich las „Blumen für Polt“ mit großem Vergnügen. Komarek versteht es, die in diesem Buch vorliegenden Kriminalfälle bedächtig, aber gründlich aufzulösen, Spuren zu verfolgen, Schlussfolgerungen zu ziehen und den Leser dabei in seinen Bann zu ziehen. So ganz nebenbei zeichnet er auch Landschaft und Personen authentisch, liebevoll und zum Teil mit feiner Ironie. Ein Krimi mit österreichischem Charme, eine Hommage an das Weinviertel mit seinen Kellergassen, den Preßhäusern, dessen Atmosphäre und nicht zuletzt den Weinen. Erstklassig, wie gewohnt.
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