Die neue CD von Bill Frisell zeigt seine Suche nach einem neuen Standpunkt in der amerikanischen Musik. War er zuvor ein Vertreter des Meditativen und Sphärischen, so sind seine 18 Eigenkompositionen auf seinem neuen Werk eine Verschmelzung von Blues, Blue Grass, Country, Folk und Jazz. Wesentlichen Anteil an der Vielschichtigkeit der CD hat das Aufeinandertreffen von einem Trio mit einem Quartett. Das sind auf der einen Seite ein Bläsertrio mit Curtis Fowlkes, Ron Miles und Billy Drewes, auf der anderen Seite ein Quartett, zu dem neben Frisell auch der Greg Leisz an der Steel Guitar gehört.
Gut zu hören ist, dass sich auf der Rundreise durch die amerikanische Musikgeschichte Frisell hörbar dem Blues näher fühlt, als die im Vergleich dazu weniger gelungenen/authentischen Gehversuchen im Bereich Folk/Country.
Stellt man dieses Album seinen vergangenen Werken gegenüber, so schneidet es als solide Arbeit ohne spektakuläre Höhepunkte oder negativen Beigeschmack ab.