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Neben dem, was es an Action zu sehen gibt, gibt es jede Menge zu hören. So treten als Gaststars unter anderem Ray Charles, Aretha Franklin, Cab Calloway und James Brown auf.
Da Jake und Elwoods Waisenhaus von katholischen Nonnen geführt wird, sind die beiden übrigens "im Auftrag des Herrn" unterwegs, was dem Film stets einen ironischen Beiklang verleiht und die Actionszenen derart überhöht, dass der komödiantische Ton des Filmes niemals verloren geht. Ohne dies wäre der Film kaum mehr als ein Marathon der Zerstörung geworden (wie einige Kritiker die Fortsetzung des Filmes aus dem Jahr 1998, Blues Brothers 2000, genannt haben). Übrigens: Halten Sie nach Steven Spielberg Ausschau, der am Ende des Filmes in der Rolle eines Finanzbeamten zu sehen ist. --Jeff Shannon
Die Story (für die Armen die diese tatsächlich nicht kennen sollten) in aller Kürze:
Jake Blues (Jon Belushi), gerade aus dem Gefängnis entlassen besucht mit seinem Bruder Elwood (Dan Aykroyd), beide in schwarzen Anzüge, schwarzen Hüten und Sonnenbrillen, das Waisenhaus in dem die beiden aufwuchsen. Dort erfahren sie, dass dieses geschlossen werden soll, da die Kirche die Steuerschuld nicht zahlen will. Die beiden (Ganoven)Musiker beschließen das nötige Geld, binnen der kurzen Frist von nur 11 Tagen zu besorgen (auf legalem Wege). Hierzu wollen sie ihre alte Band wieder zusammenbringen - die Blues Brothers Band - und mit einem großen Gig die entsprechenden Einnahmen erzielen, im Auftrage des Herrn!
Die Story ist aberwitzig schnell inszeniert, strotz vor Gags, grandiosen Verfolgungjagden (wer erfreut sich nicht daran, wie ein ganzes Einkaufszentrum in Schutt und Asche gefahren wird) und vor allem vor toller Musik. Nicht umsonst steht auf dem Cover: A Musical Comedy (eigentlich fehlt noch das Wort Action). Dieser Film passt einfach in keine Kategorie zu 100 %, obwohl er von allem 100 % hat. Wer ihn kennt wird mir sicher recht geben.
Die Besetzung und Stab:
Neben den beiden Stars Belushi (leider schon verstorben) und Aykroyd sind vor allem die musikalischen Gaststars herausragend: James Brown (als Priester), Cab Calloway, Ray Charles (als Musikalienhändler), Aretha Franklin und John Lee Hooker bürgen für Blues und Rythm ‚n' Blues der besonderen Art. Aber auch die anderen Rollen sind hervorragend besetzt, John Candy als Bulle, Carrie Fisher als Jakes versetzte Braut (brilliant) , Henry Gibson als amerikanischer Nazi oder Charles Napier als geprellter Country-Musiker. Und als Regisseur wurde mit John Landis (American Werewolf), der auch das ursprüngliche Drehbuch von Dan Aykroyd in eine verfilmbare Version verwandelte, auch die richtige Wahl getroffen.
Die DVD:
Das Bild liegt in 1.85:1 (16:9) vor und ist zwar nicht brilliant (aber wahrscheinlich war das von Anfang an so abgedreht) aber ok. Der Ton hinterlässt einen (für den deutschen Fan) zwiespältigen Eindruck: Unverständlich warum die deutsche Version nur in MONO vorliegt, wie schon auf dem THX-gelabelten Video. Selbst französisch und italienisch liegen zumindesten in analogem Surround vor. Der englische Ton hingegen in einer hervorragenden DD 5.1 Abmischung, die mich den Film völlig neu erleben ließ (und ich habe ihn schon oft gesehen). Der Sound ist sauber, die Musik kommt nicht nur, erwartungsgemäß sehr breitbandig und druckvoll, nein sie kommt nahezu bombastisch aus den Lautsprechern. Dabei einfalten sich plötzlich feinste Details, die auch auf dem Stereosoundtrack nicht zu hören waren (es sind auch nicht alle Tracks auf dem Soundtrack). So wird z.B. bei dem grandiosen Live-Konzert endlich auch die von Aykroyd gespielte Mundharmonika deutlich hörbar. Das die DD 5.1 Version auch den zahlreichen Action-Szenen zu gute kommt, dürfte klar sein. Schon klasse wenn die Querschläger von Carrie Fischers Schüssen in der Kanalisitation quer durchs Zimmer pfeifen. Für Fans gibt's also nur eines: Die englische Version (wir können den Text doch eh auswendig), gegebenenfalls mit deutschen Untertiteln, die ohnehin näher am Original liegen als die Synchronisation. Als besonderes Schmankerl ist die DVD-Version noch um einige Szenen angereichert (endlich erfährt man z.B. wo das Blues Mobil geparkt wird), die man aber gar nicht erst synchronisiert hat, was aber natürlich nur auffällt, wenn man denn unbedingt eine der synchronisierten Fassungen schauen muß. Leider sind weitere geschnittene Szenen für immer verloren, da die Produktionsfirma dies vernichtete. Als Extras bringt die DVD noch einen Trailer, Produktionsnotizen, Infos zu den Stars und vor allem eine exquisite Filmdokumentation mit. Dies ist kein reines Making of, sondern sie zeigt die Hintergründe des Filmes auf. So erfährt man z.B. dass es die Blues Brothers schon weit vor dem Film gab (und das waren wirklich Belushi und Aykroyd) - die diesen Gig zunächts für eine TV-Show und später dann als richtige Band aufzogen, aus ihrer gemeinsamen Liebe zur Musik (Aykroyd R'n'B und Belushi Rock). Die Idee und das ursprünglich, viel zu lange Drehbuch stammen ebenfalls von Aykroyd.
Fazit: Trotz der Unverschämtheit, den deutschen Ton nur in mono zu liefern: Ein MUST HAVE!
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