Band 17 der Blueberry-Chroniken fasst die Sc-Bände 45 und 46 "100 Dollar für den Tod" und "Der Pfad der Tränen" zusammen. Die im Sezessionskrieg angesiedelten Jugendabenteuer des Blueberry beleuchten hier nebenbei das Schicksal der Indianerstämme während dieser Zeit anhand des Beispieles der Cherokee. Denn auch die Indianerstämme ergriffen zu dieser Zeit verschieden Partei und waren mitunter stark verfeindet.Etliche nutzten die Streitigkeiten für eigene Interessen.
In dieser Geschichte versucht eine abtrünnige Gruppe Cherokees unter der Leitung eines alten Schamanen,sich einen Zug mit Geldlieferungen für beide Parteien des Krieges anzueignen.Blueberry wird dabei in diese Versuche verwickelt.
Die Stories von Francois Corteggiani gehören meist zu den politischeren und komplizierter aufgebauten Skripts als bei Charlier oder Giraud. Diese Geschichte gehört dabei mit seinen Schamanismuselementen zu den haarsträubenderen Entwürfen und ist für Blueberry-Verhältnisse wenig bodenständig. Die Zeichnungen von Michel Blanc-Dumont sind okay,kommen an die Klasse eines Giraud oder auch des Neuseeländers Colin Wilson nicht heran. Trotz der Erstellung Dutzender von Alben wirken seine Zeichnungen immer noch wenig dynamisch und manchmal sogar steif oder unbeholfen. Als Bonus zur Story gibt es einen sehr interessanten historischen 20-seitigen Artikel des Redakteurs Martin Jurgeit über das Schicksal der Cherokees mit vielen Fotos und Illustrationen. Wer sich nur ein bißchen für Indianer oder die Geschichte der USA interessiert,wird dem Artikel viel abgewinnen können. Trotz diesem ist Band 17 eine der dünneren Chroniken und kommt auf ca 120 Seiten.