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Bluescreen: Essays (edition suhrkamp)
 
 
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Bluescreen: Essays (edition suhrkamp) [Taschenbuch]

Mark Greif , Kevin Vennemann
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 231 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp Verlag; Auflage: Originalausgabe (14. November 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3518126296
  • ISBN-13: 978-3518126295
  • Größe und/oder Gewicht: 17,6 x 10,8 x 1,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 56.560 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Die Form, die Greif in seinen Essays entwickelt, ist ein schneller Wechsel von analytischen Passagen, akrobatisch brillanten assoziativen Sprüngen und erzählerischen Elementen, und man darf sich von der Lässigkeit des Tons nicht täuschen lassen – die Verbindung von Alltagsphänomenologie, Ideologiekritik und einer Analyse, die ihre Theorien immer gleich an den Anekdoten aus dem eigenen Leben und Erleben verifiziert, steht in einer Traditionslinie, die direkt ins Paris der sechziger und siebziger Jahre, und dort vor allem eben zu Roland Barthes' ›Mythen des Alltags‹ führt. (…) Einen Text widmet er der ›Realität von Reality TV‹, für deren Analyse er kulturhistorisch bis zu Rousseau zurückzappt, der ›davon ausging, dass in einer wahrhaften Republik Vorführungen der alltäglichen Aktivitäten der Bürger für Unterhaltung sorgen würden‹ – woraus Greif eine Medientheorie entwickelt, die zum Klügsten gehört, was neben David Foster Wallace' Erzählungen zum Thema Fernsehkultur geschrieben wurde.«

(Niklas Maak Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung )

»Er schreibt radikal subjektiv, mischt Analysen und Anekdoten, lose verbunden durch seine Hauptdiagnose: die totale Ästhetisierung und Dramatisierung unseres Lebens. … Greifs Texte sind nicht immer stringent, aber sie stecken voll schlauer Schlaglichter auf Alltagsphänomene.«

(Tobias Becker KulturSpiegel )

»Mark Greif ist der klügste, originellste und lustigste amerikanische Essayist der Gegenwart. Wer wissen will, in was für einer Zeit wir leben, sollte dieses Buch lesen.«

(Jens-Christian Rabe Süddeutsche Zeitung )

»Rousseau, Rap, Realityfernsehen und die Zukunft der Demokratie: ein Strauß bunter Gegenwartsdiagnosen vom kommenden Großmeister der Popkritik.«

(Jens Balzer Frankfurter Rundschau )

»Ob Hip-Hop, Sex oder ökonomische Ungleichheit: Die hellsichtige Analyse der tief in der amerikanischen Kollektivpsyche verankerten Spannung zwischen dem Streben nach individueller Freiheit und Selbstverwirklichung und dem permanenten Scheitern dieses Anspruchs an den gesellschaftlichen Bedingungen grundiert Greifs Essays und verleiht ihnen ihr aufklärerisches Ethos.«

(Philipp Albers dradio.de )

»Seine Qualität als Autor besteht unter anderem darin, dass er nicht nur die Gesellschaft mal amüsiert, mal irritiert beobachtet, sondern auch sich[...].Mark Greif ist vor allem deshalb ein derart talentierter Schreiber, weil er so gute Bilder findet.«

(Silke Hohmann monopol )

»Greifs Stil ist experimentell, Erkenntnisse tauchen unerwartet wie intellektuelle Pop-ups auf. Aber gerade wegen ihrer assoziativen Offenheit regen diese Gedankenspiele zur Selbstreflexion an.«

(Aram Lintzel Literaturen )

Kurzbeschreibung

"Ein Schritt weiter", die Anthologie mit Texten aus dem New Yorker Magazin "n+1", stieß 2008 auf überwältigende Resonanz: "Die Zeit" nannte den Band einen »Rosinenbomber voll origineller Gedanken«, die NZZ bezeichnete ihn als »anregend, geistreich und erfrischend frech«. Mark Greif, einer der Herausgeber von n+1, gilt als einer der talentiertesten amerikanischen Essayisten seiner Generation, er verbindet narratives Geschick mit zeitdiagnostischer Klarheit. Der Band versammelt seine Texte über die digitalen Medien, die unseren Alltag erobern: YouTube, Reality-TV, Internet-Pornographie. In einem der Essays schildert er, wie schwer es für einen mit Rock sozialisierten weißen Ostküstenakademiker ist, Rappen zu lernen. Immer wieder scheitert er daran, 17 Silben in zwei Takten Musik unterzubringen.

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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Peter Steiner TOP 100 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Erfreulich ist ja schon einmal, dass sich jemand noch auf so eigenständige Weise seine Gedanken zu den Gegebenheiten der Welt macht. Mark Greif gilt als aussergewöhnlich sprachbegabter Essayist, und über weite Strecken wird er diesen doch recht angenehmen Vorurteil auch gerecht. Nach meinen Geschmack hätte man jedoch den 50 Seiten langen Essay "Rappen lernen" getrost weglassen können, es war für mich der mit Abstand schwächste Beitrag des Buches und zudem wurde der Text separat schon vom Suhrkamp Verlag veröffentlicht. Aber vielleicht brauchte man ja einfach noch ein wenig Füllmenge, um das Buch nicht zu schmal werden zu lassen.

Mark Greif schreibt einerseits ziemlich unverfroren und frisch, andererseits aber durchaus auch mit philosophischer Ader. Beispielsweise auf Seite 10, wo es um den zivilisatorischen Fortschritt geht: "Wir wollten Paläste des Geistes errichten oder zumindest eine Stadt auf einem Hügel. Stattdessen haben wir die westliche Welt in ein gigantisches Wartezimmer verwandelt, in dem es bunte Magazine gibt und einen Fernseher, der unablässig dröhnt."

Oder dann stellt Mark Greif uns beispielsweise die Frage, für welche Art von Freude wir eigentlich leben?

Das trifft alles ziemlich den Punkt, an andern Stellen des Buches wird es manchmal leider aber auch deutlich ausufernder, aber immer gelingt es Mark Greif in einer sehr eigenen Mischung aus Analyse, hintergründigen Gedanken, Prägnanz und Füllmenge eine durchaus eigene Form von Text zu kreieren, die es sonst selten zu lesen gibt. (Wenn er beispielsweise in dem Text "Santa Cruz" über die "fransigen Ränder des offiziellen Amerika" schreibt.) Besonders herausheben sollte man vielleicht den mehr als dreissigseitigen Essay "Anästhetische Ideologien", der wohl zu etwas vom Besten gehört, was man im Genre des Essays zur Zeit lesen kann.

Wer also gerne kluge und inspirierende Texte liest, dem sei dieses Buch empfohlen - und dazu möchte ich nur noch einen Satz von Mark Greif erwähnen und mich auch ganz an seine Seite stellen, weil ich denke, dass das ein sehr schöner Gedanke ist und gleichzeitig auch ein perfekter Schluss: "Ich würde lieber ein wenig langsamer in einer gerechteren Welt leben." (S. 113)

Wie wahr.

Peter Steiner, Autor von "Das Wesentliche so nah" und "Weisheit für Minimalisten"
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