Schon mit den ersten Takten beginnt meine innere „Filmreise" - das dramaturgisch geschickt eingesetzte Streicherarrangement - mit Meeresrauschen im Hintergrund, welches rasch auf fetziges Schlagzeug und eine feine, zerbrechliche Stimme trifft - diese mutige, ungewöhnlich gelungene Komposition entführt mich in Traumbilder, vergangene Kinoabende; lassen gedanklich mit wehenden Haaren an wild-grünen Klippen entlangreiten ... Nein!, doch!
Als diese „Scheibe" rauskam, hörte ich wie in Teenager-Zeiten einige Stücke dieser belgischen Combo sicher 100-Mal pro Tag, rauf- und runter, bis ich sie schließlich fast auswendig kannte - sosehr hatte mich dieser Stil fasziniert! Ich bin ja keine Musikkritikerin oder „Fachfrau", und kann daher wirklich nur schreiben, was mir ganz persönlich daran gefällt - eben, und das ist die Tatsache, daß mich diese Musik berührt,bewegt, anmacht; daß kein Stück wie das andere ist! Soviel drinsteckt!! Bei „Lung" kann ich wie ein Gummiball durch die Bude springen; während „Battersea", wie gesagt, meine Phantasie davonträgt, beflügelt; wohingegen ich bei „Eden" schon ... mal ... Tränen hatte - bei „Out of Tune" ist dann wieder alles gut, die leichten Disharmonien und schrägen Klänge lassen schmunzeln und erinnern dran, nicht alles so ernst zu nehmen; dann kommt „Elektro Shock Fades" wieder mit nachdenklich- melancholischen Melodien, und gleichzeitig hochpulsigem Schlagzeugtakt; bei „Strange Effect" könnte man schon wieder wunderbar enganeinandergeschmiegt tanzen ... ja, gut „Renaissance Affair" ist etwas banal; doch mit „Tuna" und „ Magenta" ist das längst wieder vergessen!! Einige Stücke kann man also wirklich zum Tanzen auflegen; andere, um stilvoll jemanden niederzuknutschen; wieder andere, um so richtig vor sich hinzuträumen oder abzudriften - diese „Scheibe" / CD gehört - meinen Öhrchen zufolge - in jede gute Sammlung ! ! !