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Blue Velvet (Gold Edition)
 
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Blue Velvet (Gold Edition)

Kyle MacLachlan , Isabella Rossellini , David Lynch    Freigegeben ab 16 Jahren   DVD
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (18 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Darsteller: Kyle MacLachlan, Isabella Rossellini, Dennis Hopper
  • Regisseur(e): David Lynch
  • Komponist: Angelo Badalamenti
  • Format: Dolby, PAL, Surround Sound
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1)
  • Untertitel: Deutsch, Englisch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 2.35:1
  • Anzahl Disks: 1
  • FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
  • Studio: MGM Home Entertainment GmbH (dt.)
  • Erscheinungstermin: 27. April 2004
  • Produktionsjahr: 2002
  • Spieldauer: 116 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (18 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B0001N7XDS
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 39.590 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

Aus der Amazon.de-Redaktion

In Blue Velvet wirft David Lynch einen Blick hinter die weißen Palisadenzäune Kleinstadt-Amerikas und bringt eine korrupte Schattenwelt aus Boshaftigkeit, Sadismus und Wahnsinn zum Vorschein. Gleich von der Eröffnungsszene an verwandelt er die Postkartenbilder von Mittelklasse-Eigenheimen und von Bäumen gesäumten Straßen in eine traumartige Vision, die an einen Albtraum grenzt.

Nachdem sein Vater in einer geradezu übernatürlich gruseligen Sequenz zusammenbricht, kehrt ein College-Student (Kyle MacLachlan) nach Hause zurück und findet durch Zufall auf einem leeren Grundstück ein abgeschnittenes menschliches Ohr. Mit der Unterstützung eines unschuldig-süßen Highschool-Mädchens (Laura Dern) wird er zum Nachwuchsdetektiv und gerät in eine erschreckende, jedoch aufregende Welt von Voyeurismus und Sex. Er wird immer tiefer in die brutale Welt des Drogendealers und Erpressers Frank hineingezogen, der wie vom Wahnsinn getrieben, von einem Obszönitäten brüllenden Dennis Hopper gespielt wird. Konfrontiert mit reiner, unerklärlicher Bösartigkeit verliert er seine Unschuld und seine moralische Orientierung. Eine auf geradezu erschreckende Weise verzweifelte Isabella Rossellini ist Hoppers Sexsklavin und wird zu MacLaughlins heimlicher Geliebten, während sich Dean Stockwell durch seine Rolle als Hoppers angeblich weltmännischer Kumpel schnurrt.

Lynch verleiht seinen surrealen Motiven eine strenge, gespenstische Einfachheit, die der Komponist Angelo Badalamenti mit seinem sanft-unheimlichen Soundtracks noch unterstreicht. Blue Velvet ist ein beunruhigender Film, der in die tiefsten Bereiche psychosexueller Brutalität vordringt und damit nicht jedermanns Geschmack sein dürfte. Aber für jemand, der sehen will, wie die Fundamente der Welt des Kinos erschüttert werden, bietet David Lynch ein albtraumhaftes Meisterwerk. --Sean Axmaker

VideoMarkt

Aus voyeuristischer Neugier gerät der junge Jeffrey in eine sado-masochistische Beziehung zu einer Nachtclubsängerin, die von einem perversen Wüstling mißbraucht und erpreßt wird. Ein mörderischer Zweikampf mit dem abartigen Chef einer Rauschgiftbande beendet den Kleinstadt-Alptraum.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

13 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen nur weils anders ist, ist es nicht schlecht, 10. April 2007
Rezension bezieht sich auf: Blue Velvet (Gold Edition) (DVD)
Ich denke mein Titel sagt es schon, mir hat dieser Film sehr gut gefallen. Ich muss zugeben ich kenne sonst keine Lynch Filme, wahrscheinlich bin ich zu jung um sie zu kennen, aber dieser Film hat mich in seine Atmosphere gezogen und ich habe es sehr genossen ihn anzuschauen. Da der Film so wie manche hier geschrieben haben "anders" ist, läuft man auch nicht Gefahr etwas anzusehen, das man in vielleicht schon anderswo so ähnlich gesehen hat.
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24 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ein Meisterwerk des Surrealismus, 11. Februar 2007
Rezension bezieht sich auf: Blue Velvet (Gold Edition) (DVD)
Ich bin überrascht, wie viele Leute hier Rezensionen schreiben, die scheinbar nicht wissen, auf was sie sich einlassen, wenn sie einen Lynch-Film einlegen.

Da wird kritisiert, dass der Film zu "paranormal" oder zu "Skurril" sei. Genau das will man doch sehen, wenn man sich einen Lynch-Film anschaut. Natürlich ist die Atmosphäre teilweise ziemlich krank und abartig und man fragt sich oft genug "Was soll das eigentlich alles"? Aber genau das ist David Lynch!

Im Vordergrund steht nicht die Story, sondern die Atmosphäre. Andere Regieseure schreiben sich zuerst eine Story und denken sich dann die Bilder und Einstellungen dazu aus. Lynch macht es genau umgekehrt. Er denkt sich erst ein Bild aus (bzw. meißtens fällt es ihm plötzlich ein), dann überlegt er sich, wie man dieses Bild filmisch darstellen und inszenieren könnte. Erst wenn das Bild steht, kommen "Nebensächlichkeiten" wie eine Story oder Zusammenhänge dazu. Das ist es was Lynch von anderen Filmemachern unterscheidet, und das ist auch der Grund warum er so stark polarisiert.

Zudem ist das Bonusmaterial sehr gut, bei Lynch-Filmen gibts normalerweise nicht so viel Bonus, deshalb kann man mehr als zufrieden sein!
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Auf frischer Tat ertappt, 30. Oktober 2010
Rezension bezieht sich auf: Blue Velvet (DVD)
Sicher ist Blue Velvet retrospektiv betrachtet einer der besten Filme im Schaffen des David Lynch. Nicht nur, weil er Dennis Hopper ein großartiges Comeback bescherte und Isabella Rossellini es ermöglichte, aus dem langen Schatten ihrer Mutter zu treten. Sondern weil er die Geburtsstunde des Kultregisseurs Lynch markiert, der nach dem genial gescheiterten "Dune - Der Wüstenplanet" den samtblauen Vorhang zum ersten Akt der Reise in die obskure Welt von Lynchtown öffnet, wo die Grenzen zwischen Traum und Wirklichkeit zerfließen und das unfassbare Grauen in unmittelbarer Nachbarschaft zur heilen Welt existiert. Blue Velvet konstituierte Lynch als einen der bedeutendsten Autorenfilmer der Postmoderne, der fortan mysteriöse Ereignisse in subtilem Ton mit ironischen Anspielungen auf die amerikanische Lebensart verknüpft.

Blue Velvet beginnt mit irritierend künstlichen Bildern einer amerikanischen Kleinstadt, die in ihrer stilistischen Sterilität das Leben in dieser malerischen Vorortidylle fast zum Erstarren bringen. Als ob der Stillstand der Zeit das Ungeheuerliche gebiert. Danach findet Jeffrey Beaumont (Kyle MacLachlan) im Gras auf einer abgelegenen Wiese ein abgeschnittenes Ohr, das für ihn zur Eintrittskarte in eine andere Welt werden soll und ihn aus dem naiven Klima der Provinz in ein Dickicht aus Erotik und Gewalt treiben wird. Von Sandy (Laura Dern), der Tochter eines Polizeibeamten, erfährt er, dass die Spur des Verbrechens zu der Nachtclubsängerin Dorothy Vallens (Isabella Rossellini) führt. Er verschafft sich Zugang zu deren Wohnung und dringt so nicht nur in Dorothys Intimsphäre ein, sondern blickt fortan auf die verstörenden Abgründe der dunklen Winkel der menschlichen Seele. Denn in der Wohnung von Dorothy Vallens sieht Jeffrey zu seinem maßlosen Schrecken mehr, als er jemals sehen wollte.

An einer Stelle im Film fragt Sandy den zwischen Faszination und Abscheu wankenden Jeffrey:"Ich frage mich, ob du nur neugierig oder pervers bist?". Blue Velvet ist ein Film über die Kamera als voyeuristisches Auge, in dem Lynch den Zuschauer gezielt zum Komplizen des Protagonisten macht. Der Betrachter steht neben Jeffrey im Schrank und beobachtet heimlich aus dessen subjektiver Perspektive das Objekt der Begierde. Als Dorothy die Schranktür aufreißt, kehrt sich die Situation um. Das passive Objekt wird zum Macht ausübenden Subjekt. Der eben noch Erregung verspürende Voyeur wird zum auf frischer Tat ertappten Spanner. Dorothy bedroht ihn mit einem Messer, spricht ihn sogar direkt mit seinem Namen an und zwingt ihn, sich vor ihr auszuziehen. Als der schizophrene Frank Booth (Dennis Hopper) auftaucht, versteckt sich Jeffrey erneut im Schrank. Nun wird er von Lynch zum hilflosen Zuseher degradiert, der Zeuge des brutalen Akts eines sadistischen Psychopathen wird, der die Familie von Dorothy als Geisel gefangen hält.

Dieses schockierende Porträt mit seiner expliziten Gewalt ist ein auf geniale Weise widersprüchlicher und boshafter Film, weil Lynch die Konventionen des Erzählkinos bewusst umgeht und sich hier zum erklärten Gegner des Zuschauers macht. So fällt der gefühlskalte Frank bei Bobby Vintons Song "Blue Velvet" in eine tiefe Sentimentalität und Dorothy verspürt in ihrer entsetzlichen Angst plötzlich selbst Erregung. Ist alles das, was wir etwa ab der 10. Spielminute sehen, nichts weiter als die spätpubertären Fantasien des Jeffrey Beaumont, der in Gedanken das dunkle, verdrängte Andere seiner Seele und das Schreckgespenst seiner Sexualität in einer Gestalt wie Frank Booth auslebt? Dringt dieser Tagtraum gar noch tiefer in Jeffreys Unterbewußtsein ein und in Dorothy Vallens und Frank Booth spiegelt sich die freigesetzte aggressive Anima seiner inzwischen in Alterslethargie erstarrten Eltern, die in unbewältigten Kindheitstraumata Ursache für den ödipalen Komplex von Jeffrey ist? Denn in diesem Moment fährt die Kamera in das abgeschnittene Ohr und der Film endet, indem die Kamera aus Jeffreys Ohr herausfährt und man Jeffrey auf einem Liegestuhl bei strahlendem Wetter in einem ironisch konnotierten, pittoresken Ambiente dieser Kleinstadt liegen sieht. Eine eindeutige Antwort lässt Blue Velvet nicht zu. Wenn man sich Lynchs Kurzfilme ansieht und die ähnlichen Erzählmuster in Lost Highway und Mulholland Drive betrachtet, ist es die plausibelste Antwort, die allerdings ebenfalls an der immanenten Unlogik des Films zwangsläufig scheitert. In gewisser Weise markiert das Schlüpfen der Kamera in das Ohr einen ähnlichen Punkt wie der Autounfall von Camilla in Mulholland Drive: Das Erzählmuster verlässt die objektive Perspektive und schlüpft in die Haut des dissoziativen Ichs, dessen Wahrnehmungslogik in dem von Angst besetzten Raum außer Kraft gesetzt wird und wo fortan die Grenzen zwischen Entfremdungsfantasie und Realität verwischen. In den Kontext zu Blue Velvet passt eine Aussage, die Lynch einmal retrospektiv in einem Interview tätigte: "Weil ich in einer so schönen und perfekten Welt aufgewachsen bin, wurden alle anderen Dinge zum Kontrast".

Das Bildformat liegt in 1:2,35 bzw. 16:9 Widescreen vor. Die Bildauflösung ist qualitativ sehr gut. Die Tonspur ist jeweils in Deutsch und Englisch Dolby Digital 5.1 abrufbar.
Bonusmaterial: Dokumentation "Mysteries Of Love", unveröffentlichte Szenen, das Special "Siskel & Ebert At The Movies 1986", Bildergalerie, 2 TV-Teaser, Kinotrailer.
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