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Blues People: Von der Sklavenmusik zum Bebop
 
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Blues People: Von der Sklavenmusik zum Bebop [Taschenbuch]

Amiri Baraka
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 288 Seiten
  • Verlag: Orange Press; Auflage: 1., Aufl. (April 2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3936086087
  • ISBN-13: 978-3936086089
  • Größe und/oder Gewicht: 19,2 x 15,2 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 853.122 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Blues People beschreibt die Geschichte der afroamerikanischen Kultur im weißen Amerika - von der Deportation der ersten Afrikaner bis in die frühen 60er Jahre. Baraka schildert die Veränderung der afrikanischen Klänge von den „Shouts“ der Sklaven bis zum Bebop und der Harlem Renaissance. Dabei erfasst er weniger die musiktheoretischen Aspekte als die Lebensbedingungen, den Kampf gegen Versklavung, Ausbeutung und Diskriminierung, aus denen die charakteristischen Musikstile der Afroamerikaner wie Blues und Jazz hervorgingen. „Musik ist die einzige authentische Ausdrucksform der Schwarzen auf ihrem Weg vom Afrikaner zum Neger“, so Baraka. Blues versteht er dabei nicht nur als die erste authentisch amerikanische Kulturform, sondern auch als „Prinzip“, auf das sich schwarze Musiker immer dann besinnen, wenn der (weiße) Mainstream ihre neuesten Errungenschaften übernommen hat – wie etwa im Swing oder im Rock.

Über den Autor

Amiri Baraka, der dieses Jahr seinen 70. Geburtstag feiert, wurde 1934 als Leroi Jones in Newark, New Jersey, geboren. Ende der 50er Jahre wurde er als Beat Poet berühmt, bevor er sich von der weißen Künstlerboheme distanzierte und zum militanten Kämpfer der Bürgerrechtsbewegung wurde. Er zählt zu den wichtigsten afroamerikanischen Dichtern der Gegenwart. Für sein Lebenswerk erhielt er den American Book Award und wurde zum Mitglied der American Academy of Arts and Lettres ernannt. Blues People ist eines der wichtigsten Werke des 20. Jahrhunderts und das Standardwerk zur afroamerikanischen Musik.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von latrini
Ich habe das Buch schon vor Ewigkeiten gelesen, als Amiri Baraka noch seinen ursprünglichen Namen LeRoy Jones trug. Weil ich meine alte Ausgabe nicht finden konnte, habe ich es jetzt nachgekauft.

Das Buch enthält eine leicht verständliche und umfassende Darstellung der Entwicklung "unserer" westlichen populären Musik aus ihren afrikanischen Wurzeln. Auch wenn Musikgeschichte nicht auf den ersten Blick unterhaltsam erscheint - hier ist sie es. Weil der Autor es schafft, die Entwicklung schwarzer Musik (und aus diesem Input dann auch der weißen Musik zu ihrer heutigen Form) fast wie in einem Krimi oder Roman darzustellen. Er schildert Alltag und Sitten, geschichtliche und wirtschaftliche Komponenten und verwebt all das mit bekannten Namen zu einem Text, der sich äußerst flüssig liest und stets spannend bleibt.

Dabei bemüht der Autor bspw. auch Ernst Bornemann. Ja, genau, den österreichischen Psychiater und Sexualforscher, der seinerzeit auch gerne mal als "Pornomann" verballhornt wurde. Und sich neben seiner psychiatrischen Tätigkeit ausgiebig der Musiktheorie widmete. Auch ihn hat Jones/Baraka gelesen und bringt ihn uns näher.

Oder befällt sie Unwohlsein, wenn Sie von Bachs Wohltemperiertem Klavier hören? Nach der Lektüre dieses Buches werden Sie wissen wieso. Und warum Sie damit richtig liegen.

Einzig Jazzfanatiker werden von dem Buch vermutlich aus ihrem seelischen Gleichgewicht geworfen werden. Weil es mit dem ewigen Jazzergerede, wonach Jazz nicht eine Abart/Entwicklung des Blues sei sondern umgekehrt, endgültig aufräumt. Diesen Unsinn werden Sie dann nur mehr wider besseres Wissen behaupten können. Und der Autor weiß, wovon er spricht. Das merkt man nicht nur während des Lesens, das zeigt auch schon seine Biographie. Schließlich kannte er alle Größen des Jazz, wachte gleichsam an der Wiege des Bebop.

Es ist ein Segen, dass dieses beispielhafte und wichtige Werk neu aufgelegt wurde. Ich kann es allen, die sich auch nur ansatzweise mit populärer Musik beschäftigen wollen, nur wärmstens anempfehlen.
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