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Blumen aus Galiläa: Schriften gegen die Zerstörung des Heiligen Landes [Taschenbuch]

Israel Shamir , Fritz Edlinger , Eva Hirschmugl
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)

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Kurzbeschreibung

17. März 2005
Israel Shamir lädt uns zu einem Streifzug durch seine Wahlheimat ein. Mit seinem bissig-literarischen Blick auf die Geschichte Palästinas zeigt Shamir, wie Israel im wahrsten Sinne des Wortes auf den Ruinen palästinensischer Städte und Dörfer errichtet worden ist. Seit der Gründung des Staates Israel im Jahr 1948 sieht sich das palästinensische Volk in seiner Existenz bedroht, Schritt für Schritt wird es seiner Lebensgrundlagen beraubt.

"Blumen aus Galiläa" ist eine Sammlung von Essays, in denen sich der Autor nicht nur für die Befreiung Palästinas ausspricht, sondern sich für ein weiter gefasstes Ziel einsetzt: die Befreiung des öffentlichen Diskurses.

Produktinformation

  • Taschenbuch: 214 Seiten
  • Verlag: Promedia, Wien; Auflage: 1., Aufl. (17. März 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3853712312
  • ISBN-13: 978-3853712313
  • Originaltitel: Flowers of Galilee
  • Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 14,2 x 1,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 948.737 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Kundenrezensionen

4.0 von 5 Sternen
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
16 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Von Amazon bestätigter Kauf
Ganz zufällig wurde ich in einer Zeitungskolumne auf Israel Shamir aufmerksam, der mit Uri Avnery wohl auch zu den in Israel lebenden jüdisch-modernen Antizionisten gehört. Nur Israel Shamir ist schonungsloser, ja er geht sogar nach dem Vorbild und Muster der Deutschen vor, die er deswegen auch sehr schätzt, weil sie wie kein anderes Volk ihre Geschichte so schonungslos kritisch analysiert und aufgedeckt haben. Weder die US-Amerikaner oder Briten, noch die Franzosen haben ihre Greueltaten in Amerika, Afrika und Asien so schonungslos analysiert, in Frage gestellt und aufgedeckt, wie die Deutschen ihre Greueltaten in der Welt und insbesondere gegenüber den Juden Europas vorbildlich getan haben. Shamir, nicht verwandt mit Yitzhak Shamir, berichtet ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen, über die Greueltaten der israelischen Armee, der Siedlermilizen und der israelischen Polizei sowie über den radikalen Rassismus vieler jüdischer Israelis gegenüber den Palästinensern bzw. Muslimen und Christen in Palästina und auch in der Welt im Allgemeinen. Er entlarvt die amerikanischen Bonzen als die Kriegstreiber -und Förderer des Leidens in Palästina und Israel und zeichnet in einer fesselnden Art und Weise vor, wie das Morden und Leiden im Heiligen Land ganz sicher beendet werden kann: Durch einen einzigen gemeinsamen Staat Palästina/Israel in der Juden, Muslime und Christen friedlich miteinander koexistieren und zusammen regieren, was uns schon die Muslime Spaniens im Mittelalter vorbildlich vorgelebt haben. Alles andere ist nur ein Verlängern des Leidens. Nur ein Ende der "Apartheid" in Israel bringt den Frieden! Kein anderes Buch hat mich seit langem so gefesselt, wie dieses. Shalom Israel Shamir und Shalom für Israel und Palästina!
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11 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Wolf im Schafspelz 4. Oktober 2007
Von D. Nagl
Karl Pfeifer (Aktion gegen den Antisemitismus in Österreich)in dem Artikel "Brückenschlag in Wien" über dieses Machwerk:

Fritz Edlinger, dem Generalsekretär der Gesellschaft für
Österreichisch-Arabische Beziehungen und ehemaligen Vertreter der Sozialdemokratischen Partei Österreichs (SPÖ) beim Nahostkomitee der Sozialistischen Internationale, bleibt es vorbehalten, ZOG im Jahr 2005 im deutschsprachigen Raum auch außerhalb der Neonazi-Szene zu propagieren. Er gab im Wiener ProMedia Verlag das Buch Blumen aus Galiläa von Israel Shamir heraus. Laut Edlinger "repräsentiert [Shamir] das 'andere' Israel, das in Europa - und vor allem im deutschsprachigen Mitteleuropa - kaum zu Wort kommt". Demgegenüber wurde bereits im Februar 2004 öffentlich darauf hingewiesen, dass Israel Shamir in Wirklichkeit schwedischer Staatsbürger ist, in Stockholm lebt und dort 2001 den Namen Jöran Jermas angenommen hat. Edlinger und der von Hannes Hofbauer geleitete ProMedia Verlag begehen also einen Etikettenschwindel, wenn sie den Antisemiten Jermas-Shamir als Juden präsentieren, denn er ist orthodoxer Christ. Es ist irrelevant, ob er tatsächlich jemals Jude war und zum Christentum konvertiert ist, wie er angibt, oder ob er schon immer Christ war. Aber im Denken von Edlinger, Hofbauer und Co. kommt der Etikettierung als Jude oder Jüdin ein zentraler Stellenwert im Prozess der Selbstimmunisierung gegenüber Kritik zu: Antisemitismus hört auf einer zu sein, wenn er von jüdischer Seite artikuliert wird.

Jermas-Shamir bedient ein weit gestreutes Publikum mit seinen antisemitischen Tiraden. Von den Rechtsextremisten über christliche Fundamentalisten und bis zu Teilen der Globalisierungsgegner sieht man in den USA die jüdische Machtzentrale und gleichzeitig die Schrittmacher einer die Völker zerstörenden Globalisierung. Dieser Antisemitismus und der Antiamerikanismus vereinen die sonst sehr verschiedenen politischen Richtungen auch in ihrer Solidarität für den Irak:

"Das Besatzerregime im Irak wurde von der US-Armee eingesetzt, im Interesse der Zionisten, und man kann es zu Recht ZOG, Zionist Occupation Government (zionistische Besatzerregierung), nennen. Dennoch ist dieses ZOG auch ein Zog, ein Diener der Finsternis und der Verwüstung, denn sein erster Schritt war die Zerstörung der Büchereien und Museen von Bagdad."
Es ist Irrsinn, hat aber Methode. Wenn in Bagdad Iraker Museen plündern, dann sind laut Jermas-Shamir die Zionisten schuld. (5) Um das beweisen zu können, wird Joachim Martillo, Computerspezialist und fundamentalistischer Katholik, als ein "Gelehrter des Zionismus" (sic!) zitiert, der behauptet:

"Der Zionismus hat es sich seit langem zur Aufgabe gemacht, Zielbevölkerungen ihres kulturellen Erbes zu berauben und sie in Lehm zu verwandeln, um sie dann in Übereinstimmung mit der zionistischen Ideologie formen zu können."
Bereits nach der Französischen Revolution 1789 entstand der Mythos der Jüdischen Weltverschwörung, der zu einer ganzen Reihe von Fälschungen inspirierte, wie die Protokolle der Weisen von Zion, die dazu benutzt wurden, Judenpogrome in Russland zu rechtfertigen. Hitlers Denken war ebenfalls beeinflusst von den Protokollen und diese spielten eine wichtige Rolle bei der Vorbereitung des Holocausts. In die arabische Welt gelangten die Protokolle bereits vor dem Krieg, wo sie zu Bestsellern wurden. Heute beruft sich Hamas in ihrer Charta explizit auf die Protokolle.

Jermas-Shamir sieht die Zukunft der USA düster: "Das Problem ist, dass das amerikanische Volk keinen Ausweg aus der zionistischen Übernahme hat." Daran sind natürlich die Medienbesitzer schuld, "die eine unproportionelle Anzahl von Juden einstellen und somit nichtjüdische Amerikaner diskriminieren". Laut Jermas-Shamir "hat die Konzentration von Juden ihre Besonderheiten, denn Juden bekennen sich zu einem anderen, nicht christlichen oder sogar antichristlichen Glauben. Der durchschnittliche jüdische Herausgeber oder Medienbaron ist jedes Mal ziemlich unzufrieden, wenn er auf eine Bezugnahme zu Christentum oder der heiligen Jungfrau stößt".

Aber wo ein Jermas-Shamir, da ist auch eine Rettung in Sicht:

"Die jüdische Dominanz in den Medien sollte unter anderem durch die Trennung von Werbung und Medien beseitigt werden. Werbende Medien sollten keine Nachrichten oder Artikel enthalten und Nachrichten-Medien sollten keine Werbung enthalten dürfen. Die kommerzielle Werbung in den Medien war (laut Werner Sombart) eine jüdische Erfindung im 18. Jahrhundert." (7)
Jermas-Shamir lässt uns auch an seiner Vulgärtheologie teilhaben. So postuliert er in seinem ZOG-Artikel:

"Das jüdische Konzept der Beziehung von Mensch zu Gott unterscheidet sich metaphysisch von dem - sagen wir einmal - katholischen Konzept, und zwar so sehr, wie sich Diesel von Benzin unterscheidet. Die vorherrschende Stellung der Juden im westlichen Diskurs verursacht dieselben Probleme, die man bekäme, würde man den Tank eines mit Diesel betriebenen Autos mit Benzin füllen."

In dem von Edlinger herausgegebenen Buch findet sich auch das Kapitel "Der Schatten von Zog". Zu diesem vermerkte Jermas-Shamir mit dankenswerter Offenheit auf seiner deutschsprachigen Homepage: "Aus dem Englischen übersetzt für das Deutsche Kolleg". Diese Kaderschmiede für militante Rechtsextremisten wurde bis zu deren Zerwürfnis von den Antisemiten Reinhold Oberlercher und Horst Mahler angeführt, die aus dem radikal linken ins neonazistische Milieu gewandert sind.

Es ist bezeichnend, dass sich die Herren Edlinger und Hofbauer nicht mit dem Autor näher beschäftigt und nicht wenigstens seine Homepage angeschaut haben. Anscheinend aber stört sie die antisemitische Haltung eines Jermas-Shamir nicht. Offenbar ist gerade ein solches Buch, das von Holocaustleugnern und Rechtsextremisten propagiert wird , Zeichen eines Brückenschlags antiimperialistischer Linker mit Rechtsextremisten. Was sie eint ist die gemeinsame Israelfeindschaft, die das Existenzrecht des Staates leugnet oder in Frage stellt. Da treffen sich Antiimperialismus, traditioneller Antisemitismus, Antiamerikanismus, Rechtsextremismus, "Revisionismus" und muslimischer Extremismus. Israel und seine Politik werden zum zentralen Problem der Nahostregion hochgespielt, doch eine solche Querfront richtet sich nicht nur gegen den Staat Israel, sondern bedroht auch die Juden außerhalb Israels, denn sie macht diese mitverantwortlich für die Politik der USA im Nahen Osten.
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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ungerechtigkeit 16. März 2010
Israel Shamir zeigt in seinem brillianten Buch deutlich die journalistischen Fehler im Bezug auf die Israelpolitik auf und legt den Finger in eine offene Wunde unserer (pseudo)modernen Welt. Was uns Bürgern nicht berichtet wird, schreibt der Autor unverfroren in diesem Buch ohne Scheu und mit sehr viel Mut, mit Liebe zum Land Palästina und seiner Bewohner, ohne die unterschiedlichen Religionen als solche für den krassen Konflikt im nahen Osten verantwortlich zu machen. Er nennt das Kind beim Namen und zeigt die Barbareien Israels an den Palästinensern, die Ungerechtigkeit die Jenen zuteil wird, die sich gegen das Regime auflehenen, welches sich jüdisch nennt aber es im Herzen nicht ist. Deutschland sollte sich im Bezug auf Israel seine Politik wohl überlegen und nicht blind einem Pakt mit dem Teufel eingehen... .
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